Babisnauer Pappel [Gemeinde Kreischa],  Naturdenkmal, Aussichtspunkt und Ausflugsziel vor den Toren von Dresden, 329 m ü NN. 1808 pflanzte der Babisnauer Gutsbesitzer Johann Gottlieb Becke eine Schwarze Pappel als Markierung der Grenze zwischen Babisnau (heute Ortsteil von Kreischa) und Golberode (heute Ortsteil von Bannewitz). 1884 wird der Baum durch den Gebirgsverein Sächsische Schweiz gekauft, um ihn vorm Fällen zu retten, seit 1885 existiert eine später mehrfach umgebaute Aussichtsplattform.

Die auch aus Dresden weithin sichtbare Schwarzpappel wurde 1937 unter Naturschutz gestellt. Ein Gewittersturm zerstörte 1967 rund ein Drittel der Krone. 1994/96 wurden Pappel und Grundstück durch den Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. erworben.

Badergasse,  siehe Wilsdruffer Straße
Bahnhöfe
Bahnhof Dresden-Mitte,  Haltepunkt an der Könneritzstraße, wichtige S-Bahnstation zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Dresden-Neustadt.

Erbaut als Wettiner Bahnhof mit Kuppelhalle, wurde er bereits am 1.8.1896 provisorisch für den Durchgangs-verkehr eröffnet. Die 1945 zerstörte Kuppelkonstruktion wurde in den Nachkriegsjahren abgetragen, lediglich 2 Steinsäulen erinnern noch an die Glanzzeit dieses drittgrößten Dresdner Bahnhofs. Seit 2001 umfassende Neugestaltung allerdings ohne Hallendach, unter den Bahnbrücken Neugestaltung einer Umsteigehaltestelle zu Bus und Straßenbahn im Zuge der sog. Pilotlinie 2.

Bahnhof Dresden-Neustadt,  zweitwichtigster Bahnhof der Stadt, wurde als letzter der damals 3 Fernbahnhöfe 1898-1901 von Osmar Dürichen und Baurat Peters als Ersatz für den Schlesischen und den Leipziger Bahnhof errichtet. Das Mittelschiff hat eine Spannweite von 35 m, das Empfangsgebäude besitzt wunderschöne Jugendstilmalereien, die kürzlich restauriert wurden.
Ballhaus Watzke,  1898/99 von Benno Hübel und G. Noack errichtetes Vergnügungsetablissement in Mickten, gegenüber dem bereits zu Pieschen gehörigem Elbe-Center.

Das Ballhaus Watzke war im ersten Drittel des 20. Jh. eine von mehr als 150 Vergnügungsstätten, die es in der Hochzeit der Ballhauskultur in Dresden gab. Typisch waren mindestens ein Saal mit Konzertmuschel und die auf gußeisernen Säulen ruhende Galerie. Das Gebäude wurde in der DDR zweckentfremdet genutzt, nach der Wende wurde es umfassend rekonstruiert. 1996 erfolgte die Wiedereröffnung des Hauses mit einer Brauereigaststätte (eigene Bierspezialitäten). Vom Biergarten hat man einen freien Blick über die Elbe zum Ostragehege.

Anfang 2005 öffnete an der Hauptstraße direkt neben dem Goldenen Reiter das Restaurant "Watzke Brauereiausschank"

Barbakane,  ein dem Tor einer mittelalterlichen Burg oder Stadtmauer vorgelagertes Verteidigungswerk.

In Dresden befand sich ein derartiges Bauwerk vor dem mittelalterlichen Frauentor auf dem Gelände des heutigen Neumarktes. Mitte des 16.Jh. wurde die vor diesem Tor liegende Vorstadt um die damalige romanische Frauenkirche in den neuen Befestigungsring und damit in die Stadt einbezogen. Dabei wurden die Barbakane und die mittelalterliche Stadtmauer abgetragen. Deren Reste wurden bei den Grabungen zur Neumarkt-Tiefgarage freigelegt, konnten aber schlecht in diese integriert werden. Nur ein kleiner Teil blieb erhalten und kann dort besichtigt werden.

Barbarossaplatz,  Rundplatz in Striesen mit 5 abgehenden Straßen inmitten der auch für diesen Stadtteil typischen Würfelhäuser ("Kaffeemühlenhäuser"). Der Platz war bis 1945 ein Straßenbahnknotenpunkt!
Bärenschänke,  1945 zerstörter historischer, weit über die Stadtgrenzen bekannter Gaststättenkomplex zwischen Zahns- und Webergasse. Zur Bärenschänke gehörten das "Bräustüb'l", die "Bierschänke", die "Jagdhalle" und weitere Räumlichkeiten sowie eine eigene Fleischerei.

2000-2002 versuchte ein Gastwirt, die Tradition in der neu sanierten Neustädter Markthalle wiederzubeleben, scheiterte aber nach kurzer Zeit.

Barockgarten Großsedlitz [Stadt Heidenau],  barocke Gartenanlage im gleichnamigen Stadtteil, 1719 unter Reichsgraf A. Chr. von Wackerbarth nach Plänen von J. C. Knöffel begonnen, heute Ausflugsziel im Südosten Dresdens. Vom Galeriecafé in der Oberen Orangerie, aber auch vom Restaurant im Friedrichschlößchen hat man einen wunderbaren Blick auf die Gartenanlage.
Bastei [Sächsischen Schweiz],  ein 200 m hoch aufragender Felsrücken, der zu den schönsten natürlichen Aussichtspunkten Europas zählt. Die Bastei ist eines der wichtigsten Ausflugsziele in der Umgebung Dresdens.

Direkt auf dem Felsmassiv liegt 194 m über der Elbe das traditionsreiche "Berghotel & Panoramarestaurant Bastei" ().

Baumwiese [Gemeinde Moritzburg],  Ausflugslokal und Siedlung an der Stadtgrenze zu Boxdorf, heute zur Gemeinde Moritzburg gehörig. Ausgangspunkt (Bus 80) für Wanderungen in die Junge Heide oder in die Lößnitz.
Bautzner Landstraße,  Fortsetzung der Bautzner Straße (B6) durch die Stadtteile Weißer Hirsch und Bühlau, bekannte Gebäude aus früheren Glanzzeiten waren Lahmanns Sanatorium (nach Nutzung als sowjetischen Lazarett und Verfall seit 1990 in absolut desolatem Zustand), "Parkhotel" (relativ gut erhalten, diverse Teilnutzungen) und "Zum Schwarzen Adler" (ebenfalls völliger Verfall seit 1990).
Im Gegensatz dazu ist der größere Teil der Wohnbebauung (meist Stadtvillen) seit der Wende liebvoll saniert wurden. Sehenswert ist auch das neue Stadtteilzentrum am Weißen Hirsch aus einer Mischung sanierter Gebäudeteile mit modernen, gläsernen Anbauten.
Bautzner Straße,  Ausfallstraße (B6) vom Albertplatz Richtung Bühlau, ab Weißer Hirsch Bautzner Landstraße benannt. Im unteren Bereich belebte Geschäftstraße am Südrand der Äußeren Neustadt, trennt nach der aktuellen Stadtteilgliederung Innere und Äußere Neustadt, historisch gesehen liegt die Bebauung allerdings beidseitig außerhalb der historischen Stadtmauer.

Sehenswert sind hier die sog. Grützner-Villa, Pfunds Molkerei und die Kirche des Diakonissenkrankenhauses.

Im Bereich der Radeberger Vorstadt landauswärts links schöne Stadtvillen, rechts teilweise großzügige Palais und Vorwerke. In diesem Bereich befindet sich auch das Theater Kleine Szene und das Marcolinis Vorwerk (1856) mit einem vornehmen Restaurant. Auf halber Strecke im Bereich Radeberger Vorstadt steht erhöht die frühere Waldschlößchenbrauerei, heute eine Restaurantbrauerei mit Terrasse und herrlichem Blick übers Elbtal zur Altstadt. Landauswärts recht schließt sich das Gelände der früheren DDR-Staatssicherheit an (Synonym "Bautzer Straße"), heute u.a. durch eine Diskothek genutzt.
An der Bautzner Straße befindet sich auch die Zufahrt zu den Albrechtsschlössern.

Begerburg 1852-54 ließ der Dölzschener Gutsherr Beger hoch über dem Plauenschem Grund ein Gebäude im neoromanischen Stil erbauen, das heute ein bekanntes Wahrzeichen des Grundes ist. Heute beherbergt es eine Pension.
Bellevue,  siehe Hotel "Bellevue"
Belvedere,  1842 von Otto von Wolframsdorf errichtetes und im zweiten Weltkrieg zerstörtes Gebäude an der nordöstlichen Ecke der Brühlschen Terrasse. Diesem sogenannten vierten Belvedere, einem "vornehmen Restaurationslokal" mit Konzert- und Festsälen, waren drei Vorgängerbauten von Giovanni Maria Nosseni (1590 ff.), Johann Christoph Knöffel (1749-51) und Schuricht (1814) vorausgegangen. Nach jetzigen Vorstellungen soll in den nächsten Jahren ein modernes, nunmehr fünftes Belvedere errichtet werden.
Bergbahnen
siehe Standseilbahn und Schwebebahn
Beyer-Bau 1913 von Martin Dülfer als seinerzeit repräsentativer Neubau für die Bauingenieur-Abteilung der damaligen TH errichtet. Die Klinkerfassade besticht u.a. durch ornamentartig herausragende Ziegel, Dachform und Erker sind dem nordeutschen Landhausbau entlehnt. Der markante Turm mit dem Observatorium ist zum Wahrzeichen der heutigen TU geworden.
Bienert-Weg,  Spazierweg entlang der Weißeritz am Beginn des Plauenschen Grundes. Der nach Gottlieb Traugott Bienert benannte Weg beginnt an der Hofmühle in Plauen und endet nach Querung des Flusses über die Hegereiterbrücke am Felsenkeller. Der Weg verläuft auf der ehemaligen Dresdner Straße, auf der ursprünglich auch die Straßenbahn nach Potschappel fuhr. Straße und Bahn wurden 1921 auf die andere Seite der Weißeritz verlegt. Seither verfiel die Trasse und wurde erst 2007 nach umfassender Sanierung als Wanderweg wieder zugängig gemacht.
Bienertmühle,  umgangssprachliche Bezeichnung für die Hofmühle in Plauen
Bienertpark,  Mehrere Parkanlagen in Dölzschen und Plauen gehen auf die Familie Bienert zurück und tragen teils offziell bzw. inoffiziell deren Namen. Die in der Bevölkerung verwendeten Bezeichnungen großer und kleiner Bienertpark sind allerdings weder offiziell noch den Anlagen fest zugeordnet.

1. Bienertpark in Dölzschen, öffenliche Parkanlage

2. Park an der Bienertvilla hinter der gleichnamigen Mühle, nur teilweise öffentlich zugängig, Sanierung im Zuge des Weißeritzwanderweges bis zur Hegereiterbrücke

3. eine kleine Parkanlage an der Ecke Würzburger/Bernhardstr.

4. "Anlage am Hohen Stein", naturparkartiges Gelände zwischen Schulsternwarte und Aussichtsturm

Biergärten,  siehe Einkehren >> Biergärten
Bilz-Sanatorium [Stadt Radebeul, Eduard-Bilz-Str. 53], 
von Eduard Bilz, der sich als Autor von Büchern und Zeitschriften zur Gesundheitserlangung und -pflege einen Namen gemacht hatte, gegründet. Zuerst kaufte er 1890 das Strubellsche Anwesen, einen Weinberg mit Villa. Dieses Grundstück bildete das Zentrum der Heilanstalt, die 1898 mit dem Ankauf des in der Nähe liegenden Grundstücks, dem "Jägerberg", eine erste Erweiterung erfuhr.

Das eigentliche Sanatorium zeigt sich als dreigeschossiger Bau mit Turm. Die in jeder Etage vorhandenen Loggien dienten dem Sonnenbad der Kurgäste. Als Architekten des 1894/95 errichteten Gebäudes sind die Brüder Ziller anzunehmen. Bald nach der Eröffnung der Heilanstalt mußte E. Bilz verschiedene Um- und Neubauten vornehmen, da die Räumlichkeiten dem Andrang nicht gerecht wurden. Weiterhin entstanden sogenannte "Luft-, Bad-, Sonnen- und Eishütten", Schwimmbecken, eine Kegelbahn und eine Kneippanlage.

Nach langen Jahren des Verfalls werden bis Ende 2007 in dem denkmalgeschützem Gebäude Luxuswohnungen errichtet.

Bischofsweg,  belebter Straßenzug am Nordrand der Äußeren Neustadt, im Mittelalter Teil des Verbindungsweges Meißen - Stolpen der Bischöfe von Meißen unter Umgehung Dresdens. Im nordöstlichen Bereich liegt die große Parkanlage des Alaunplatzes, gegenüber geschlossene und weitgehend sanierte Gründerzeitbebauung.
Bismarcksäule 1904 von Wilhelm Kreis errichtete Gedenksäule in Räcknitz, in der DDR in Friedensturm umbenannt. Früher begehbar, war sie jahrelang nicht mehr benutzbar.

Am 10.09.2004 wurde der Startschuss für die Sanierung der Bismarcksäule als dritter Aussichtsturm auf der Dresdner Südhöhe gegeben. Die Sanierung erfolgte als Gemeinschaftswerk von Stadt, Gewerbetreibenden, Studenten und Bürgern Dresdens (u.a. vom Verein Bismarckturm e.V. ) und konnte im Sommer 2008 abgeschlossen werden. Die Übergabe erfolgte am 30.08.2008 im Rahmen eines kleinen Turmfestes.

Panoramablick Richtung Norden zum Stadtzentrum

Durch Mausbewegung im Bild können Sie den Ausschnitt in die betreffende Himmelsrichtung verschieben! Ausgangsposition

Die Bismarcksäule ist nicht mit dem heutigen Fichteturm in Plauen zu verwechseln, der bis 1954 den Namen Bismarckturm trug.

Neben diesen beiden Objekten existieren zwei weitere kleine Bismarcktürme auf der Herrenkuppe in Cossebaude und im Radebeuler Stadtteil Oberlößnitz.

Blaschkahaus,  Wohnhaus der Glaskünstler Leopold und Rudolf Blaschka in Hosterwitz, im Familienbesitz bis 1947. Bis vor wenigen Jahren in einem vollkommen desolaten Zustand, wurde es durch die neuen Eigentümer umfassend denkmalgerecht saniert.
Dem wiederentdeckten Kulturerbe der Blaschkas widmet sich ein Förderverein ().
Blasewitz siehe Sondertafel Blasewitz
Blaues Wunder,  eigentlich Loschwitzer Brücke, verbindet den Schillerplatz in Blasewitz (linkselbig) mit dem Körnerplatz in Loschwitz. Erbaut wurde die Stahlfachwerkkonstruktion 1891-93 von Claus Köpcke und Hans Manfred Krüger als eine der ersten strompfeilerfreien Brücken. Ihre Gesamtlänge beträgt 260 m, die Spannweite zwischen den beiden Uferpfeilern 141,5 m. Der anfänglich grüne Anstrich verfärbte sich nach kurzer Zeit blau, worauf der volkstümliche Name "Blaues Wunder" zurückzuführen ist. 1935 wurden die Fahrbahn verbreitert und seitliche Fußwege angefügt. Die Sprengung der Brücke 1945 durch deutsche Truppen konnte durch mutige Dresdner verhindert werden. Von 1893 bis 1986 verkehrte die Straßenbahn nach Pillnitz, lange Zeit die Linie 18, zuletzt Linie 4 über die Brücke, die aber für Bahnen gesperrt und für Schwerverkehr eingeschränkt werden musste.

Blockhaus,  das auch Neustädter Wache genannte barocke Bauwerk am Neustädter Markt wurde 1732-39 nach Plänen von Zacharias Longuelune erbaut. Der kubische Bau liegt an der Westseite des Brückenkopfes der Augustusbrücke, an der Ostseite (wo später das sog. Narrenhäuschen stand) war ursprünglich ein nie verwirklichtes Pendant in Pyramydenform vorgesehen. Um 1900 ersetzte man das barocke Dach durch ein weiteres Geschoss und einen markanten Giebel. Bis zum Ende des 1. Weltkrieges diente das Gebäude als Wache und Kriegsministerium.

Das 1945 zerstörte Blockhaus wurde 1978-82 nach Plänen von Manfred Arlt mit der barocken Dachform wiederaufgebaut und diente bis zur Wende als "Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft", im Obergeschoss befand sich ein beliebtes Restaurant. Der beim Umbau nicht mehr benötigte Giebel ziert heute die Rückseite der Neustädter Markthalle. Das heute dem Freistaat gehörende Bauwerk hat derzeit keine ihm gebührende Nutzung, Ausbaupläne zur Spielbank wurden nicht verwirklicht.

Blüherpark,  Parkanlage zwischen Bürgerwiese und Großem Garten und Teil dieses geschlossenen Grünzuges.

1764 kauft Prinz Johann Georg ein Grundstück vor den Toren Dresdens und lässt einen barockem Garten sowie eine Sekundogenitur (Palais des Prinzen Johann Georg, auch Palais des Chevalier de Saxe) anlegen. 1927-30 baut Wilhelm Kreis das Hygiene-Museum auf dem städtebaulich sensiblen Gelände.

Seit 1930 Volkspark, erhält er 1931 seinen jetzigen Namen. 1950 beginnt die Wiederherstellung des Parks, 1953 entsteht auf der Fläche des ehemaligen Palaisgartens ein Heilpflanzengarten.

Bogenschütze die 1902 von Ernst Moritz Geyger geschaffene Bronzeplastik befindet sich seit 1936 im Staudengarten am Neustädter Elbufer Nähe Albertbücke.
Bombenangriffe,  siehe Sondertafel 13.Februar 1945
Bonhoefferplatz bemerkenswerter Schmuckplatz in Löbtau mit schönen Spielmöglichkeiten und Grünanlagen, hieß von 1891-1956 nach einem Minister Nostitz-Wallwitz-Platz, ab 1956 Clara-Zetkin-Platz. Während die anschließende Clara-Zetkin-Straße ihren Namen behielt, wurde der Platz 1993 in Bonhoefferplatz umbenannt. Auf dem Platz befindet sich eine Büste von Clara Zetkin.
Borsberg siehe Sondertafel Ortschaft Schoenfeld-Weissig
Borsbergstraße,  traditionsreiche Geschäftsstraße in Striesen mit regionaler Bedeutung für Dresden, wurde jüngst mit einem Kaufland-Einkaufszentrum ergänzt und bezüglich der Fußwegbereiche städtebaulich aufgewertet.

Der mittlere Teil entstand 1957/58 nach Plänen von u.a. Wolfgang Hänsch und ist eine der wenigen positiven städte-baulichen Leistungen jener Zeit.
Trotz der erstmaligen Anwendung von sog. Großblöcken ist eine ansprechende Gestaltung gelungen, die nach der erfolgten Sanierung wieder voll zur Geltung gelangt. Dazu tragen u.a. das am SO-Ende stehende Appartementhaus, zwei abgewinkelte Ecklösungen mit platzartigen Erweiterungen sowie farbig abgesetzte Putzmuster bei.

Botanischer Garten,  im nordwestlichen Teil des Großen Garten gelegen, gehört seit 1949 zur Technischen Universität Dresden. Sehenswerte Gewächshäuser u.a. mit Kakteen (besonders zur Blütezeit der "Königin der Nacht") und Außenanlagen. Im Westen grenzt die neue Gläserne Manufaktur von VW an das Gelände.

Die Gründung des Botanischen Gartens geht auf das Jahr 1820 zurück. Ursprünglich zwischen Pirnaischem Platz und Elbufer angesiedelt, wurde der Botanische Garten 1893 an seinen heutigen Standort verlegt. Im Februar 1945 verursachten Bombenangriffe schwere Zerstörungen, die u.a. zum Abriss der historischen Gewächshäuser führten.

Boxdorf [Kreis Meißen],  Ortsteil der Gemeinde Moritzburg am nordwestlichen Stadtrand von Dresden. Boxdorf wurde erstmals 1242 als Bokoisdorph erwähnt. Der Ort ist ein Straßenangerdorf und wurde 1994 zunächst nach Reichenberg, mit diesem Ort 1999 nach Moritzburg eingemeindet. In Boxdorf liegt die bekannte Ausflugsgaststätte Baumwiese.

Die durch Boxdorf führenden Dresdner Stadtbuslinien verbinden den Ort in beide Richtungen mit Stadtteilen der Landeshauptstadt, südlich mit Trachau und Pieschen, nordöstlich mit Rähnitz, Wilschdorf und Klotzsche.

Böhmische Straße,  enge Gasse inmitten der heute quirligen Äußeren Neustadt zwischen Alaunstraße und Martin-Luther-Platz, östlich der Rothenburger Straße befinden sich einige Szenelokale, u.a. die Kultkneipe "Raskolnikow".
Böhmischer Bahnhof,  siehe Hauptbahnhof
Borsberg,  Höhenzug oberhalb der Pillnitzer Weinberge und Ortsteil der Ortschaft Schönfeld-Weißig, traditionelles Ausflugslokal.
Brabschütz siehe Sondertafel Ortschaft Mobschatz
Bramschtunnel,  Straßentunnel in Löbtau-Nord im Zuge der sog. Gorbitzer Nordtangente, die den Anschluss der Innenstadt an die Autobahn A17 in Gompitz herstellt. Der Tunnel verbindet die Coventry- mit der Fröbelstraße, wo der Verkehrszug die sog. Westtangente kreuzt. Durch die Tunnellösung konnte im Gegensatz zu DDR-Planungen ein darüber liegendes Gründerzeitviertel erhalten und inzwischen größtenteils saniert werden. Der rund 660 lange Tunnel mit seinen beiden 2-bahnigen Röhren pro Fahrtrichtung wurde nach rund 3-jähriger Bauzeit am 30.11.2002 vorfristig zum Verkehr freigegeben.
Brauhaus am Waldschlösschen,  traditionelles Restaurant mit Erlebnisbrauerei und großem Biergarten am Rande der Radeberger Vorstadt. Namensgeber ist das nahe gelegene kleine Jagdhaus Waldschlösschen (1), welches neben der Brauerei auch dem ganzen Areal seinen Namen gab.

Die 1836 von Dresdner Bürgern gegründete "Societätsbrauerei zum Waldschlösschen" war die erste deutsche Aktienbrauerei. 1866 erfolgte die Eröffnung des Brauereiausschankes am Postplatz als "Stadtwaldschlösschen".

1941/45 zur Hälfte zerstört, nahm die verstaatlichte Brauerei bereits 1945 ihren Betrieb wieder auf und firmierte ab 1948 als VEB Waldschlösschen-Brauerei, zuletzt als Werk Nord des volkseigenen Getränkekombinates. Sie wurde 1981 geschlossen.

1994/97 erfolgte der Wiederauf- und Umbau des gesamten Waldschlösschenareals. Das kriegszerstörte markante Hauptgebäude beherbergt seitdem eine beliebte Gaststätte mit einem ebenso beliebten Biergarten. Das "Brauhaus am Waldschlösschen" wurde nach Betreiberwechsel und erneuter Renovierung am 25.02.2005 wieder eröffnet.

Vom Biergarten hat man eine hervorragende Sicht auf die Elbe und die rund 3 km entfernte Innere Altstadt, im Garten selbst steht ein 5 m hoher 7-etagiger beleuchteter Bronzebrunnen mit exotischen Vögeln.

Bremer Straße,  Straßenzug durch das Gewerbegebiet der westlichen Friedrichstadt, heute vor allem Autohäuser und Baufirmen, nachts ist sie sog. Anbahnungsstraße für das "horizontale Gewerbe".
Briesnitz siehe Sondertafel Briesnitz
Briesnitzer Kirche eine der ältesten Kirchen im Elbtal, entstand nahe dem 1071 erstmals genannten Burgwart und wurde 1273 selbst erstmalig als spätgotischer Bruchsteinbau mit trutzigem Turm erwähnt.
Umbauten erfolgten 1474, 1602 (Renaissance) und 1881/82 (durch Gotthilf Ludwig Möckel, u.a. neuer heute Briesnitz prägender neogotisch. Turm mit Spitzhelm u. 4 Ecktürmen).

Trotzdem besitzt die Kirche auch heute noch etliche Zeugnisse früherer Zeiten, so Reste an gotischer Wandmalerei und Buntglasfenster aus dem 15.Jh.

British Hotel, Landhausstraße 6,  entstand 1715 bis 1717 vermutlich nach Plänen von George Bähr und George Haase. Das 1945 zerstörte Gebäude gilt als einer der Leitbauten am Neumarkt.

Zusammen mit dem ebenfalls im Krieg vernichteten Palais de Saxe an der Moritzstraße, dessen Aufbau wegen der direkt angrenzenden Nachkriegsbebauung vorerst nicht möglich ist, bildete es das Beichlingsche Palais. Das Grundstück beider Gebäude schließt sich direkt an das heutige Hotel de Saxe an.

Wiederaufbau British Hotel
Die Schweizer Aktiengesellschaft Hapimag plant den Wiederaufbau des British Hotels als gehobene Ferienwohnanlage. Dabei sollen auch die noch vorhandenen Keller an der Landhausstraße einbezogen werden, allerdings ohne Schließen der teilweise zerstörten und nun offenen historischen Gewölbedecken. Die Fassaden der Seiten- und des rückwärtigen Flügels werden in eher moderner Formensprache errichtet, für die Straßenfront stehen genügend geborgene Details des Originalgebäudess für eine Rekonstruktion zur Verfügung.

Brücke Niederwartha,  verbindet Radebeul-Naundorf und Dresden-Niederwartha und führt die Staatsstraße S84 von Meißen über die Elbe an die Anschlussstelle Dresden-Altstadt der A4. Sie hat eine Länge 367 m, eine Stützweite von ca. 190 m und wird durch einen hohen Pylon gehalten. Auf dem 12,5 m breiten Bauwerk ist Platz für 2 Fahrbahnen, Rad- und Fußweg. Die Fertigstellung ist für III/2008 geplant.
Brücken,  Brückenbauwerke siehe

  • Elbbrücken einschl. Autobahnbrücke A4
  • Autobahnbrücken im Zuge der neuen A17
  • Hochstraßen Budapester Straße und Löbtauer Brücke
  • Bahnüberquerungen Nossener Brücke und Waltherstraßenbrücke
  • diverse kleinere Brücken über die Weißeritz und den Lockwitzbach
  • Brückenmännchen,  die Sandsteinreliefplastik am Altstädter Landpfeiler der Augustusbrücke soll den Erbauer der ersten steinernen Elbbrücke, den italienischen Brückenbaumeister Matthäus Facius, darstellen.

    Die erste Plastik wurde bei der Sprengung 1813 zerstört und 1820 durch eine von Christian Gottlieb Kühn geschaffene Nachbildung ersetzt. Diese wurde 1907/10 an den Neubau der Brücke übernommen und 1967 restauriert.

    Die Figur ist Namensgeber einer Veranstaltungsreihe des Dresdner Kulturpalastes: das "Brückenmännchen lädt ein".

    Brühl-Marcolini-Palais,  siehe Krankenhaus Friedrichstadt
    Brühlsche Terrasse,  Balkon Dresdens, Teil der ehemaligen Festungsmauer zur Elbe hin, die ursprünglich bis an den Mauerfuß reichte. Errichtet 1546-51 als Festungsanlage, die wegen der sich verändernden Militärtechnik bald überflüssig wurde, erhielt Graf Heinrich von Brühl das Gelände von Kurfürst Friedrich August II. geschenkt. Jener baute ein erstes Belvedere, ein Palais, eine Bibliothek und eine Gemäldegalerie, allesamt bereits vor 1945 durch andere Gebäude ersetzt.

    Der 1945 zum Zeitpunkt der Zerstörung bestehende Zustand wurde detailgetreu wiedererrichtet. Von West nach Ost sind dies folgende Gebäude: Ständehaus, Sekundogenitur (heute Teil eines Hotelkomplexes), Kunstakademie, Albertinum mit der Galerie Neue Meister (zurzeit geschlossen) sowie der alten Hofgärtnerei. Lediglich der Platz des nicht wieder errichteten inzwischen vierten Belvedere ist frei und wird nach jetzigen Vorstellungen in moderner Form in den nächsten Jahren neu bebaut.

    Auf der Brühlschen Terrasse befinden sich u.a. das Semperdenkmal und das Rietscheldenkmal, beide von Johannes Schilling, sowie an der nordöstlichen Außenecke das Moritzmonument, Dresdens ältestes Denkmal.

    Sieben-Bastionen-Plastik
    in Höhe Münzgasse weisen eine Erdkugel sowie Bodenmarkierungen und Sprüche auf den Erlass Augusts des Starken von 1721 hin, die sieben Bastionen der Residenzstadt Dresden nach Sonne, Mond und fünf Planeten zu benennen:

    Sol (Sonne)Ich wirke, ohne zu reden
    Luna (Mond)Was kümmert's, wenn mich Hunde anbellen
    SaturnDie Ernte des Weisen dauert das ganze Jahr
    MerkurEin schlechter Handel, wo niemand gewinnt
    JupiterDie Götter geben ihre Güter keinem Faulen
    MarsKrieg verzehrt, was Friede beschert
    VenusLiebe herrscht ohne Gesetz

    Der "Dresdner Verein Brühlsche Terrasse e.V." () widmet sich der Erforschung und Pflege der Festungsanlagen, insbesondere der Brühlschen Terrasse, und macht diese der Öffentlichkeit zugängig.

    Brühlscher Garten,  Parkanlage im östlichen Teil der Brühlschen Terrasse gelegen, aus der ehemalige Hofgärtnerei (das gleichnamige Gebäude gehört heute der Reformierten Kirche und beherbergt ein Altersheim) hervorgegangen, Delphinbrunnen (Teile von 1749 von Pierre Coudray) und einige Skulpturen stammen noch aus der Gartenzeit.
    Brunnen,  siehe Sondertafel Brunnen
    Budapester Straße,  die 1969 nach ihrer Fertigstellung so benannte Straße entstand als neuer 4-spuriger Verkehrszug vom Dippoldiswalder Platz zur Nossener Brücke. Sie ist im mittleren Teil über die Bahnanlagen vor dem Hauptbahnhof die einzige Hochstraße in Dresden.

    Die Budapester Straße verläuft innerhalb vom 26er-Ring etwa auf der früheren Kleinen Plauenschen Gasse, außerhalb übernahm sie den nördlichen Teil der Chemnitzer Straße.

    Bunte Republik Neustadt,  eines der jährlich stattfindenden großen Volksfeste. Die BRN hat aufgrund ihrer Wurzeln ein vorrangig alternatives Flair, wird aber zunehmend auch von den sog. Stinos (ugs. für "stinknormale" Bürger) angenommen. Leider gibt es in den Nachtstunden regelmäßig Ausschreitungen durch meist ortsfremde sog. Krawalltouristen. 2002 fand sich deshalb erstmalig kein zentraler Veranstalter, die BRN besteht seitdem wie in der Entstehungszeit nach der Wende aus einer Vielzahl von Einzelveranstaltungen.

    Schwerpunkte bilden das Straßenkreuz von Alaun- und Louisenstraße, der Alaun- und der Martin-Luther-Platz sowie die Böhmische Straße.

    2005 blieb das Fest während des offiziellen Programms "sonnig, ruhig und entspannt", rund 130.000 kamen zum Fest.
    In der Nacht zum Sonntag kam es trotzdem zu Randalen,
    "doch die meisten Besucher blieben davon völlig ungerührt.
    Dem Mob fehlte stundenlang schlicht das Publikum". Auch in den Folgejahren blieb es "relativ" ruhig.

    Burg Stolpen [Stadt Stolpen],  im 12.Jh. als Grenzfestung entstanden, erhebt sich das heutige Ausflugsziel weit sichtbar zwischen Elbsandsteingebirge und Lausitz auf einer 35m hohen Basaltkuppe. Über 300 Jahre war sie im Besitz der Meißner Bischöfe, später kurfürstlicher Besitz. Die Bauten sind aus einheimischen Basalt, später wurde auch Sandstein als Baumaterial verwendet. In kurfürstlicher Zeit diente die Burg vorwiegend als Gefängnis. Gräfin von Cosel, bedeutendste Mätresse Kurfürst August des Starken, wurde von 1716 bis 1765 auf Burg Stolpen festgehalten. 1813 wurden verschiedene Bauten durch napoleonische Truppen gesprengt.

    Heute ist die Burg historisches Museum mit vielfältigen Besichtigungsmöglichkeiten wie Burghöfe, Waffensammlung, Marstall, Folterkammer, Kornbauten, Coselturm, Siebenspitzenturm, Burgverliese und der 82 m tiefe, in Basalt getriebene Brunnen.

    Sehenswert ist auch die am Fuße der Burg liegende gleichnamige Kleinstadt mit ihren engen Gassen.

    Burgstädtel siehe Sondertafel Omsewitz
    Buslinien, Stadtbus

    zum vollständigen Stadtbus-Netzplan

    Busmannkapelle

    1400 von Lorenz Busmann gestiftete Kapelle an der Südseite der 1945 zerstörten Sophienkirche, in der er auch selbst beigesetzt wurde.

    Die Kapelle mit früher sechsteiligem Sterngewölbe soll in moderner Form wiedererstehen und als Gedenkstätte an die zerstörte Kirche erinnern. Die tragenden Säulen wurden 2009 bereits aufgestellt.

    Bühlau siehe Sondertafel Bühlau
    Bürgerwiese,  Parkanlage, die vom Georgplatz ausgehend die historische Altstadt mit dem Großen Garten verbindet, Teile der Anlage wurden bereits 1469 angelegt. Zwischen 1843 und 1850 schuf der Hofgärtner Carl Adolf Terscheck auf dem Innere Bürgerwiese genannten Gelände eine künstlerische Parkanlage mit reichem Skulpturenschmuck. 1858/63 wurde das Gelände von Peter Joseph Lenné umgestaltet und dabei nach Osten erweitert.

    Im Park befinden sich u.a. das Mozartdenkmal (1907 von Hermann Hosaeus), der Nymphenbrunnen (1908 von Bruno Fischer) und die Plastik "Zwei Mütter" (1899/1902 von Heinrich Epler), ein Teil der Anlage wird aufgrund der räumlich trennenden und sehr verkehrsreichen Lennéstraße landläufig bereits dem Großen Garten zugerechnet, an der dortigen Haltestelle befindet sich eine Gedenktafel.