Rabenauer GrundNaherholungsgebiet zwischen Freital-Coßmannsdorf und der Talsperre Malter. Eine Wanderung entlang der Roten Weißeritz ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert, besonders aber an sehr heißen Sommertagen.

Die Erschließung der urwüchsigen Schönheit des engen und kurvenreichen Felsentales geht auf eine Initiative des Rabenauer Müllers C.F.Ehrlich im Jahre 1834 zurück. Heute ist der Wander- und Radweg Teil eines "Energie-Erlebnispfades", zu sehen sind ein kleines Kraftwerk und eine dazugehörige Wassertreppe.
Die hier verlaufende Weißeritztalbahn wurde nach der Flut 2002 im Jahr 2008 wieder aufgebaut, allerdings zunächst nur bis Dippoldiswalde.

Radeberger Landstraße,  Ausfallstraße durch die
Dresdner Heide nach Radeberg. An ihr liegt die bekannte Ausflugsgaststätte Fischhaus
Radeberger Vorstadt,  siehe Sondertafel Radeberger Vorstadt
Radebeul,  siehe Sondertafel Radebeul
Radfahren, Radwege, Dresden hat auch für Radfahrer einiges zu bieten. Neben dem bekannten Elberadweg gibt es im nahen Umland 3 Trassen auf abgebauten Kleinbahnstrecken, auf denen man bei teils hervorragender Sicht aufs Elbtal ebenso bequem radeln kann.

Rampische Straße,  galt bis 1945 als eine der schönsten Barockstraßen der Stadt und hatte eine ähnliche Bedeutung wie auf der Neustädter Seite die Große Meißner Straße.

Bekannt war der Blick vom Kurländer Palais in Richtung Frauenkirche mit dem stattlichen Eckhaus zur Salzgasse im Vordergrund. Die nach dem Bombenangriff 1945 noch verbliebenen wertvollen Fassaden wurden wie das gesamte Neumarktviertel bis 1956 gesprengt.

Rampische Straße 1
das Haus Rampische Straße / Ecke An der Frauenkirche wurde 1716/17 nach Plänen George Haases für den Büttner Valentin Kolbe mit reichlich Dekor errichet. Im 7-jährigem Krieg ausgebrannt, wurde es anschließend vereinfacht wieder aufgebaut und im 19.Jh. unpassend aufgestockt sowie mit Neorenaissancedekor verziert. 1945 wurde das Haus zerstört und später mit dem gesamten Quartier abgerissen.

Markant ist der prachtvolle Eckerker, an dessen oberem Abschluss sich ein markanter Frauenkopf befindet. Das geborgene Original befand sich seit den 1980er Jahren am Durchgang zur Rähnitzgasse und wurde 2006 in den Nachbau des Hauses eingepasst.

Wiederaufbau Rampische Straße 29 Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V. () plante ab 2005 den Wiederaufbau des Hauses Rampische Straße Nr. 29, das Grundstück wurde hierzu erworben. Das im Krieg zerstörte und 1956 abgebrochene Haus mit Mansarddach und Schleppgaupen wurde zwischen 1715 und 1720 von George Haase errichtet.

Bis April 2007 wurden die Keller gesichert, die Tonnengewölbe wieder hergestellt und Einbauten des 19./20.Jh. entfernt.
Am 08.12.2007 war Grundsteinlegung und Deckenfest, am 28.05.2010 Richtfest. Im Erdgeschoss wurde eine aus einem Abrisshaus in Weißenfels geborgene Barockdecke eingebaut.

2009 wurde die Kulturstiftung Historisches Bürgerhaus Dresden gegründet, die den Aufbau dieses Hauses fortführen wird. Die Stiftungsurkunde wurde am 29.01.2010 von der Landesdirektion Dresden überreicht. Das Haus selbst wurde bis Ende 09.2010 fertiggestellt und am 09.10.2010 feierlich übergeben.

Seit Fertigstellung wird das Haus als Sitz des Landesbischofs der Landeskirche Sachsens, für Wohnzwecke von Studenten der Musikhochschule und im Erdgeschoss an der Salzgasse für ein Café genutzt.

Im Erdgeschoss an der Rampischen Straße befindet sich die sogenannte "Weißenfelser Barockdecke", die aus einem abgebrochenen Haus in Weißenfels stammt. Obwohl Bergung und Einbau mit Spendengeldern finanziert wurden, ist sie wegen der Nutzung dieses Raumes durch den Landesbischof leider nicht öffentlich zugängig.

Rathaus,  historisch gesehen hatte Dresden 3 bedeutende Rathäuser: die beiden 1945 zerstörten Rathäuser der Altstadt (am Altmarkt) und der Neustadt (am Neustädter Markt) sowie das 1905-10 von Karl Roth und Edmund Bräter errichtete
Neue Rathaus, seitdem Sitz der Stadtverwaltung und des Stadtrates. Für dieses wurde ein ganzes Geviert zwischen Kreuzstraße und Ring abgerissen. Das Gebäude hat zwei Schauseiten zur Ringstraße (Rats- und Festsaal, Büros der Fraktionen) und zum Dr.-Külz-Ring (Haupteingang der Verwaltung) und umschließt insgesamt 6 Innenhöfe.

Nach den Zerstörungen 1945 wurde das Neue Rathaus 1948 bis 1952 in vereinfachter Form wiederaufgebaut, so u.a. ohne Dachreiter. Der Aufbau des Festsaalflügels folgte in den Jahren 1962–1965 durch Manfred Arlt u.a..

Aus dem 5-geschossigem Bau ragt der mächtige rund 100 m hohe Rathausturm heraus, auf dem der vergoldete Rathausmann steht. Der Turm durfte den 100 m hohen Hausmannstum des Schlosses nicht überragen, deshalb hat die Bürgerschaft mit der Figur getrickts und sie je nach Ziel hinzugerechnet oder eben weggelassen. Frühere Angaben nennen mit Figur 103 m, neueste aber nur noch 99,85 m.

In 68 m Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform, deren Balustrade mit 16 Sandsteinfiguren geschmückt ist.

1997 bis 1999 wurde der obere Teil des Rathausturmes saniert und die Aussichtsplattform nach jahrelanger Schließung für Besucher wieder zugängig gemacht, war ab Anfang 2004 bis August 2005 aber wegen der Sanierung des unteren Teiles erneut geschlossen.

Vor dem Festsaalflügel steht inmitten einer Grünanlage das Denkmal der Trümmerfrau, unter diesem Flügel befindet sich der sanierte Ratskeller, ein normalerweise für Reisegruppen besonders geeignetes Restaurant. Der Ratskeller ist zurzeit geschlossen!

Am Eingang thront Bacchus und wartet (momentan vergeblich) auf "Streicheleinheiten" von den Touristen ...

Rathausmann von Richard Guhr geschaffene Figur auf dem Rathausturm. Sie hat eine Höhe von 4,90 m, wiegt 1750 kg und ist mit ca. 100 g Blattgold überzogen. Für den Rathausmann stand der damals 20-jährige Ringer und Artist Ewald Redam Modell.

Am 20.08.2004 wurde der Rathausmann heruntergehoben, um bis zum Stadtjubiläum 2006 umfassend saniert zu werden.

Knapp 2 Jahre später, am 01.07.2006, wurde die einige Tage vorher zur Besichtigung neben der Trümmerfrau aufgestellte Skulptur wieder auf den Turm gehoben.

Rathäuser der Stadtteile,  die 10 Ortsämter und einige Ortschaften besitzen eigene Rathäuser, die oftmals in den Amtsgebäuden der gleichnamigen früheren Gemeinden untergebracht sind. Besonders schön sind die Rathäuser von Pieschen, Blasewitz, Leuben, Plauen und Cotta.
Rathaus Blasewitz (), entstand in mehreren Bauetappen ab 1850. Ältester Teil ist das 1851 eingeweihte alte Schulhaus von Gottfried Semper, seit 1876 Gemeindeamt, 1890 von Wägner umgebaut und 1904 von Karl Emil Scherz nochmals erweitert (Historismus-Baumix).
Rathaus Cotta (), 1898/1902 von Felix Reinhold Voretzsch, Heinz Otto und Bernhard Seitz (Mix aus Neorenaissance mit Neogotik und Jugendstil)
Rathaus Klotzsche (), 1906/07 nach Plänen von Gustav Rudolph als Sitz der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung von Klotzsche errichtet.

Für den mit Jugendstilornamenten und Wappen geschmückten Ratssaal schuf der Maler Friedrich Alfred Oehme 1934/35 ein Gemälde, welches einen Blick über den Ort zeigt. Das Bild wurde nach 1950 entfernt und kehrte erst 2000 wieder an seinen Ursprungsort zurück.

Rathaus Leuben (), 1900/01 von Architekt Gustav Hänichen und Baumeister Otto Beeger (Neorenaissance- und Jugendstil-Elemente).
Rathaus Niedersedlitz (), 1901/02 nach Plänen von Gustav Hänichen für die damals selbstständige Gemeinde Niedersedlitz im Neorenaissancestil errichtet. Nach der Eingemeindung wird das Gebäude als einziges der hier aufgeführten Stadtteil-Rathäuser nicht mehr für Verwaltungszwecke genutzt.

Untergebracht waren seither u.a. der Konsum, die Sozialversicherungs-Kasse und die Sparkasse, letztere ist seit der Sanierung 1994 alleiniger Nutzer.

Rathaus Pieschen (), 1890/91 von Rudolf Schilling und Julius Graebner (Neorenaissance)
Rathaus Plauen (), 1893/94 von William Lossow und Ferdinand Herrmann Viehweger (Neorenaissance, Jugendstilelemente)
Rathenauplatz,  Platz am Altstädter Brückenkopf der Carolabrücke, nahe der Synagoge.

Er ist einer der Orte mit den häufigsten Umbenennungen:

1898-22Amalienplatz (nach der Gemahlin König Johanns)
1922-33Rathenauplatz (nach dem ermordeten Außenminister)
1933-45Schlageterplatz (nach einem Nazi-Kämpfer)
1945-71Rathenauplatz
1971-90unbenannt
seit 1990wieder Rathenauplatz

Räcknitz siehe Sondertafel Räcknitz
Räcknitzhöhe1. Straße in den Stadtteilen Räcknitz und Zschertnitz und Südbegrenzung vom Volkspark Räcknitz.

2. in den 1980er Jahren errichtete Plattenbausiedlung, ursprünglich auf Räcknitzer, Zschertnitzer und Kleinpestitzer Flur gelegen, gehört nach einer Umlegung nach 1990 komplett zur Gemarkung Zschertnitz. Die Ludwig-Renn-Allee als Hauptachse des Quartiers führt direkt auf den Aussichtsturm Bismarcksäule zu. Die Siedlung ist zum Einkaufen durch mehrere Märkte sehr gut erschlossen.

Rähnitz siehe Sondertafel Hellerau mit Rähnitz
Rähnitzgasse, eine der ältesten erhaltenen Gassen der mittelalterlichen Inneren Neustadt. Neben einigen wenigen Häusern aus der Zeit vor dem Stadtbrand 1685 und einigen Gründerzeithäusern vorrangig barocke Bebauung, darunter das wunderbar sanierte "Hotel Bülow" und der zweite Zugang zur Königpassage.

In der Rähnitzgasse befindet sich auch Dresdens ältestes Pub, das "Red Rooster" ().

Rebeccabrunnen den Brunnen mitten auf dem Platz zwischen Königstraße und Dreikönigskirche schuf Gottfried Knöffler in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, die rund 5,70 m hohe Figur der Wasserträgerin Rebecca entstand vermutlich nach dem I. Weltkrieg durch einen Unbekannten. 1993/94 wurde die Anlage rekonstruiert.

Sonnabends gibt es um den Brunnen einen kleinen Bauernmarkt für Erzeuger. Rings um den Platz findet man etliche Gaststätten

Redlichhaus,  1945 zerstörtes Gebäude am Rathenauplatz zwischen Amalienstraße und Moritzring. Der um 1895 im Neo-Renaissancestil errichtete Kopfbau war gewissermaßen das Gegenstück zum Kaiserpalast am Pirnaischen Platz.
Reformierte Kirche, Ev.-Reformierte Gemeinde,  die Dresdner Gemeinde wurde 1689 von aus Frankreich geflohen Hugenotten gegründet. Erst 1763 erhielt sie ein eigenes Gebäude aus kurfürstlichem Besitz, etwa dort, wo heute der Rathausturm steht. Als das Neue Rathaus geplant wurde, zog die Gemeinde rund 100 m weiter an den heutigen Dr.-Külz-Ring, wo 1882 der Grundstein für die neue 1894 geweihte Kirche gelegt wurde. Architekt des neogotischen Backsteinbaues war Harald Julius von Bosse.

1945 zerstört, wurde sie 1948/56 teilweise wieder aufgebaut und diente bis 1956 als Gotteshaus und Konzertstätte. Schon 1954 mußte sich die Gemeinde wegen der angekündigten Enteignung (sie erfolgte 1962) ein neues Domizil suchen und fand es in der Ruine der ehemaligen Hofgärtnerei am Brühlschen Garten.

Eine etwa kuriose Nutzung hatte das Kirchgebäude von 1961 bis 1963: es war die erste Spielstätte des Kabaretts Herkuleskeule.

Regierungsviertel,   als Regierungsviertel wird der elbnahe Teil der Inneren Neustadt zwischen Augustus- und Albertbrücke bezeichnet, in dem sich die Staatskanzlei und alle Ministerien befinden. Lageplan
Reick siehe Sondertafel Reick
Reitzendorf siehe Sondertafel Ortschaft Schoenfeld-Weissig
Rennbahn,  die in Dresden-Seidnitz gelegene Rennbahn wurde 1890 angelegt.
Renner,  siehe Kaufhaus Renner
Rennersdorf siehe Sondertafel Ortschaft Mobschatz
Residenz am Zwinger im Bau befindliche noble Wohnanlage gegenüber vom Zwinger, im August 2015 wurde die dritte Etaqge erreich. Das deutsch-tschechische Unternehmen CTR errichtet im Quartier Ostra-Allee, Hertha-Lindner-Straße und der Straße Am Queckbrunnen 190 Wohnungen, davon 86 Eigentums- und 104 Mietwohnungen. Im Erdgeschoss ist u.a. ein Bio-Lebensmittelmarkt vorgesehen. Der gesamte Komplex soll Sommer 2016 fertig sein.
Residenzkaufhaus,  1912 von Emil Franz Hänsel errichtetes und 1945 zerstörtes großes Warenhaus im Nordabschnitt der Prager Straße, etwa am Standort des heutigen Karstadt-Warenhauses.
Residenzschloss, Stadtschloss,  1287 erstmals als Burganlage erwähnt, erfolgten später zahlreiche Umbauten, so 1471-74, 1530-35, 1547-56, 1586-95, 1674-76 und letztmalig 1889-1901.
Seit 1485 ist Dresden ständige Residenz der sächsischer Kurfürsten und Könige, von da an bis 1918 war der Renaissance-Komplex Stadtsitz der Wettiner (Albertinische Linie).

Die gesamte Anlage besteht aus 3 Höfen: dem Großen und dem Kleinen Schlosshof und dem Stallhof. Neben den an den Ecken befindlichen Flankentürmen besitzt das Schloss einen Hauptturm, den 1674-76 auf 100 m erhöhten Hausmannsturm (hervorrangende Sicht auf die Innere Altstadt).

1945 brannte das Stadtschloss aus und wird seit 1985 wieder aufgebaut. Bis auf den Ostflügel sind die Außenarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen.

Ursprünglisches Ziel war, das Schloss in seinen äußeren Konturen bis 2006 wieder herzustellen, einschließlich Riesensaal.

Die von Hans Walter II 1555-58 geschaffene Renaissance-Pforte der alten ev. Schlosskapelle, welche jahrzehntelang bis 2003 neben dem Johanneum stand, wurde restauriert und bis 2009 am früheren Standort wieder eingebaut.

Das vor der Zerstörung im Erdgeschoss des Westflügels befindliche Grüne Gewölbe kehrte 2004 in die Räume des Schlosses zurück, das eigentliche historische Grüne Gewölbe wurde 2006 übergeben. 2007/08 wurde der Kleine Schlosshof als Eingangsfoyer zu den Sammlungen mit einer Glaskuppel von Peter Kulka überdacht.

Über den Durchgang zwischen den beiden Schlosshöfen gelangt man zur 2005/10 rekonstruierten Englischen Treppe sowie zur 2010 eröffneten Türckischen Cammer.

Februar 2013 erfolgt die Neueröffnung des 1733 abgrissenen Riesensaales, in dem künftig die Schätze der Rüstkammer zu sehen sind.

Der Einzug weiterer musealer Einrichtungen ist vorgesehen.

Rhododendronpark,  Kernstück eines in Wachwitz gelegenen Parkes, der ursprünglich Teil eines von den Wettinern 1824 hier erworbenden 38 ha großen Weinberggeländes war. Der zur Blütezeit äußerst sehenswerte Rhododendrongarten ist aus einer nach 1945 angelegten Zuchtgärtnerei hervorgegangen.
Richard-Wagner-Denkmal [Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge],  im Liebethaler Grund befindet sich das in der Welt größte Denkmal Richard Wagners. Die über vier Meter hohe Bronzestatue wurde bereits 1911/12 von Richard Guhr entworfen. Nachdem die Aufstellung des mit Sockel 12,5 Metern hohen Denkmals vor dem Theater in Teplitz-Schönau (heute Teplice, Tschechien) und im Großen Garten in Dresden scheiterte, wurde es 1932/33 im Liebethaler Grund errichtet und zum 50. Todestag Wagners enthüllt. In der benachbarten Lochmühle hielt sich Wagner im Sommer 1846 nachweislich auf und ließ sich vom wildromantischen Tal für die Oper Lohengrin inspirieren.
Riesensaal,  entstand 1548/53 in seiner heutigen Abmessung von 57m x 13m, der Name stammt von den damals auf den Pfeilern zwischen den Fenstern aufgemalten „Riesen“-Figuren. Der Saal war ein wichtiger räumlicher Bestandteil zur Ausübung des höfischen Zeremoniells. Seine jetzt wiederhergestellten Dimensionen folgen dem nach 1627 erhöhten und veränderten Festsaal des Frühbarocks.

Unter August I. der Starke bildete dieser Saal eine äußerst prunkvolle Räumlichkeit für höfische Festlichkeiten und Maskenbälle. Die Existenz des Riesensaales endete 1733 mit dem Tod August des Starken. Sein Sohn, August II., gab ihn als Festsaal zugunsten der Aufteilung in kleinere Räume einschließlich einer Kapelle für die Königin auf.

Im Rahmen des Wiederaufbaus erfolgte die Wiederherstellung in alter Abmessung, aber moderner Gestaltung nach Entwürfen von Peter Kulka. Die monumentale Größe des Saales bietet der Rüstkammer die Möglichkeit, eine Auswahl ihrer wichtigsten Harnische und Waffen des späten 15. bis 17. Jh. repräsentativ zu inszenieren.

Rietscheldenkmal, 1868–1876 von Johannes Schilling geschaffenes Denkmal auf der Brühlschen Terrasse.
Robotron

1. VEB Kombinat Robotron, frühreres Industriekombinat im Bereich des Ministeriums für Elektrotechnik und Elektronik der DDR. Das Wort „Robotron“ ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Wortteilen Roboter und Elektronik.

Der Sitz der Kombinatsleitung des 1969 gegründeten Kombinates war zunächst in Radeberg, seit 1970 in Dresden an der St.Petersburger Str. im sogenannten Robotron-Gelände. Hier befanden sich auch noch der VEB Robotron-Projekt Dresden, der VEB Robotron-Meßelektronik „Otto Schön“ und das Zentrum für Forschung und Technik (ZFT).

In Dresden gehörten weiterhin die zuletzt zum Stammbetrieb VEB Robotron-Elektronik Dresden zusammengefassten Werke auf der Hamburger Straße (Erika-Schreibmaschinen, nach der Wende Technisches Rathaus) und auf der Bodenbacher Straße (Großrechnerproduktion) zum Kombinat.

2. Robotron Datenbank-Software GmbH, einziges in Dresden befindliches Nachfolgeunternehmen von Robotron (1.) im Gewerbegebiet Coschütz/Gittersee.

3. Robotron Bürohaus Bürgerwiese, 1968-74 von einem Architektenkollektiv unter Leitung von Axel Magdeburg errichteter atriumförmiger Bürokomplex u.a.für die Robotron-Kombinatsleitung. Er wird heute von den verschiedensten Firmen, Bildungseinrichtung und auch von der Stadtverwaltung (Eigenbtrieb IT) genutzt und soll wahrscheinlich einer künftigen innerstädtischen Neubebauung mit Wohnhäusern und Läden weichen.

Im Frühjahr und Sommer 2016 wurde der Atrium-Komplex zugunsten künftiger Wohnbebauung abgerissen.

Robotron-Gelände ,  1968-74 von einem Architektenkollektiv unter Leitung von Axel Magdeburg errichtete Bürohausgruppe. Sie besteht aus dem sog. Atrium-Komplex am Georgplatz (), dem sog. L-Bau am Pirnaischen Platz (), einem weiteren atriumartigen Bau zwischen Grunaer Straße (), und Lingnerallee sowie kleineren Flachbauten wie Rechenzentrum
() und Betriebsgaststätte (). Die gesamte Anlage wurde für die Kombinatsleitung sowie die Forschungseinrichtungen des Kombinates Roborton (1) errichtet.

Nach der Wende gab es hochfliegende Pläne zur städtebaulichen Umgestaltung. Die Stadtplanung sah hier einen Abriss aller vorhandenen Bauten des Robotrongeländes und ein ganzes Band von Neubauten in Form kubischer Blöcke vor. Doch die Entwicklung verlief anders als erhofft.

2009 entwarfen ausgewählte Architekten Konzepte, wie das Areal zwischen Stadion und Robotron-Komplex (realistischer) umgestaltet werden könnte.

Mit dem Abriss des Atrium-Komplexes 2016 beginnt die Umgestaltung des südlichen Teils des Robotron-Geländes.

Rochwitz siehe Sondertafel Rochwitz
Rockau siehe Sondertafel Ortschaft Schoenfeld-Weissig
Rosengarten,  schöne Gartenanlage in der Neustadt am Elbufer zwischen Albertbrücke und Löwenstraße, 1935/36 auf dem Gelände eines früheren Sportplatzes angelegt. Der damalige Stadtgartendirektor Balke setzte eine alte Idee August des Starken von einer hochwasserfreien Uferpromenade so um, dass der Rosengarten und die benachbarten Gärten zum Gegenstück der bis an das Ufer bebauten Altstädter Elbseite wurden.

Im Rosengarten befindet sich das gleichnamige italienische Restaurant mit einem allseits beliebten Cafégarten.

Rosinendörfchen,  kleine, am östlichen Ortsrand von Eschdorf gelegene und zu dessen Gemarkung gehörige Siedlung. Sie wurde 1748 erstmals als Vierhäuser und 1753/57 als Rosinendörffel erwähnt.
Rossendorf siehe Sondertafel Rossendorf
Roßthal siehe Sondertafel Roßthal
Rudolf-Harbig-Stadion,  Name der Spielstätte von Dynamo Dresden von 1951–1971 und erneut von 1990–2010.
siehe Dynamo-Stadion.
Rüstkammer,  seit 1831 auch Historisches Museum Dresden genannt, ist Teil der Staatlichen Kunstsammlungen und zählt zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen von Prunkwaffen, Rüstungen und historischen Textilien.

Die Rüstkammer befand sich bis 2012 in der Sempergalerie des Zwingers. Ab 2013 ist die Rüstkammer im Residenzschloss, u.a. im dortigen Riesensaal, zu besichtigen.

Der osmanische Teil Sammlung, die Türckische Cammer, befindet sich als Dauerausstellung seit 2010 ebenfalls im Schloss.

Rundkino 1970-72 von Gerhard Landgraf und Waldtraud Heischkel in Form eines 20 m hohen Zylinders erbaut.
Die Fassade ist horizontal dreigeteilt: Erdgeschoss Glasfront, 1. OG vorgehängte Ornamente aus Stabwerk, 2. OG vertikale weiß emaillierte Metallbänder. Letztere wirken vor dem schieferfarbenen Hintergrund wie Zebrastreifen.

Der große Saal war neben den Filmvorführungen auch für Veranstaltungen wie Jugendweihen geeignet. Nach der Wende wurde das Rundkino zusammen mit dem neu errichteten Kristallpalast Teil des UFA-Kinozentrums und wird seit 1997 auch als Spielstätte des Puppentheaters genutzt.

Seit dem Hochwasser im August 2002 ruhte der Spielbetrieb im Rundkino. Zeitweise gab es seitens der damaligen Betreiber die Idee, ein Varieté oder gar die Staatsoperette hier zu etablieren.

Am 29.03.2007 wurde das Haus als digitales 3D-Großformatkino Cinemagnum neu eröffnet. Nach Sanierung der fünf Kinosäle im Untergeschoss firmiert das Haus seit 06.11.2008 als Neues Rundkino Dresden.

Russisch-Orthodoxe Kirche,  1872-74 von Harald Julius von Bosse und Karl Weißbach errichtet. Sie wurde nahe der früheren Russischen Gesandschaft erbaut und dem heiligen Simeon vom wunderbaren Berge geweiht. Die im Krieg teilzerstörte Kirche wurde bis 1952 instandgesetzt und in den 1990er Jahren restauriert. Der Volksmund nennt sie auch "Zwiebelkirche".

Die Gemeinde gehört zum Moskauer Patriarchat. Gebäude und Grundstück gehören seit der Enteignung der Kirchenstiftung im Jahre 1939 der Deutschen Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland, was erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands wieder rechtskräftig wurde.

Ein daraus resultierender Rechtsstreit wurde 2007 beigelegt, da die Auslandskirche seitdem wieder ein Teil des Moskauer Patriarchats ist.

Russische Gesandtschaft,  1897 von Ludwig Wilhelm Lippold in neobarockem Stil errichtet. Heute wird das Gebäude als Landeskirchenamt der Sächsischen Landeskirche genutzt. Nach Kriegsschäden vereinfacht wieder aufgebaut, erhielt das Gebäude nach der Wende ein modernes Dachgeschoss.