| S-Bahn Dresden,
1973 als SV-Verbindung (Stadt- und Vorortbahn) eröffnet, 1 Jahr später Einführung des S-Bahn-Tarifes. Die Spurweite 1435 mm und das Stromsystem 15 KV/16 2/3 Hz entsprechen der Fernbahn. Zum S-Bahntarif zählten die Verbindungen nach Pirna, Meißen-Triebischtal, Niederau, Weinböhla, Grenzstraße, Ottendorf-Okrilla-Nord und Arnsdorf. Nach 1990 werden die im (dichten) Taktverkehr befahrenen Strecken als S-Bahn bezeichnet.
In den letzten Jahren erfolgte u.a. der Ausbau der Strecke Hbf. - Pirna mit seperaten S-Bahngleisen und verbesserten Haltepunkten, die Verlängerung der S2 von der Station Grenzstraße zum Flughafen, die Elektrifizierung des Abschnittes Dresden-Neustadt - Flughafen, der Wiederaufbau der durch die Flut 2002 völlig zerstörten Strecke nach Tharandt sowie der Bau eines völlig neuen S-Bahn-Haltepunktes am World Trade Center.
An der S-Bahn liegen die meisten Ausflugsziele: mit der S1 gelangt man in Südostrichtung in die Sächsische Schweiz Durch die Überlagerung der Linien S1 und S2 rollen die Züge ab Fahrplanwechsel am 12.12.2004 zwischen Pirna und dem Bahnhof Dresden-Neustadt im Viertelstundentakt. Zudem wurden mehrere Haltepunkte modernisiert und zu kundenfreundlichen Schnittstellen mit Bus und Straßenbahn ausgebaut. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sachsenallee, zusammen mit dem Sachsenplatz langgezogene Platzanlage am Altstädter Brückenkopf der Albertbrücke, auf der Innenstadtseite befindet sich das Landgericht, gegenüber standen bis 1945 die Jägerkaserne sowie repräsentative Bürgerhäuser der Gründerzeit. An der Ecke zur Gerokstraße steht das von Hans Erlwein 1910-14 als Stadthaus errichtete Gebäude der Sparkasse | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sachsenbad,
entstand 1928-29 in Pieschen nach einem Entwurf von Stadtbaurat Paul Wolf als Kernstück eines größeren Sportparks. Seit Jahren dem Verfall preisgegeben, ist die Zukunft des zur Entstehung als "vorbildliche Volksbadeanlage" gelobten Ensembles ungewiss.
Die Stadtverwaltung erwägt, den Bau abzureißen und ein neues Bad zu errichten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sachsen-Forum, bedeutendes Einkaufszentrum im Herzen der Plattensiedlung Gorbitz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sächsische Landesbibliothek,
1556 begann Kurfürst August von Sachsen eine "Liberey" mit dem Charakter einer Gelehrtenbibliothek aufzubauen. Sie zog 1728 aus dem Schloss in mehrere Pavillons des Zwingers und erwarb 1739 die berühmte Maya-Handschrift. 1786 erfolgte der Umzug ins Japanische Palais, wo die Bibliothek seit 1788 der Öffentlichkeit zugänglich ist. In der Folgezeit gab es drei Umbenennungen: 1806 in "Königliche öffentliche Bibliothek", 1917 in "Königliche Sächsische Landesbibliothek", aber bereits 1918 entfiel das "Königlich" wieder.
1947 erfolgte der Umzug aus dem zerstörten Japanischen Palais auf die Marienallee (), 1952 die Wiedereröffung des 1935 gegründeten Buchmuseums. 1983 wurde die Deutsche Fotothek der Bibliothek angeschlossen. Per Gesetz kam 1996 die Fusion mit der Universitätsbibliothek zur SLUB, 2002 Umzug in den gemeinsamen Neubau am Zelleschen Weg. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), 1998-2002 wurde der Neubau der bereits 1996 durch Fusion der Sächsische Landesbibliothek und der Universitätsbibliothek entstandenen Institution am Zelleschen Weg 18 errichtet. Wesentliche Funktionen wie der zentrale Lesesaal befinden sich in zwei naturnah abgedeckten Untergeschossen. Nur zwei mit Travertin verkleidete Natursteinquader mit Magazin, Caféteria und Verwaltung ragen als Kuben heraus. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sächsische Landesschule Klotzsche, siehe Landesschule | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sächsisches Serumwerk,
das Traditionsunternehmen zur Herstellung von Grippeimpfstoff gehört zur SmithKline Beecham Pharma GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der GlaxoSmithKline-Gruppe (GSK). Das an der Striesener Straße gelegene Werk stellt innerhalb der GSK-Gruppe weltweit als einziges diesen Impfstoff her und ist die einzige größere Produktionsstätte in der Dresdner Innenstadt.
Keimzelle ist die 1908 durch Karl August Lingner errichtete bakteriologische Abteilung der Dresdner Chemische Laboratorium Lingner GmbH. 1911 wurde das Sächsische Serumwerk und Institut für Bakteriotherapie gegründet und 1922 in eine AG umgewandelt. 1945 gelang es dem schwer beschädigten Serumwerk, die Produktion dringend benötigter Arzneimittel binnen weniger Wochen wieder aufzunehmen. 1962 erfolgte die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft mit staatlicher Beteiligung, 1972 die Verstaatlichung. In den 1980er Jahren wurde durch umfassende Modernisierung der Anschluss an internationale Standards erreicht. 1992 erfolgte die Übernahme durch den Arzneimittelhersteller SmithKlineBeecham, der 2000 mit Glaxo Wellcome zur GSK-Gruppe fusionierte. 2005/07 entstand ein Erweiterungsbau entlang der Zirkusstraße, Richtfest war am 03.04.2006. Serumwerk plant zweite Erweiterung | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Salomonisapotheke,
1753 errichtet, das viergeschossige Gebäude mit seitlichen Pilastern und Ornamenten unter den Fensterverdachungen im Mittelrisalit wurde 1760 ohne die letzteren vereinfacht wieder hergestellt. Die Fassade prägte eine große mittige Fensterkukarne im Dachgeschoss. Das Haus wurde 2005/06 mit modernen Materialien zusammen mit dem Hotel de Saxe wiedererrichtet.
In diesem Gebäude erfand Friedrich Adolf Struve 1820 das weltweit erste künstlich erzeugte Mineralwasser.
Freiberger Schankhaus | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Saloppe,
1871-75 von Theodor Friedrich und Bernhard Salbach errichtetes erstes Dresdner Wasserwerk, nach Kriegsschäden ist nur ein Teil der Westhälfte erhalten, der 1949 für Lagerzwecke
genutzt und 1980 rekonstruiert wurde. Heute wird nur noch Betriebswasser für Infineon im Norden der Stadt gewonnen.
Oberhalb des Wasserwerkes befindet sich das gleichnamige Ausflugslokal. Es ist die älteste Schankwirtschaft Dresdens, dessen Geschichte bis ins Jahr 1760 zurückreicht. Von 1876 bis zur Zerstörung 1945 stand hier ein großzügiger Restaurant-komplex mit Aussichtsturm und Gartenterrasse. Er entwickelte sich zu einer der beliebtesten und größten Gaststätten Dresdens. Heute ist die Saloppe Veranstaltungsort und einfache Gartenwirtschaft und ist von Schließung bedroht. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Salzgasse, Mitte des 15. Jh. entstandene Gasse am Rande der damaligen "Nawstad", der Neustadt auf dem Gelände der seinerzeit eingegliederten Siedlung um die Frauenkirche. Sie beginnt heute zwischen Coselpalais und Haus Zum Schwan gegenüber der Kirche und endet nahe am Kurländer Palais. Sie war im mittleren Teil bis in die 1930er Jahre kleinstädtisch-ländlich bebaut, u.a. mit der bekannten Gaststätte "Mittmann's Restaurant". Diese Bebauung wurde noch kurz vor dem 2. WK durch schlichte Wohnhäuser ersetzt, die sich in der Höhe an den beidseitig anschließenen Barockhäussern orientierten. Bekanntestes Gebäude war der gemeinsame Kopfbau mit der Rampischen Straße, ein beliebtes Malermotiv. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sarrasani, siehe Zirkus Sarrasani | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sarrasani-Brunnen, 2007 vom ortsansässigen Bildhauer Wanitschke geschaffener Brunnen am Standort des im Krieg zerstörten Zirkus-Sarrasani-Gebäudes am Carolaplatz. Er zeigt eine der für für diesen Zirkus typischen Elefantenformationen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schauburg, Kino an der Kreuzung Königsbrücker Straße / Bischofsweg (Äußere Neustadt) wurde 1927 nach Plänen von Martin Pietzsch errichtet. Es hatte seinerzeit ca. 1000 Plätze, überstand den letzten Krieg unbeschadet und hat heute (nach Umbauten 1950, 1960/61 und 1994) 717 Plätze in drei Sälen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schauspielhaus,
umgangssprachlicher Name des Gebäudes an der Ostra-Allee ist auch "Großes Haus", im Gegensatz zum Kleinen Haus in der Neustädter
Glacisstraße. Das Schauspielhaus wurde 1911-13 von William Lossow und Hans Max Kühne errichtet.
Nach den Kriegszerstörungen wurde es 1948 als erstes Dresdner Theater wiedereröffnet, hatte es damals 1100 Plätze und war bis zur Eröffnung der dritten Semperoper 1985 auch Spielstätte der Staatsoper.
Es bietet heute nach der 1995 abgeschlossenen Sanierung 810 Zuschauern Platz, nach neueren Eigenformationen des Hauses "max. 799 Plätze im Saal, 170 Plätze Hinterm Eisernen Vorhang". 2007 wurde das Haus erneut saniert und dabei äußerlich in den Originalzustand mit weißer Putzfassade versetzt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Scheune,
vom scheune e.V. betriebenes Kulturzentrum im Szeneviertel Äußere Neustadt. Im Haus befindet sich außerdem das beliebte Scheunecafé
().
Theater, Kino, Konzerte und Diskothek - die Scheune ist ein beliebter Veranstaltungsort mit einem ausgezeichneten Programm. Doch das eigentliche Herzstück ist das gemütliche Café. Hier treffen sich junge Kulturinteressierte bei einem Kaffee und bereden die neueste Theateraufführung. ... Dresden von seiner sympathischsten Seite! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schillerdenkmal,
1913 von Selmar Werner geschaffenes Denkmal im nördlichen Bereich der Hauptstraße
Ein weiterer Schiller-Gedenkstein befindet sich auf dem Gelände des Schillergartens | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| SchillerGalerie,
attraktives Einkaufszentrum am gleichnamigen Platz, der am 1.12.2000 eröffnete Komplex ist das einzige derartige Zentrum in einem traditionellen Stadtteilzentrum. Zur SchillerGalerie gehört auch das CinemaxX Dresden mit 8 Kinosälen, der größte davon bietet 551 Plätze. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schillergarten,
1683 im alten Fährgut eröffnet, ist er einer der ältesten noch existierenden Dresdner Gasthöfe. 1764 kaufte die Witwe Segedin die Fährschenke und heiratete den Lakaien Fleischer, die Schenke heißt nun "Fleischersches Schankgut".
1785-1787 war Friedrich Schiller Stammgast und verewigte die Wirtsfrau als "Gustel von Blasewitz" im Wallenstein. Seit 1859 heißt das Restaurant Schillergarten, wurde 1895/96 von Karl Emil Scherz umgebaut und überstand relativ unbeschadet den 2. Weltkrieg. Seit 1960 HO-Gaststätte, musste sie in den 1980er Jahren wegen baulichem Verfall geschlossen werden. 1993-1996 wurde der Schillergarten umfassend saniert, wechselnde Gastwirte betrieben ihn bis zur Zerstörung durch das Hochwasser 2002.
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| Schillerhäuschen, auf gleichem Grundstück wie das Körnerhaus in Loschwitz gelegen, handelt es sich um ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude mit der Weinpresse. Friedrich Schiller hielt sich hier wiederholt auf. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schillerplatz,
verkehrsreichster Platz des Dresdner Ostens, Brückenkopf zum Blauen Wunder, traditionelles Stadtteilzentrum für Verwaltung, Einkaufen und Einkehren, ein Ärztehaus ist in unmittelbarer Nähe. In der Loschwitzer Straße direkt vor der Schillergalerie liegt die Zentralhaltestelle der Busse und Straßenbahnen. In der Naumanstraße befindet sich das historische Rathaus von Blasewitz.
Die jetzige städtebauliche Fassung des Platzes erfolgte Ende des 19. Jahrunderts im Zusammenhang mit dem Brückenbau. 1945 wurden zwar einzelne Gebäude zerstört, dennoch übernahm der Schillerplatz Zentrumsfunktionen für die total ausgebombte Innenstadt.
Als letzte kriegsbedingte Lücke wurde die Nordost-Ecke neu bebaut. Genutzt wird der neue Komplex durch die Sparkasse und das "Senioren Domicil Am Blauen Wunder" (). Am Brückenkopf befinden sich 2 stadtbekannte Gaststätten: "Café Toskana" und der Schillergarten (mit großem Biergarten), unterhalb der Brücke die "Villa Marie" mit dem gleichnamigen Restaurant. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schillerstraße, steile Verbindungsstraße von Loschwitz zur Mordgrundbrücke, vorbei an teils sehenswerten Villen verschiedenster Epochen, auch der frühere Ministerpräsident Biedenkopf wohnte hier in der Schevenstraße, einer Seitenstraße. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schlesischer Bahnhof, siehe Bahnhof Neustadt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schlesischer Platz,
verkehrsreicher Vorplatz des Bahnhofes Dresden-Neustadt, von 1962-1991 trug er den Namen Dr.-Friedrich-Wolf-Platz. Dr. Wolf war Arzt, Schriftsteller und Antifaschist. Markantestes Bauwerk des Platzes ist das frühere Hansahotel, heute Seniorenresidenz.
2006 wurde der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet, der südwestliche Bereich ist jetzt den Fußgägern vorbehalten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schlösser, siehe Sondertafel Schlösser | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss, Stadtschloss, siehe Residenzschloss | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Albrechtsberg,
eines der drei Albrechtsschlösser, wurde 1850-1854 für Prinz Albrecht von Preußen von Adolph Lohse im spätklassizistischen und von der italienischen Renaissance beeinflusstem Stil errichtet.
1925 verkaufte der letzte Besitzer das Schloss und den 13 ha großen Park an die Stadt. In DDR-Zeiten war hier der Pionierpalast untergebracht.
Heute wird das von der Konzert- und Kongressgesellschaft Dresden mbH verwaltete Haus für Kongresse, Konzerte, Bälle und Eheschließungen genutzt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Burgk [Stadt Freital],
das Rittergut im 1168 erstmals urkundlich erwähnten Burgk wurde im 19. Jahrhundert zur glanzvollen Residenz des Freiherrn Carl Friedrich August Dathe von Burgk. Es war zugleich Mittelpunkt des 1819 gegründeten Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerkes, eines der am besten geführten Montanunternehmen Sachsens.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Rittergut enteignet und ein Museum eingerichtet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Eckberg, eines der drei Albrechtsschlösser, heute feines Hotel und Gaststätte inmitten einer wunderbaren Parkanlage. Vom Cafégarten hat man einen hervorragenden Blick über die Elblandschaft bis hin zur Innenstadt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Moritzburg [Gemeinde Moritzburg],
1542-46 erbaut, später u.a. von Wolf Caspar von Klengel (1656-72) und Matthäus Daniel Pöppelmann (1723-36) umgebaut. Das ehemalige Jagdschloss des sächsischen Hofes liegt inmitten der Moritzburger Teichlandschaft. Der markante fast quadratische Bau mit seinen vier Rundtürmen sowie der Schlosskapelle steht weithin sichtbar auf einer Insel. Die Hauptstraße des Ortes und die Hauptzufahrt über einen baumbestandenen Damm bilden eine Achse.
Schloss Moritzburg samt Umgebung ist eines der bekanntesten Ausflugsziele von Dresden, gleichermaßen beliebt bei den Dresdnern und den Touristen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Nickern, die Schlossanlage, die sich überwiegend in Privatbesitz befand, steht in Nickern auf den Resten einer Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert. 1945 wurde der letzte Besitzer enteignet, im Schloss wurden Wohnungen eingerichtet. In den 1980/90er Jahren waren Clubräume und Gastronomie untergebracht. Heute ist es wieder in Privathand, Schlossräume können aber für private Veranstaltungen gemietet werden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Nöthnitz [Gemeinde Bannewitz],
1630 erbautes Renaissance-Schloss im Bannewitzer Ortsteil Nöthnitz. Die Schlossanlage basiert auf einem mittelalterlichen Kern, aus dem im 16. Jh.das Schloss als Drei-Flügel-Bau mit Wendelstein errichtet wurde. Im 18. Jh. richtete Reichsgraf Heinrich von Bünau im linken Flügel des Schlosses seine damals weltberühmte Bibliothek ein. Für ihn arbeitete hier in den Jahren 1748 bis 1754 Johann Joachim Winckelmann. Im 19. Jh. erfolgten Umbauten am Schloss.
Nach der Wende wurde Schloss Nöthnitz Mittelpunkt des Kulturlebens der Gemeinde, was allerdings durch jüngste Verkaufsabsichten gefährdet scheint. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Pillnitz,
1720-24 von Mattäus Daniel Pöppelmann als Lustschloss der Wettiner errichtet, zunächst nur aus Wasser- und Bergpalais bestehend. 1788-91 ergänzten
Christian Traugott Weinling und Christian Friedrich Exner die Anlage um die Seitenflügel der beiden Palais, 1818-25 Christian Friedrich Schuricht um das Neue Palais an Stelle eines älteren Renaissanceschlosses. Im Baustil vage Anlehnung aller Gebäude an fernöstliche Stilelemente. Im Berg- und Wasserpalais befindet sich das Kunstgewerbemuseum, im Neuen Palais die Kath. Schlosskapelle.
Sehenswert ist auch der 28 ha große Schlosspark mit Heckengärten, Orangerie, Palmenhaus, Kamelienhaus und Chinesischem Pavillion sowie der Fliederhof. Im Ort Pillnitz befinden sich u.a. die Weinbergkirche und etliche gemütliche Gaststätten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Prohlis,
die Familie der Freiherren von Kap-herr kaufte 1868 das Rittergut Prohlis, ließ 1887/88 das Wohngebäude abreißen und auf dessen Grundmauern Schloss Prohlis nach Plänen des Semperschülers Bernhard Schreiber im Neorenaissancestil errichten. Für den angrenzenden Park
zeichnete Oberhofgärtner Johann Carl Friedrich Bouché verantwortlich.
Das nach 1945 verfallene Schloss fiel 1980 einem Brand zum Opfer und wurde 1985 abgerissen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Schönfeld, nach 1572 errichtetes Renaissanceschloss im Ortsteil Schönfeld der Ortschaft Schönfeld-Weißig. Als Erbauer gilt der kurfürstliche Geheime Rat Dr. Georg Cracow. Die erst teilweise sanierten Innenräumen werden für öffentliche Zaubershows und ein Zauberkunstmuseum genutzt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Übigau,
1724-26 von Johann Friedrich Eosander von Göthe für Feldmarschall Graf Jacob Heinrich von Flemming errichtet. 1726 kaufte es Graf Wackerbarth für August den Starken - ab 1727 fanden hier prunkvolle Feste des Hofes statt, welcher Übigau letztmalig 1770 besuchte. 1813 zerstörten napoleonische Truppen die Inneneinrichtung.
Im Schloss befand sich von 1836 bis 1845 die Verwaltung des Aktien-Maschinebau-Vereins unter Andreas Schubert, auf dem Grundstück wurden 1837 das erste sächsische Personendampfschiff und 1839 die erste deutsche Lokomotive erbaut. 1886-1921 gab es hier eine Schlossschänke, 1930 sollte das Gebäude sogar abgerissen werden. Heute verfällt das Gebäude trotz Verkaufs an einen Investor zusehens. Zur Rettung des Schlosses Übigau als barockes Baudenkmal und Zeitzeugnis der Dresdner Industriegeschichte hat sich eine "Bürgerinitiative Schloss Übigau" () gebildet. Im Mai 2008 wurde im nunmehr aufgeräumten Schlosspark eine Sommerwirtschaft eröffnet, der schrittweise Aufbau des Schlosses wurde vom Eigentümer zugesagt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Wachwitz,
königlicher Weinberg ab 1824 als Sommersitz genutzt, 1825 Errichtung eines Palais, das 1893 der neuen Königlichen Villa
()
von Wilhelm Teichgräber als Wohnsitz des Kronprinzen weichen musste.
1936-37 errichtete Hans Max Kühne (Büro Lossow & Kühne) das eigentliche Schloss Wachwitz im spät-neubarockem Stil als Wohnsitz der abgedankten und 1945 enteigneten Wettiner. Danach wurden Schloss und Villa vom Sowjetischen Militär als Verwaltungssitz genutzt, später diente das Schloss der Sächsischen Akademie für Weiterbildung der Lehrer und Erzieher als Sitz. Seit Mitte der 1990er Jahr ungenutzt, verfielen die Gebäude zusehends. Um die Rückgabe dieser Güter wurde nach 2002 ein Rechtsstreit zwischen dem Haus Wettin und dem Freistaat Sachsen geführt, den Gerichte zuungunsten der Wettiner entschieden. 2007 wurde das Anweesen vom Freistaat an die private V.V.K. veräußert, die dort Wohnungen errichten will. Zum insgesamt ca.27 ha großen parkähnlichem Areal gehören noch die Weinbergskapelle, das Presshaus als ältestes Gebäude), das alte und neue Gärtnerhaus, Wildhüterhaus sowie vier Wohngebäude. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Wackerbarth [Stadt Radebeul],
heute Sächsisches Staatsweingut GmbH Schloss Wackerbarth (). Die auch Wackerbarths Ruhe genannte barocke Anlage im Radebeuler Stadtteil Kötzschenbroda wurde wahrscheinlich nach Plänen Johann Christoph Knöffels als Altersitz für den Reichsgrafen August Christoph von Wackerbarth errichtet. Seit 1957 befindet sich hier der Sitz des Staatsweingutes. Wackerbarths Ruhe ist eingebettet in Parkanlagen und Weinberge. In letzteren liegt der Jakobsturm, ein 1743 erbautes und nach dem ursprünglichen Besitzer des Weinberges benanntes Lusthäuschen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloss Weesenstein [Gemeinde Müglitztal],
um 1200 gegründet, wurde Schloss Weesenstein auf einer Felskuppe über dem Müglitztal errichtet.
Zunächst diente es zur Sicherung der meißnisch-böhmischen Handelsstraße und als Vorposten gegen den böhmischen Nachbarn. Im 15.Jh. erfolgt der Ausbau zur Wohnburg, im 16. Jh. entsteht die Vorburg mit dem Renaissanceportal. Sehenswert sind die Stukkaturen, die chinesische Leder- und Bildtapeten, die Rokoko-Wandmalereien und Möbel, die Schlosskapelle sowie der barocke französische Garten. 2002 zerstörte ein Hochwasser der Müglitz die Gartenanlage fast vollständig, sie wurde aber zwischenzeitlich wieder weitestgehend hergestellt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schlosskirche Lockwitz,
die ältere Geschichte von Kirche und Schloss reicht bereits bis ins 13. Jh. zurück, die Kirche war bis 1623 Schlosskapelle und ist seither die Gemeindekirche von Lockwitz. 1699-1702 erhielt sie unter Gottheld Friedrich von Schönberg (er besaß Rittergut und Schloss Lockwitz zwischen 1680 und 1726) ihre heutige Form, welche durch einen wuchtigen Unterbau und den barock gegliederten Turm gekennzeichnet ist. Die Schlosskirche ist Dresdens einzige evangelisch-lutherische Kirche, die noch heute mit einem Schloss baulich verbunden ist. Aus dem 17./18.Jh. stammen der Altar, das Kreuzrippen-gewölbe, die Kanzel und die umlaufenden Emporen. Die Kirche wird derzeit schrittweise saniert. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloßplatz,
entstand in der ersten Hälfte der 18.Jh., nachdem Kurfürst Friedrich August II mehrere Gebäude abtragen und einen Brückenbogen zuschütten ließ, um Platz für die zu bauende Hofkirche zu gewinnen. Der erst «der freie Platz vor der Elbbrücke» genannte Platz erhielt um 1830 die Benennung Schloßplatz. Heute wird der Brückenkopf neben der Hofkirche vom Georgenbau des Schlosses und vom Ständehaus begrenzt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schloßstraße, ehemals enge und belebte Gasse zwischen Altmarkt und dem Georgentor, heute Teil der Fußgängerverbindung vom Hauptbahnhof zum Albertplatz in der Neustadt. Im Nordwestbereich liegt das namensgebende Residenzstadtschloss, gegenüber das neuerrichtete Kanzleihaus, im Südwesten hat die Wohnbau Nordwest (heute WOBA) ihre Bebauung aus den 1960er Jahren zum sog. "Quartier M" saniert (M steht für Mitte) und auf der anderen Seite steht der Kulturpalast mit dem seit Jahren verhangenem Wandbild "Weg der roten Fahne". | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schönborn siehe Sondertafel Ortschaft Schoenborn | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schönfeld siehe Sondertafel Ortschaft Schoenfeld-Weissig | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schönfeld-Weißig siehe Sondertafel Ortschaft Schoenfeld-Weissig | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schönfelder Hochland,
Landschaftsraum oberhalb der Loschwitz-Pillnitzer Elbhänge im Übergangsbereich zur Lausitz, überwiegend dörflicher Charakter der vielen kleinen und einzeln liegenden Ortsteile, welche 1999 eingemeindet wurden und heute zur Ortschaft Schönfeld-Weißig gehören.
In diesem Naherholungsgebiet liegen mehrere bekannte Ausflugsgaststätten, romantische Wege führen durch die Täler wie dem Keppgrund, dem Wachwitzgrund usw. vom Hochland hinunter zur Elbe. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schottische Kirche, 1884 im Schweizer Viertel der Südvorstadt errichtete Kirche für die hiesige Schottisch-Prebyterianische Gemeinde. Das äußere Erscheinungsbild des im Geiste von Semper und seiner Schüler errichteten Gebäudes glich dem der benachbarten Villen, es wurde 1945 zerstört und um 1954 abgetragen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Schützhaus,
entstand ca. 1530, also noch vor der eigentlichen Anlage des Neumarktes um 1548. Hier wohnte der kurfürstliche Hofkapellmeister Heinrich Schütz.
Das Gebäude war eines der ersten Renaissance-Gebäude Dresdens, wurde 1730 aufgestockt und mit Mansarddach versehen. Der berühmte Erker erhielt 1730/31 seine Ausbildung mit steinerner Balustrade am Austritt. Im 19. Jh. wurde das Mansarddach abgebrochen, das Haus wiederum aufgestockt und mit einem unpassenden Satteldach versehen. Bis 1945 hat sich der von Christoph Walter I. geschaffene und noch aus der Erbauungszeit stammende reliefverzierte Sockel des Runderkers erhalten. Teile des davon geborgernen Kinderfrieses befanden sich bis Mai 2008 an einem Wohnhaus neben dem Hotel Gewandhaus [2.] und werden wieder ins Schützhaus integriert. Das in Sandstein gehauene Portal mit wuchtiger Bänderrustika und eichenlaubverziertem Sturz entstand um 1690. Das Diakoniewerk Martinshof Rothenburg/OL baute bis 2008 das Schützhaus zusammen mit dem benachbarten Köhlerschen Haus und einem modernen Anbau als noble Seniorenresidenz wieder auf. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schullwitz siehe Sondertafel Ortschaft Schoenfeld-Weissig | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schwebebahn, 1891/1900 als älteste Schwebeseilbahn der Welt erbaut, verbindet Loschwitz mit Oberloschwitz (Rochwitzer Seite), nach 1990 und 2002 umfassende Rekonstruktion, neu errichteter unverbauter Aussichtspunkt auf dem Dach der Bergstation. - | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schweriner Straße, eine der Hauptstraßen der Wilsdruffer Vorstadt, verbindet als Radialstraße den Postplatz mit dem Wettiner Platz und dem Bahnhof Mitte. Sie ist im wesentlichen von einer eigenwilligen Mischung von sanierten Gründerzeitgebäuden, kriegsbedingten Lückenschließungen der 1960er Jahre im "AWG-Scheunenstil", einem kirchlichen "Sonderbau" (heute Sitz des Caritasverbandes für Dresden e.V.) und einer gut angepassten Nachwendeecklösung geprägt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Seestraße, frühere Verbindungsgasse vom Altmarkt zum Seetor bzw. später Richtung Prager Straße und Hauptbahnhof. Die Nachkriegsbebauung der Westseite mit dem bekannten Kabarett "Café Prag" entstand um 1953/54, die Ostseite ab 1995 nach umfangreichen archäologischen Grabungen. Durch diese Bebauung ist wieder eine gewisse urbane Dichte entstanden, die dringend noch der Ergänzung Richtung Kreuzkirche bedarf. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Seevorstadt siehe Sondertafel Seevorstadt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Seidnitz siehe Sondertafel Seidnitz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sekundogenitur,
vom zweitgeborenen Sohn eines Fürstenhauses begründete Nebenline, im übertragen Sinn auch für deren Sitz.
1. 1764-1770 von Friedrich August Krubsacius als Palais des Chevalier de Saxe im spätbarock-frühklassistischen Stil erbaut, der Schmuck stammt von Gottfried Knöffler. Das als Wohnsitz der zweitgeborenen Wettiner-Prinzen genutzte Gebäude im heutigen Blüherpark war von vornehmer Einfachheit und wurde 1945 vollkommen zerstört. 2. um 1900 von Gustav Fröhlich als neobarocker Bau auf der Brühlschen Terrasse errichtet, nach Kriegszerstörungen 1963/64 als gleichnamige Gaststätte wiederaufgebaut, gehört die Sekundogenitur heute zum Komplex des Hotels Hilton. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Semperdenkmal, das 1891/92 von Johannes Schilling geschaffene Denkmal steht auf der Brühlschen Terrasse an der Treppe zum Georg-Treu-Platz. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sempergalerie, siehe Gemäldegalerie | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Semperoper,
das erste Opernhaus wurde 1838-41 von Gottfried Semper erbaut, brannte aber bereits 1869 nieder. Gottfried Semper und sein Sohn Manfred errichteten 1871/78 die sog. zweite Semperoper an fast gleichem Ort, als dritte wird der 1977-84 erfolgte Wiederaufbau des kriegszerstörten Bauwerkes bezeichnet. 1991 wurde die Semperoper in Sächsische Staatsoper umbenannt. Das berühmte Bauwerk mit dem stilvollen Zuschauerraum, der 5-Minuten-Uhr, den Foyes und Treppenaufgängen kann auch außerhalb der Vorstellungen besichtigt werden (Führungen). Vom Foyer bietet sich besonders nachts ein herrlicher Ausblick auf den Theaterplatz. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Shopping, siehe Sondertafel Einkaufen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sieben-Bastionen-Plastik, siehe Brühlsche Terrasse | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sixtinische Madonna,
von Raffael 1512/13 für die dem heiligen Sixtus geweihte Benediktinerkirche in Piacenze südöstlich von Mailand gemalt. Das im Auftrag von Papst Julius II. entstandene Gemälde wurde 1753/54 für die Dresdner Sammlung erworben und ist heute das wohl bekannteste Werk der Gemäldegalerie Alter Meister. Mindestens genauso bekannt wie die Madonna selbst sind inzwischen die beiden Engel am unteren Bildrand, die so manches Werbematerial für Dresden schmücken. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Skulpturen, siehe Sondertafel Denkmäler | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Skulpturensammlung,
Schwerpunkt der Ausstellung im Albertinum ist die weltbekannte Antikensammlung. Zu sehen sind griechische und römische Skulpturen sowie Vasen, Bronzen und Terrakotten.
Ein eigener Saal ist den Skulpturen aus Renaissance und Barock gewidmet, darunter Marmorskulpturen von Balthasar Permoser. Die Plastiken des 19. und 20.Jh. werden zusammen mit den Gemälden der Galerie Neue Meister im Obergeschoss gezeigt. Die Skulpturensammlung bleibt wegen Rekonstruktion ab 29.08.2005 geschlossen. Ab 25.03.2006 kann ein Teil der Skulpturen im Zwinger in der Bogengalerie zwischen Gemäldegalerie Alte Meister und Wallpavillon besichtigt werden. () | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Societaetstheater, kleines Theater im Hinterland der Hauptstraße, 1779 errichtet, zunächst von der 1776-1832 bestehenden Societäts-Gesellschaft als Theater, später zweckentfremdet genutzt, wurde dabei die Struktur des Hauses überbaut. Bei der Rekonstruktion 1996/97 wurde es wieder als Theater aufgebaut. Heute gehört eine Gaststätte und ein kleiner gepflegter Barockgarten dazu, ebenso der Thomae-Pavillion im Nachbargrundstück. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Söbrigen siehe Sondertafel Söbrigen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Soldatenheim, siehe Goethe-Institut | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Solitude, Wohnpark, siehe Laubegast | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sophienkirche,
hatte zwei Vorgängerbauten: die 1265 als langgestreckter Saalbau errichtete erste Franziskanerkirche sowie die 1351-57 als Klosterkirche der grauen Brüder erbaute zweischiffige Hallenkirche, die sog. zweite Franziskanerkirche. In diese wurden Teile der mittelalterliche Kirche einbezogen, 1421 erfolgte eine erste Erweiterung des Baus.
Im Zuge der Reformation wurde der Kirchenbau erneuert und 1602 als protestantische Sophienkirche geweiht. Beim Umbau 1864-68 durch Prof. C. F. Arnold im Stil der "akademischen Neugotik" erhielt die Kirche ihre charakteristischen Doppeltürme mit einer Höhe von 66 m, die bis zum letztmaligen Umbau 1934 das Stadtbild um den Zwinger prägten. Bei diesem Umbau wurden die Türme in schlichte Kegel umgestaltet. In der Bombennacht 1945 brannte die Sophienkirche aus (Ruine siehe Postplatz, Fotoschau), 1946 stürzten die Gewölbe ein. Die durchaus wiederaufbaufähige Ruine wurde 1962/63 auf Befehl Ulbrichts abgerissen. Heute steht auf einem Großteil des Kirchengrundstückes der sog. Riegel mit dem beliebten Restaurant "Busmann´s". An die schöne Kirche, an deren erster Dresdner Silbermannorgel auch Bach spielte, erinnern eine Gedenktafel und der -an den noch unbebauten Stellen- im Boden nachgestaltete Grundriss. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sowjetischer Garnisionsfriedhof, ~ Soldatenfriedhof, Friedhof für im 2. Weltkrieg gefallene oder später verstorbene Soldaten der Roten Armee am Rande der Dresdner Heide, neben dem Nordfriedhof | Spitzhaus, 1622 als Weinberghaus vermutlich von Kurfürst Johann Georg I. auf dem Landsbergischem Weinberg in Wahnsdorg (heute Stadtteil von Radebeul) errichtet. Seit 1701 im Besitz der Gräfin Cosel , übereignete sie das Besitztum ihrem Gönner August dem Starken. 1749 wurde das Hohe oder Spitzhaus völlig umgebaut und dabei ein neuer Turm errichtet, es blieb bis 1889 samt Weinberg im Besitz der Wettiner. 1901 wurden die Seitenflügel angebaut, seither ist das Spitzhaus eine beliebte Ausflugsgaststätte. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sporbitz siehe Sondertafel Sporbitz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St.Antonius, 1922/23 errichtete katholische Kirche für die seit 1904 selbstständige Pfarrei Löbtau. 2001/03 wurden auf dem gleichen Grundstück ein neues Pfarrzentrum und ein Kindergarten errichtet, die Kirche selbst saniert. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St.Barbarakirche,
die Eschdorfer Kirche entstand im 12./13. Jh. und ist seit 1346 der St. Barbara geweiht. Sie war bis zur Reformation ein Wallfahrtsort.
Umbauarbeiten in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. führten u.a. zu einem neoromanischen Turm (39 m), Orgelprospekt von Gottfried Semper und Orgelfiguren von Ernst Rietschel. Die in Dresden-Eschdorf gelegene Kirche gehört als einzige im Stadtgebiet zum Kirchenbezirk Pirna, sie beherbergt seit 1996 im ausgebauten Dachboden ein Heimatmuseum. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St.Benno-Gymnasium,
Neubau für das 1939 von den Nazis zwangsgeschlossene alte St.Benno-Gymnasium, 1994-96 nach Plänen des Büros von Günter Behnisch errichtet. Gegenüber der verkehrsreichen Günzstraße wird das Haus durch eine relativ geschlossene blaufarbene Wand abgeschirmt, zum Wohngebiet hingegen liegen die Klassenräume mit ihrer großgigen Fensterfront. Auf dieser ruhigen Seite befindet sich auch die Pausenhof. Das anfangs umstrittene Gymnasium ist eines der wenigen herausragenden Beispiele zeitgenössischer Architektur in Dresden. Die Schüler sind zu rund 50% katholisch, 35% evangelisch, der Rest konfessionslos. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St.Franziskus Xaverius Kirche,
1852/55 von Heinrich Bothen und Theodor Choulant für die seinerzeit stark gewachsene katholische Gemeinde der Neustadt im lombardischen Baustil des 12.Jh. errichtete Kirche.
Das an der Hauptstraße gelegene Bauwerk wurde 1945 zerstört, die Ruine 1957 gesprengt. Die Gemeinde nutzt heute St.Martin, den katholischen Teil der Garnisionskirche ( ). | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St.Joseph-Stift, das 1895 in Johannstadt-Süd gegründete kath. Krankenhaus wurde in der Folgezeit mehrfach durch Anbauten vergrößert. 1945 zu großen Teilen zerstört, konnte in den verbliebenen Räumen die medizinischen Betreuung schnell wieder aufgenommen werden. Nach Wiederaufbau und mehreren ansprechenden Um- und Erweiterungsbauten verfügt das St.Joseph-Stift heute über 234 Betten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St.Pauli-Friedhof,
am nördlichen Ende der Hechtstraße gelegener Friedhof der St.Pauli-Kirchgemeinde. Nachdem der Innere Neustädter Friedhof für die stark angewachsene Bevölkerung der Dresdner Neustadt zu klein geworden wurde, legte man am Fuße der Hellerberge einen neuen an. 1862 wurde dieser zunächst als Neuer bzw. Äußerer Neustädter Friedhof übergeben. 1910/11 errichteten Schilling & Gräbner eine Feierhalle, die eine Orgel der Firma Jehmlich bekam. Auf dem Friedhof befinden sich mehrere Gedenkstätten, die jüngste entstand 1999 für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.
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| St.Pauli-Kirche,
1889/91 nach Plänen von Christian Schramm errichtete dreischiffige Hallenkirche im Hechtviertel mit 1000 Sitzplätzen und einer Turmhöhe von 78 m. Die 1891 geweihte neugotische Backsteinkirche brannte 1945 aus. Die St.Pauli-Kirchgemeinde führte ab 1968 Sicherungsarbeiten an der roten Backsteinkirche durch. Nach der Wende wurde der seit dem Krieg offene Innenraum als Freiluftspielstätte für max. 400 Zuschauer hergerichtet. Seit 1999 betreibt hier der Verein "Theaterruine St.Pauli e.V."
()
in den Sommermonaten Theater- und Musikveranstaltungen.
Am 23.08.2005 lösten sich mehrere Meter eines Gesimses in 42 m Höhe und stürzten herab, der Spielbetrieb musste sofort eingestellt werden. Nach erfolgter Sanierung wurde die Theaterruine am 03.06.2006 wiedereröffnet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St.Petersburger Straße, die Vorgängerstraße des südlichen Teils der St. Petersburger Straße wurde 1858 angelegt. Der nach dem kunstsinnigen Kurfürsten Christian I. Christianstraße benannte Abschnitt verlief von der Sidonienstraße nordwärts zur Ferdinandstraße. Ein bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts angedachter Ausbau einer östlichen Entlastungsstraße zur Prager Straße wurde erst im Zuge der städtischen Neuplanung 1965/71 als sogenannte Nord-Süd-Verbindung verwirklicht, welche im Abschnitt Elbe - Hauptbahnhof den Namen Leningrader Straße erhielt. Mit ihr schuf man die direkte Anbindung zur 1971 wieder errichteten Carolabrücke (damals Dr.-Rudolf-Friedrichs-Brücke). Die gesamte ursprüngliche Bebauung ging 1945 mit der Innenstadt im Bombenhagel unter, die heutige westliche Bebauung gehört zur Prager Straße und zur Ringstraße, an der östlichen sind lediglich die 1960-63 errichteten und 2000/2002 vorbildlich sanierten Studentenwohnheime erwähnenswert. Die Sanierung (Architektengemeinschaft Ulf Zimmermann) wurde mit dem "Bauherrenpreis 2001" der Aktion "hohe Qualität - tragbare Kosten" und dem "Erlwein-Preis der Stadt Dresden" geehrt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St.Petri-Kirche, 1888/1890 von Julius Zeißig errichteter neogotischer Backsteinbau mit 68 m hohem, schlankem Turm, 1945 schwer beschädigt und 1950/55 wiederaufgebaut. Dabei wurde das Innere in vorbildlicher Weise neu gestaltet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Staatliche Kunstsammlungen, siehe Sondertafel Museen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH,
siehe Porzellan-Manufaktur Meissen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Staatsarchiv, 1911-15 von Ottomar Reichelt und Heinrich Koch als Hauptstaatsarchiv erbaut, eine der frühen Stahlbetonkonstruktionen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Staatskanzlei,
das 1900-1904 von Edmund Waldow und Heinrich Tscharmann errichtete Gebäude diente zunächst für die Ministerien der Justiz, des Inneren sowie des Kultus und des öffentlichen Unterrichts. Der gewaltige Komplex verbindet Barock- und Jugendstilformen und korrespondiert im Elbbogen harmonisch mit Finanzministerium und Japanischem Palais.
Das Innere wird von einer großzügigen Haupthalle mit verglastem Treppenhaus geprägt, auf dem mittig gelegenem Hauptturm befindet sich eine Krone. Von 1952 bis 1990 befand sich hier der Rat des Bezirkes Dresden, heute beherbergt das Gebäude neben dem Sitz des Ministerpräsidenten das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Staatsoper, siehe Semperoper | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Staatsoperette,
1947 in einem 1899 als Gasthof errichteten und später als Kino- und Ballsaal genutzten Gebäude (seit 1925 Feen-Palast) in Leuben als Apollo-Theater eröffnet. 1950 wurde es in Operettentheater Dresden und später in Staaatsoperette Dresden umbenannt. Sie ist Deutschlands einzige Operette mit eigenem Ensemble und zählt zu den wichtigsten Bühnen des heiteren Musiktheaters im deutschsprachigem Raum. Sie bietet rund 600 Besuchern Platz.
Vor ein paar Jahren geriet die Operette durch Schließungspläne in die Schlagzeilen. Das Traditionshaus sollte Mitte 2003 wegen der angespannten finanziellen Situation der Stadt Dresden geschlossen werden, was nach starken Bürgerprotesten vom Stadtrat aber abgelehnt wurde. In letzter Zeit gab es Vorstellungen der Stadtverwaltung sowie mehrerer Investoren für einen Neubau bzw. eine Ansiedlung im Stadtzentrum. In der folgenden Tabelle finden sich alle bisher genannten Standorte in der Innenstadt bzw. im innenstadtnahen Bereich.
Am 13.04.2003 gab es eine überraschende (Vor-)Entscheidung bezüglich des Standortes Nach Pressemeldungen vom Mai 2004 erscheint ein Neubau am Wiener Platz mit über 935 Plätzen (statt bisher 600) realistisch.
Oktober 2007 haben sich auch diese Pläne zerschlagen, angeblich hat sich trotz intensiver Suche kein Investor gefunden. 5 Jahre nach einer in der DNN veröffentlichten Liste möglicher Standorte für die Staatsoperette präsentiert "die Stadt" in der SZ eine neue Liste mit immerhin insgesamt 7 meist bekannten Standorten, davon 4 Favoriten.
Der Stadtrat stimmte Anfang Oktober 2008 dem Finanzierungskonzept für die Entwicklung des Areals Kraftwerk Mitte als Standort für die Staatsoperette und das Theater Junge Generation zu.
Januar 2010 deutet sich nach Befürchtungen der SPD und entsprechenden Berichten der Sächsischen Zeitung aufgrund der Wirtschaftslage und der offensichtlichen Unfähigkeit der Stadtverwaltung ein Scheitern der ehrgeizigen Pläne an.
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| Stadtarchiv, im Gelände der Heeresbäckerei | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtbus, siehe Buslinien | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadthaus, 1922/23 von Ludwig Wirth errichteter Erweiterungsbau der Stadtverwaltung, beherbergt heute neben dem Ortsamt Altstadt mehrere zentrale Ämter der Stadt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Städtische Galerie Dresden,
die Juni 2002 gegründete Institution wurde am 02.07.2005 im Landhaus eröffnet. Ihr stehen in der ersten Etage ca. 800 m² Ausstellungsfläche für eine ständige Präsentation regionaler Kunst sowie für Wechselausstellungen zur Verfügung. Die Galerie verwaltet einen Bestand von 1.700 Gemälden, 800 Skulpturen und 20.000 Arbeiten auf Papier, vorwiegend aus dem 19. und 20. Jh. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtmuseum, seit Ende 2005 zeigt das im Landhaus beheimatete Museum eine Sonderausstellung zur Frauenkirche, seit Herbst 2006 die neugestaltete stadtgeschichtliche Sammlung. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtrat, siehe Stadtverwaltung | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtschloss, siehe Residenzschloss | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtsparkasse,
von Hans Erlwein 1910-14 als Stadthaus errichtet, später Sparkasse. Nach der Rekonstruktion von 1994/97, die eher einem Neubau glich, ist das um moderne Anbauten erweiterte Gebäude wieder Sitz und Schmuckstück der Stadtsparkasse (seit 2004: Ostsächsische Sparkasse Dresden).
siehe auch Forum Am Altmarkt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtteile, 1. im allgemeinen Sprachgebrauch im Innenstadtbereich (Gemarkungen Altstadt I, Altstadt II, Neustadt und Friedrichstadt) die historischen Vorstädte, wie sie sich in der zweiten Hälfte des 19. Jh. bezüglich Abgrenzung und Namen herausgebildet haben, im restlichen Stadtgebiet i.d.R. die Gemarkungen, die aus Dörfern hervorgegangen sind und direkt oder indirekt nach Dresden eingemeindet wurden. 2. die Statistischen Stadtteile zur Untergliederung der Ortsämter und Ortschaften für statistische und Verwaltungszwecke 3. umgangssprachlich bzw. historisch gibt es weitere Orts- bzw. Siedlungsnamen, die zum Teil nicht mehr oder in keinem offiziellen Zusammenhang mehr verwendet werden. Einige dieser Namen sind gänzlich aus dem Bewusstsein verschwunden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtverwaltung
Der Oberbürgermeister ist Vorsitzender des Stadtrates und Leiter der Stadtverwaltung.
Er hat den Vorsitz der beschließenden Gremien, d.h. des Stadtrates und seiner beschließenden Ausschüsse. Er leitet die Stadtverwaltung und ist für die innere Organisation und die laufenden Verwaltungsgeschäfte verantwortlich. Der Stadtrat ist die gewählte Vertretung der Dresdner Bürgerinnen und Bürger. Vorsitzender des Stadtrates ist nach der sächsischen Gemeindeordnung der Oberbürgermeister. Der Stadtrat legt die Grundsätze für die Verwaltung der Landeshauptstadt Dresden fest und entscheidet über alle Angelegenheiten der Landeshauptstadt Dresden, soweit nicht der Oberbürgermeister Kraft Gesetz zuständig ist oder ihm der Stadtrat bestimmte Angelegenheiten übertragen hat. Stadtratswahl 07.06.2009 Wie in der Wahlperiode zuvor wurde eine bürgerliche ebenso wie eine "linke" Mehrheit verfehlt. Die Wahlbeteiligung lag mit 49 % wieder sehr niedrig. Die Legislaturperiode des neuen Stadtrates beginnt am 13.08.2009 mit seiner ersten Zusammenkunft.
Grafik: Prozentuale Sitzverteilung im Stadtrat 2004
Durch Fraktionsbildung, Fraktionswechsel, Umbennenung und ähnliches ergaben sich bis Mitte 2007 folgende Veränderungen:
7 bisherige Mitglieder der "Linksfraktion.PDS" (zur Wahl noch unter PDS) sind rechtswirksam aus dieser Fraktion ausgetreten und haben sich rechtswirksam zur neuen Fraktion "DIE LINKE." zusammengeschlossen. Verwaltungsgliederung a) nach Aufgaben in 8 Geschäftsbereiche : b) territorial in 10 Ortsämter und 9 Ortschaften mit örtlichen Verwaltungsstellen.
Neben dem Neuen Rathaus nutzt die Stadtverwaltung () heute noch das Technische Rathaus (Hamburger Straße), das Sozialrathaus (Riesaer Straße, soll ggf. aufgegeben werden), das Kulturrathaus (Königstraße), und weitere Gebäude wie auf der Junghansstraße (neben dem Ernemannturm). | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtwappen,
es zeigt rechts im gespaltenen, spatenförmigen Schild einen nach rechts aufsteigenden Löwen mit gespaltener Quaste. Links stehen zwei Landsberger Pfähle.
Wappen der Nachbarorte siehe Sonderseite der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stallhof,
zum Komplex des Residensschlosses gehörender Hof zwischen Johanneum und Langer Gang. Im Mittelalter fanden hier ritterliche Spiele und Reitturniere statt, wovon eine Pferdeschwemme und eine Ringelstechbahn mit zwei Bronzesäulen aus dem Jahre 1601 zeugen.
Heute ist der Stallhof reizvolle Kulisse für Mittelalterspektakel und historischen Weihnachtsmarkt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ständehaus, 1901/07 als Sächsisches Landtagsgebäude von Paul Wallot errichtet, 1945 zerstört und teilwiedererrichtet und für die Fotothek und das Mineralogische Museum genutzt, bekam es erst Mitte der 1990er Jahre sein Walmdach zurück. Heute ist das Ständehaus Sitz des Oberlandesgerichtes. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Standseilbahn, 1895 erbaut, verbindet Loschwitz mit Oberloschwitz (Weißer Hirsch), eine der ältesten Bergbahnen Europas mit 2 Tunnels und einer Brücke, an der Bergstation das berühmte Restaurant Luisenhof, der Balkon Dresdens. - | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stauffenbergallee, wichtige Stadttangente, Teil des unvollständigen Außenringes, wird derzeit als künftige Zufahrt zur Waldschlößchenbrücke ausgebaut. Markant sind die Brücke über das tiefliegende Prießnitztal, die Garnisionskirche und einige ehemalige Kasernengebäude (heute Militärhistorisches Museum, Heeresschule, Regierungspräsidium, MDR-Landesfunkhaus). | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Steigenberger Hotel de Saxe, siehe Hotel de Saxe | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sternhäuser, Sternenstädtchen,
im Zusammenhang mit der Großsiedlung Prohlis Ende der 1970er Jahre errichteter Gebäudekomplex aus fünf 10-geschossigen Plattenbauten des Typs IW 67, der exakt gesehen bereits auf dem Gebiet der Gemarkung Niedersedlitz liegt. Der Name stammt von der Form der Draufsicht der 5 Gebäude, die jeweils aus 3 Flügeln sternförmig zusammengesetzt sind.
2005 wurde das östlichste der Sternhäuser wegen des in Dresden hohen Wohnungsleerstandes abgerissen, 2007/2008 sollen zwei weitere folgen. Die Zukunft der beiden letzten "Sterne" ist noch ungewiss. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sternplatz, einer der Hauptplätze der Wilsdruffer Vorstadt, 1873 auf dem Areal des Gasthofes "zum Goldenen Stern" angelegt. Von 1966 bis 1990 hieß der Platz nach einem antifaschistischem Widerstandskämpfer Hans-Beimler-Platz. Am Platz liegen das markante Gebäude der Ortskrankenkasse, heute Sitz der AOK () sowie das Kabarett Herkuleskeule. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stetzsch siehe Sondertafel Stetzsch | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Straßburger Platz,
1898 Stübelplatz, 1951 Fucikplatz, 1991 Straßburger Platz. Hier befanden sich die 1894-96 errichteten Ausstellungshallen und später das Kugelhaus, in DDR-Zeiten Ort von Weihnachtsmärkten, Volksfesten (Vogelwiesen) und ebenfalls Ausstellungen in einfachen Hallen, heute steht hier die Gläserne Manufaktur. Der Platz ist Straßenbahnknotenpunkt und Ausgangspunkt der Parkeisenbahn.
An der nordöstlichen Platzseite wurden in den 1980er Jahren Der zum Platz liegende Teil der Wohnscheiben wurde Ende 2004/Anfang 2005 wieder abgerissen, der hintere Teil als sog. STRASSBURG sehr farbenfroh saniert. Mit dieser Maßnahme sollte dem nach der Jahrtausendwende beginnenden Wohnungsüberhang begegnet werden. Auf dem freien Gelände entstand eine Grünfläche. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Straßenbahn
zum vollständigen Straßenbahnnetzplan | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Strehlen siehe Sondertafel Strehlen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Striesen siehe Sondertafel Striesen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Striezelmarkt,
der seit 1434 veranstaltete Markt ist der älteste
Weihnachtsmarkt Deutschlands und findet auf dem Altmarkt statt. Weitere Weihnachtsmärkte im Stadtzentrum werden auf der Prager Straße, der Hauptstraße, der Münzgasse und im Stallhof durchgeführt. Die Striezel- bzw. zeitweise einfach nur Weihnachtsmarkt genannte Veranstaltung fand vor 1945 teilweise auf der Hauptstraße und im Stallhof, nach 1945 auf dem Theaterplatz, in der Stadthalle an der heutigen Stauffenbergallee (1948-53), im Gebiet Weiße Gasse und am Fucikplatz (heute Straßburger Platz) statt, ehe sie wieder auf den Altmarkt zurückkehrte.
Wegen des Baus der Tiefgarage unter dem Altmarkt fand der Striezelmarkt 2007 auf dem Ferdinandplatz () statt, seit 2008 ist er wieder auf dem Altmarkt () zu finden.
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| Stübelallee, nördliche Begrenzungsstraße des Großen Gartens, hier befinden sich der Botanischer Garten, die Gläserne Manufaktur sowie die sog. Mutschmann-Villa [Mutschmann war während der NS-Zeit Gauleiter in Sachsen]. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Studentenwohnheim Fritz-Löffler-Straße, 1953-55 von Wolfgang Rauda an der damaligen Reichsstraße, der späteren Juri-Gagarain- und heutigen Fritz-Löffler-Straße im Stile der "nationalen Tradition" errichtet. In den 1960er Jahren wurde das Ensemble um einen damals sehr modernen Zweckbau erweitert, der im Gegensatz zum Altbau inzwischen saniert wurde. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Studentenwohnheim Güntzstraße, "Güntz-Palast", erbaut 1953-55 von Wolfgang Rauda. Das Studentenwohnheim mit dem bekannten "Güntzklub" (andere Schreibweise: Güntzclub) wurde bis 1999 bewirtschaftet, danach begann der Verfall. Ab 2007 ist die denkmalgerechte Sanierung mit künftig 260 Apartements vorgesehen. In diese wird der Brunnen mit der Skulptur "Flugwillen des Menschen" von Max Lachnit und das Sandsteinrelief von Reinhold Langer einbezogen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Studentenwohnheime, Dresden besitzt mehrere, heute vom Studentenwerk betreute Gruppen von Studentenwohnheimen. Die bekanntesten sind das sog. alte und neue Studentenwohnheim an der Fritz-Löffler-Straße, 2 kleinere Hochhäuser an der Budapester und 3 weitere des gleichen Typs an der St.Petersburger Straße, letztere preisgekrönt saniert. Der größte Komplex von 6 17-Geschossern am Zelleschen Weg wird momentan völlig umgestaltet, jedes Hochhaus erhält ein anderes "Outfit". | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Südvorstadt siehe Sondertafel Südvorstadt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Synagoge,
die erste Synagoge der jüdischen Gemeinde wurde 1838/40 nach Plänen Gottfried Sempers im romanisch-orientalischen Stil am ehemaligen Gondelhafen errichtet. Die maurische Innenausstattung wurde ebenfalls von Semper entworfen.
Diese alte Sempersynagoge wurde in der Progromnacht vom 9. zum 10. November 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannt und danach abgerissen. Daran erinnert in unmittelbarer Nähe eine Stele in Form eines siebenarmigen Leuchters. 1950 wurde eine kleine (provisorische) Synagoge auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Johannstadt eingerichtet. Die am 9. November 2001, exakt 3 Jahre nach dem ersten Spatenstich geweihte neue Synagoge wurde nach einem Entwurf des Büros Wandel, Hoefer und Lorch aus Saarbrücken zusammen mit Nikolaus Hirsch aus Frankfurt am Main verwirklicht. Neben der eigentliche Synagoge wurde ein Gemeindezentrum errichtet, welches Gottesdienste und Zusammenkünfte für mindestens 250 Personen gestattet. Die zwei sandsteinfarben verkleideten bis zu 24 m hohen turmartigen Gebäude stehen fast genau auf dem historischen Boden des Semperbaus. Damit bekamen die in Dresden lebenden Juden, deren Zahl sich zwischen 1990 und 1995 verdreifachte, wieder ein würdiges Zuhause. Als einziges Originalteil des Semperbaus wird der gerettete Davidstern im Eingangsbereich des Neubaus angebracht. Der Baukörper der eigentlichen Synagoge ist stufenweise nach oben verdreht, um den Widerspruch zwischen dem jetzigen Grundstückszuschnitt und der aus religiösen Gründen gewünschten Ausrichtung nach Jerusalem bzw. nach Osten zu lösen. Im Sommer 2002 wurde die Synagoge auf dem XXI. Architektur-Weltkongress als "bestes Gebäude Europas" ausgezeichnet. Stele zur Erinnerung an die Progromnacht und Toraschrank |