Lahmanns Sanatorium,  ehemaliges und seinerzeit weltbekanntes Kurbad im Stadtteil Weißer Hirsch "für das gesamte Luft-, Licht- und Wasserheilverfahren".

1888 eröffnete Lahmann sein "Physiatrisches Sanatorium" in zunächst bescheidenem Rahmen, kaufte aber bald weitere Villen hinzu und baute an, bis der gesamte Komplex seine endgültige Größe erreichte. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Anstalt als "Dr. Lahmanns Sanatorium Weißer Hirsch Aktiengesellschaft in Dresden" betrieben und ab 1939 als Lazarett genutzt. Nach Kriegsende kurz "Stadtkrankenhaus Weißer Hirsch", diente es von 1946 bis 1992 der Roten Armee als Militärkrankenhaus, anschließend restlicher Verfall.

Die Nutzung als Altersheim bzw. Anlage für altersgerechtes Wohnen waren angedacht, scheiterten jedoch an der Finanzierung und den militärischen Altlasten des Geländes.

Nach 15-jähriger Leidensgeschichte scheint das Lahmann-Sanatorium gerettet. Die Baywobau Dresden GmbH hat das gesamte Areal gekauft. Zunächst sollen das ehemalige Verwaltungsgebäude und der Wandelgang saniert werden, später Heinrichhof sowie Damen- und Herrenbad. In den historischen Gebäuden werden größtenteils Wohnungen - vorrangigig für ältere Menschen - entstehen. Außerdem werden einige Einfamilienhäuser "im Kurhausstil" neu errichtet.

Landesbühnen Sachsen [Stadt Radebeul],  hervorgegangen aus der Künstlerspielgemeinschaft Dresden-West, die August 1945 im Gasthof Gittersee ihr erstes Opernkonzert veranstaltete. Noch im gleichen Jahr wurde das Ensemble in "Volksoper Dresden" umbenannt. 1949 übernahm es -nach einigen nachkriegsbedingten Wirren- der Landesverband der Volksbühne als "Landesoper Sachsen".

1950 erfolgte der Umzug nach Radebeul in den umgebauten Gasthof "Zur Weintraube". Durch den Zusammenschluss von Landesoper und Landesschauspiel bekam das Haus den noch heute gültigen Namen. Ab 1952 gehörte für einige Jahre auch das Staatliche Puppentheater dazu.
In den 1950er Jahre entwickelten sich die Landesbühnen zum größten Reisetheater der DDR, bis zu 86 sog. Abstecherbühnen wurden bespielt.

Heute sind die Landesbühnen das zweitgrößte Reisetheater Deutschlands und gastieren immer noch in rund einem Dutzend anderen Orten. Sie veranstalten Konzerte im Dresdner Zwinger und spielen seit 1950 auf der Felsenbühne Rathen.

Das Stammhaus in Radebeul wurde in den letzten Jahren umfassend modernisiert.

Ab August 2012 werden die Landesbühnen als 100-prozentige Tochter des Freistaates in der Rechtsform einer GmbH betrieben, das bisherige hauseigene Orchester wird mit der Riesaer Elblandphilharmonie eine weitere GmbH bilden.

Landesgymnasium für Musik,  siehe Villa Rothermund
Landeskirche Sachsens,
siehe Sachsen-Lexikon, Landeskirche Sachsens
Landeskirchenamt,  siehe Russische Gesandtschaft
Landesschule,  der 1925-27 in Klotzsche durch Heinrich Tessenow und Oskar Kramer im Stile des Neoklassizismus erbaute Gebäudekomplex beherbergte von 1926-34 die Sächsische Landesschule, die ihre Schüler im Sinne des humanistischen bürgerlichen Bildungsideals erzog. In der Nazizeit als "Nationalpolitische Erziehungsanstalt" missbraucht, dienten die Gebäude nach Kriegsende der Sowjetarmee. Nach deren Abzug wurde die weitgehend verfallene ehemalige Landesschule rekonstruiert und 2001 als Akademie für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz eröffnet.
Landgericht,  das heutige Landgericht befindet sich im Gebäude des ehemaligen Amtsgerichtes an der Sachsenallee, in der DDR arbeiteten hier das Bezirks- und das Kreisgericht Dresden. Der ursprünglich als Vierflügelanlage 1888-92 von Arwed Roßbach errichtete Komplex wurde nach Kriegszerstörungen ohne den hinteren Flügel wieder aufgebaut.

Das frühere Land- und Amtsgericht am Münchner Platz wurde 1902-07 von Oskar Kramer errichtet und 1958/64 zu Lehr- und Forschungsgebäuden der TU als Georg-Schumann-Bau umgebaut. Im Hof befindet sich die Gedenkstätte Münchner Platz für die Opfer der Diktaturen.

Landhaus,  1770-76 von Friedrich August Krubsacius im Barockstil als Tagungsort der sächsischen Landstände errichtet. Die heutige Schauseite zur Wilsdruffer Straße zeigte ursprünglich zum Garten, der Haupteingang lag an der Nordseite zur heutigen Landhausstraße. Dies änderte sich erst mit dem Durchbruch der König-Johann-Straße ab 1885. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg erfolgte 1963-65 der Wiederaufbau zum Stadtmuseum. Das Museum wurde 2004/06 vollständig saniert, der Haupteingang hierbei wieder auf die Nordseite verlegt.

Das frühere Außenportal der (südlichen) Gartenseite mit dem Delphinbrunnen von Johann Christian Feige aus dem Jahr 1781 schmückt seit 1957 den Barockgarten Großsedlitz.

Am Ostgiebel des Landhauses entstand Anfang 2005 eine Fluchttreppe nach einem Entwurf von Rolf Klinkerbusch.
Im Abstand von 6 m wurde eine offene Stahlkonstruktion aufgestellt, die vom 1. bis zum 3. Obergeschoss über Brücken an die Gebäudefassade angeschlossen ist. ()

wurde im Landhaus die Städtische Galerie, im Herbst 2006 die neugestaltete stadtgeschichtliche Sammlung des Stadtmuseums eröffnet.

Landtag1. das neue Gebäude des Sächsischen Landtages wurde 1991-94 von Peter Kulka entworfen. Er besteht aus dem Neubau des Plenarsaales und dem rekonstruierten Altbau des früheren Landesfinanzamtes. Dieses Gebäudeteil wurde 1928-31 von Barthold und Tiede im Stile der Neuen Sachlichkeit erbauten und beherbergte 1953-89 die SED-Bezirksleitung, kurz nach der Wende Teile des MDR. Auf dem Dach des Neubaus befindet sich ein der Öffentlichkeit zugängiges Restaurant.

2. als Institution das Parlament des Freistaates Sachsen,
siehe Sächsischer Landtag im Sachsen-Lexikon

Landtagsgebäude, historische,  siehe
Landhaus (1776-1907 Sitz der Landstände bzw. des Landtages)
Ständehaus (Sitz des Landtages 1907-1933)
Soldatenheim [heute Goethe-Institut] (1946-52)
Dreikönigskirche (1991-93)
Landtag (heutiger Sitz des Sächsischen Landtages)
Langebrück siehe Sondertafel Ortschaft Langebrueck
Langer Gang,  Bezeichnung für den Verbindungsbau zwischen Georgenbau und Johanneum im Renaissancestil, an dessen Norseite befindet sich der berühmte Fürstenzug. Der Lange Gang wurde 1586-88 nach Plänen von G.M. Nosseni errichtet, zum Hof besitzt er 22 offene Rundbogenarkaden mit Tierköpfen und Wappen darüber. Besonders reizvoll ist der Stallhof zur Weihnachtszeit, wenn hier ein kleiner historischer Markt aufgebaut wird.
Lapidarium, von lat. lapis = Stein,  Bezeichnung für eine Sammlung von Steinwerken, etwa Skulpturen, Meilensteine, Grabsteine usw.
Das Dresdner Lapidarium befindet sich in der Ruine der 1945 zerstörten Zionskirche in der Südvorstadt. Es bewahrt vor allem Fundstücke von im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäuden bzw. von später aberissenen Ruinen wie Fassadenteile, Skulpturen und Schmuckelemente auf.
Laubegast siehe Sondertafel Laubegast
Lausa/Friedersdorf siehe Sondertafel Ortschaft Weixdorf
Leipziger Bahnhof,  erster Bahnhof Dresdens. Er wurde 1839 eröffnet und war Ausgangspunkt der ebenfalls ab 1839 durch-gehend betriebenen ersten deutschen Ferneisenbahnstrecke von Dresden nach Leipzig.

1847 wurde zusammen mit dem Umbau der Gleisanlagen ein neues, seitlich gelegenes Empfangsgebäude errichtet. 1901 übernahm der neu errichtete Bahnhof Dresden-Neustadt den Personenverkehr, der Leipziger Bhf. wurde zum Güterbahnhof umgebaut. 2005 wurde der bis dahin noch verbliebene geringe Güterverkehr eingestellt.

Eine angedachte Nutzung für das Verkehrsmuseum blieb leider Vision.
Derzeit gibt es umstrittene Planungen für ein großes Einkaufszentrum des Investors GLOBUS auf dem Gelände.

Im April 2016 entschied sich der Stadtrat gegen die Ansiedlung des GLOBUS-Marktes und setzt stattdessen auf eine Mischung aus Wohnungsbau, Grünflächen und Räumen für die Kreativwirtschaft. Mit dem Unternehmen GLOBUS soll nach einem Alternativstandort gesucht werden.

Leipziger Straße,  rechtelbige Ausfallstraße Richtung Radebeul und Meißen, bemerkenswert im vorderen Teil die Kultureinrichtung "Alter Schlachthof" für Popkonzerte, kleine Messen usw. und das Ballhaus Watzke in Mickten. Belebte Einkaufsabschnitte findet man im Bereich der Oschatzer Straße, beim Elbe-Center und im Bereich Alttrachau.
Leipziger Vorstadt,  siehe Sondertafel Leipziger Vorstadt
Lennéstraße,  westliche Begrenzung des Großen Gartens, teilt im Südabschnitt die Bürgerwiese, deren kleiner östlicher Teil heute landläufig dem Großen Garten zugerechnet wird. An der Straße liegen das Rudolf-Harbig-Stadion, das Georg-Arnold-Bad, der Biergarten Torwirtschaft und die Gläseren Manufaktur.

Die simple Straßenkreuzung am Südende der Lennéstraße heißt Lennéplatz.

Leonhardi-Museum ursprünglich als Mühle im damaligen Vorort Loschwitz errichtet, erwarb im Jahre 1879 der Kunstmaler und Fabrikbesitzer Eduard Leonhardi das Hentschel-Mühle genannte Gebäude und ließ es als Ausstellungs- und Atelierhaus umbauen. Sein Ziel war zunächst ein Künstlerquartier für junge, aufstrebende Talente, welches aber nur für wenige Jahre Bestand hatte.

Ab 1885 nutzte Leonhardi das wieder leer stehende Haus selbst und eröffnete das "Landschaftsmuseum Eduard Leonhardi". Heute beherbergt das Leonhardi-Museum eine Galerie für zeitgenössische Kunst.

Leuben,  siehe Sondertafel Leuben
Leubnitz-Neuostra,  siehe Sondertafel Leubnitz-Neuostra
Leubnitzer Kirche,  entstand vermutlich um 1150 als eine der schönsten und interessantesten Dorfkirchen im Stadtgebiet. Turm, Kirchenschiff und Sakristei stammen aus der ersten Hälfte des 15. Jh., der Chor von 1511. Seit 1539 evangelisch, erfolgte 1720/21 ein erneuter Umbau. 1874 fiel der markante Staffelgiebel am Chor einer weiteren Erneuerung der Kirche zum Opfer.

Um die Kirche befindet sich ein sehenswerter Friedhof.

Leutewitz siehe Sondertafel Leutewitz
Leutewitzer Windmühle 1839 vom Bauherrn Johann Gottlieb Pietzsch erbaute sogenannte "Holländermühle". Nach 1844 wurde neben der Mühle eine schon damals beliebte Gastwirtschaft sowie ein Saal für Tanzveranstaltungen errichtet. Die Mühle selbst wurde bis 1914 betrieben.

Nach der Wende wurde sie saniert, dabei bekam das technische Denkmal auch wieder seine Flügel.

Liebethaler Grund [Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge], beliebtes Ausflugsgebiet für Dresden und Pirna und Eingangstor zur Sächsische Schweiz. In ihm liegen u.a. die historische Lochmühle und das Richard-Wagner-Denkmal.

Die romantische Natur des Tales mit der reißenden Wesenitz hat viele Künstler inspiriert, so u.a. Caspar David Friedrich, Ludwig Richter, Hans Christian Andersen und Richard Wagner.

Liepschs Ruhe,  am Beginn der Westend-Promenade in Plauen befindet sich ein kleiner Aussichtspunkt mit Stützmauer, Treppenanlage und integrierter ehemaliger Wartehalle.

Die Anlage geht auf einen 1880 vom Plauener Baumeister
Hermann Blauert angelegten Ruheplatz zurück,
der nach dessen Freund Max Liepsch, Besitzer der Zeitung “Dresdner Nachrichten”, den Namen Liepschs Ruhe erhielt.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Straßenbahntrasse nach Coschütz und der Bebauung der angrenzenden Fluren
wurde die Anlage Anfang der 1930er Jahre umgestaltet und erhielt dabei ihr heutiges Aussehen.

Lincke'sches Bad,  1764 von Christian Gottlob Reuß an der Mündung der Prießnitz errichtet. Seit 1776 existierte hier ein Sommertheater, 1858 wurde das Lincke'sche Bad abgerissen.

Mindestens bis in die 1920er Jahre befand sich auf dem Gelände des Linckschen Bades in «aussichtsreicher Lage (nach der Elbe zu) ein Restaurationsgarten» gleichen Namens.

Lingnerallee,  heute unbebaute Straße vom Großen Garten Richtung Zentrum, verkehrstechnisch aber hier abgehängt und in der Regel als Parkplatz benutzt. Freitags findet hier Dresdens größter Wochenmarkt statt, der aus dem nach der Wende veranstalteten Sachsen- oder Forummarkt (abgeleitet vom Namen der Bürgerrechtsbewegung Neues Forum) hervorgegangen ist.
Lingnerschloss,  das mittlere der 3 Albrechtsschlösser wurde 1850-53 von Adolf Lohse für Freiherr von Stockhausen, den Kammerherrn von Prinz Albrecht, erbaut und wird deshalb auch Villa Stockhausen genannt.

1906 übernahm es der Begründer des Hygienemuseums und Odolhersteller Karl August Lingner. Nach dem Tod Lingners 1916 ging das Gebäude in Stadtbesitz über, wurde gegen Ende der DDR-Epoche als Klub der Intelligenz genutzt und verfiel seit der Wende zusehens. Ein Projekt, das Schloss und einen Neubau in Form einer Doppel-Helix in das BioParc-Projekt der Dr.-Klaus-Tschira-Stiftung einzubeziehen, hat sich 2002 leider zerschlagen.

Unmittelbar nach dem Scheitern des BioParc-Projekts gründeten kulturell interessierte Dresdner Bürger auf Initiative des Dresdner Mittelstandsunternehmens "VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH" den gemeinnützigen Förderverein LINGNERSCHLOSS e.V. () zur Erhaltung dieses bedeutenden Baudenkmals. Inzwischen wurde mit der Sanierung begonnen, November 2005 gab es Richtfest beim Dachstuhl des Ost-Pavillons. Im angrenzenden Ostflügel soll nach Vorstellungen des Planungsbüros Weise & Treuner das wohl schönste Café Dresdens entstehen. Seither wurden die Türme und weitere Gebäudeteile saniert.

Im Schloss arbeitete bis 2009 das Dresdner Welterbezentrum, auf der elbseitigen Terrasse wird eine Gartenwirtschaft betrieben.

2011 eröffnete das Restaurant Lingnerterrassen im Ostflügel.

Lingnerstadt,  Name eines geplanten Neuibaugebietes auf dem ehemaligen Robotron-Gelände zwischen St.Petersburger Straße und Deutschem Hygiene-Museum. Die Gesamtplanung stammt von Peter Kulka, der als "künstlerischer Leiter" fungiert.

Vorgesehen sind 3.000 Wohnungen, in den Erdgeschossen Cafés und kleine Geschäfte. Die Häuser werden in Höhen von fünf bis sieben Geschossen geplant, in kubischer Form mit Flachdächern. In Richtung St. Petersburger Straße sollen die Gebäude eher etwas städtischer, dichter geprägt sein, auch um für Lärmschutz zu sorgen. In Richtung Blüherpark wird die Architektur dagegen etwas differenzierter und offener ausfallen.

Lingnervilla,  Leubnitzer Straße, 30, 1880 nach Plänen von Max Gutmann errichtete Villa, 1900 erfolgte ein Saalanbau durch Wilhelm Kreis.
Lipsiusbau,  siehe Kunstakademie
Lochmühle [Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge],
ehemalige Wassermühle im Liebethaler Grund bei Lohmen.

Unweit der Ruine befindet sich das weltgrößte Richard-Wagner-Denkmal.

Lockwitz,  siehe Sondertafel Lockwitz
Lockwitzer Wetterfrosch das kleine Wetterhäuschen wurde 1913 aufgestellt und ist seitdem ein originelles Wahrzeichen von Lockwitz mit verschiedenen meteorologischen Instrumenten. Beim Hochwasser 2002 zerstört, wurde das Häuschen 2004 unter Verwendung geretteter Originalteile wieder aufgebaut.
Lockwitzgrund, Lockwitztal,  verbindet Lockwitz mit Kreischa und ist zusammen mit den angrenzenden Hanglagen ein beliebtes Erholungsgebiet mit mehreren Pensionen und Ausflugsgaststätten. ()

Von 1906 bis 1977 verkehrte durch das Tal eine meterspurige Straßenbahn, die Lockwitztalbahn. Ebenfalls ab 1906 bis 1994 hatte im Lockwitzgrund die 1893 in Laubegast von Emil Donath gegründete Kelterei Lockwitzgrund ihre Betriebsstätte.

Seit 2005 quert eine gigantische Talbrücke der neuen Autobahn A17 das Tal. In Nähe der Stadtgrenze liegt das Gourmet-Restaurant Landhaus Lockwitzgrund.

Der den Grund durchfließende Lockwitzbach entspringt in der Nähe von Reinhardtsgrimma und mündet zwischen Laubegast und Kleinzschachwitz in die Elbe.

Loschwitz,  siehe Sondertafel Loschwitz
Loschwitzbach,  auch Trille genannt, Bach im Dresdner Osten. Die Quelle liegt in Bühlau am Rande der Dresdner Heide, er fließt - zu großen Teilen abgedeckt - unter der Grundstraße nach Loschwitz und mündet an der Friedrich Wieck-Straße in die Elbe.
Loschwitzer Brücke,  siehe Blaues Wunder
Loschwitzer Friedhof,  sehenswerte Anlage mit vielen historischen Grabstellen, so von August Kotzsch, Auguste Richter, Otto Griebel und Dutzenden anderen bekannten Künstlern, Baumeistern und Handwerkern.
Loschwitzer Kirche,  Barocke Kirche des Stadtteiles Loschwitz, 1705/08 von George Bähr und Johann Christian Fehre d.Ä. als achteckiger Zentralbau errichtet, quasi als Vorläufer der Frauenkirche. Die Orgel wurde wegen Geldmangel erst 1733 eingebaut. 1898/99 wurde die Kirche erneuert, dabei wurde der Innenraum der Kirche vollständig umgestaltet. 1945 brannte das Bauwerk vollständig aus, erst 1991 beim 1. Elbhangfest konnte der symbolische Grundstein zum Wiederaufbau gelegt werden. 1994 erfolgte die Wiederweihe der Kirche.

Weitere Fotos von Kirche und Stadtteil Loschwitz siehe Loschwitz Seit 2002 besitzt die Kirche wieder einen Altar. Anstelle des 1945 zerstörten von Bähr wurde der 1606 von Nosseni entworfene Altar aus der 1945/63 vernichteten Sophienkirche nach umfangreicher Restaurierung hier aufgestellt.

Louisenstraße,  eine der Hauptachsen im Kneipenviertel der Äußere Neustadt, viele Restaurants sowie Straßen- und Szenecafés allen Coleurs, in einem Hinterhof befindet sich das sanierte Nordbad.
Löbtau,  siehe Sondertafel Löbtau
Löbtau-Passage,  neues Einkaufzentrums auf dem Gelände des früheren Drei-Kaiser-Hofes. Das 3-geschossige Gebäude wurde Frühjahr 2007 bis 2008 an der Ecke Kesselsdorfer Straße/Tharandter Straße errichtet, die Verkaufseinrichtungen befinden sich ausschließlich im Erdgeschoss und sind sowohl straßenseitig wie auch durch eine Passage erschlossen. Die Passage verfügt über 2 Parkdecks mit 300 Plätzen.
Löbtauer Brücke (Hochstraße),  Brückenbauwerk als Teil einer Hochstraße im Zuge der sog. Westtangente, die bisher nur teilweise dem Bedarf entsprechend ausgebaut ist. Planungen dazu gab es bereits in DDR-Zeiten, realisiert wurde sie Anfang der 1990er Jahre.
Lößnitz [Kreis Meißen],  Landschaft am Nordrand des Elbtales im Bereich Radebeul und Coswig. Die Lößnitz ist bekannt als Teil des nördlichsten Weinbaugebietes Europas, welches sich rechtselbig über Meißen bis Diesbar-Seußlitz erstreckt und bis in das Jahr 919 zurückgeht. Am Fuß des Lößnitzhanges liegen die Radebeuler Stadtteile Nieder- und Oberlößnitz, auf der Hochfläche -durch den Lößnitzgrund getrennt- die Stadtteile Lindenau und Wahnsdorf. Der Hang begrenzt die Syenit-hochfläche der Moritzburger Teichlandschaft zum Elbtal.

Die Landschaft gab auch den Namen für das Weinmuseum Schloss Hoflößnitz im Stadtteil Oberlößnitz sowie die im Volksmund Lößnitzdackel genannte Schmalspurbahn.

Lößnitzbahn,  ehemalige meterspurige Straßenbahn zwischen Mickten und Kötzschenbroda. Sie wurde 1899 abschnittsweise eröffnet, 1920 erfolgte die eingleisige Verlängerung bis Zitschewig. Die Lößnitzbahn wurde bis 1926 vom sächsischen Staat betrieben, danach gehörte sie zur Dresdner Überland-Verkehr GmbH (DRÜVEG). 1930 wurde sie auf die Dresdner Stadtspur von 1450 mm umgespurt. Der ebenfalls 1450-mm-spurige Neubauabschnitt Kötzschenbroda- Coswig war bereits 1929 als Inselbetrieb eröffnet wurden, die alte Verlängerung in den Dorfkern von Zitschewig wurde abgebrochen.

1941 übernahm die Dresdner Straßenbahn AG alle Anteile an der DRÜVEG. Damit ging die Lößnitzbahn endgültig im Dresdner Straßenbahnnetz auf. Auf ihr verkehrte bereits seit der Umspurung jahrzehntelang die Linie 15 (später als 5), heute ist es die Linie 4 nach Weihnböhla.

Lößnitzgrundbahn [Kreis Meißen],  verkehrt seit 1884 auf einer Spurweite von 750 mm regelmäßig unter Dampf zwischen Radebeul-Ost (S-Bahnanschluss Linie S1) über Moritzburg nach Radeburg.
Die im Volksmund "Lößnitzdackel" genannt Bahn, seit 21.06.2004 im Besitz der BVO Bahn GmbH, führt an Tiergehegen, romantischen Teichen und "sächsischen Kleinkuppen" vorbei.

Am Umsteige-Haltepunkt Weißes Roß kreuzt die Kleinbahn (750 mm) ebenerdig die Schienen der Dresdner Straßenbahn (1450 mm, Linie 4).

Löwenapotheke,  1709 durch J. Ch. Fehre d. Ä. errichtetes Gebäude am Altmarkt an der Ecke zur damaligen Wilsdruffer Gasse, wurde 1913 von Hans Erlwein im Zusammenhang mit der Straßenverbreiterung der Wilsdruffer Straße unter Einbeziehung eines schmalen Nachbargebäudes vollkommen neu erbaut.

1945 zerstört, befindet sich heute auf dem Grundstück der Kopfbau der Altmarktneubebauung von 1953/54 (Howa- bzw. Centrum-Warenhaus). Eine neue Löwenapotheke gibt es seit den 1960er Jahren wenige 100 m weiter auf der östlichen Wilsdruffer Straße.

Löwenhaus,  der zweiflügelige Bau wurde mit dem Stallhof um 1590 errichtet. Ursprünglich war er mit einem manieristischen Giebel in der Schössergasse und einem in die Hofmauer eingelassenen, malerischen kleinen Turm ausgestattet. Die zweite Kopffassade am Jüdenhof war schlichter gestaltet.

1945 wurde das Gebäude zerstört und später bis auf die Mauer zum Stallhof abgetragen. Letztere fiel der jetzigen Neubebauung zum Opfer, der Giebel zur Schössergasse hingegen wurde historisch getreu nachgebaut.

Das gesamte Areal zwischen Swissôtel Am Schloss, Stallhof, Johanneum und Boseschen Haus als exklusive Wohnanlage Löwenhof modern errichtet.

Dem exklusiven Standort entsprechend, entstanden - nur wenige Meter vom Residenzschloss entfernt - hochwertige und von Grün umgebene Eigentumswohnungen.

Ludwig-Richter-Denkmal,  1898 von Eugen Kircheisen für den Maler Adrian Ludwig Richter geschaffenes Denkmal auf der Brühlschen Terrasse. Es wurde 1943 als einziges des aus
Rietschel, Semper und Richter bestehendem Ensembles eingeschmolzen.

2013 wurde auf Betreiben eines Fördervereins an gleicher Stelle eine Nachbildung aufgestellt. Auf einem Granitsockel sitzt wieder der neu in Bronze gegossene Künstler.

Luftgaukommando,  1935/38 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis als Sitz des Luftgaukommandos IV der Wehrmacht in Strehlen im Park der ehemaligen Königsvilla erbauter Gebäudekomplex. Das dreigeschossige Hauptgebäude umschließt zusammen mit zwei Torhäusern und weiteren Nebengebäuden einen Ehrenhof. Am wie ein Portikus gestaltete MIttelbau befindet sich der Figurenfries "Fliegender Genius".

Nach 1945 diente der Bau der Landesregierung, 1959–1989 nutzte es die Militärakademie der NVA „Friedrich Engels“. Heute befinden sich in Teilen des Komplexes das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum und das Kreiswehrersatzamt.

Luga,  zusammenfassende Bezeichnung für die beiden Gemarkungen Großluga und Kleinluga.
Luisenhof,  beliebte Ausflugsgaststätte, 1894/96 nach Plänen des Architekten Reuter in Oberloschwitz errichtet und vorrangig in den 1920er Jahren mehrfach umgebaut. Ab 1949 Restaurant der neugegründeten staatlichen Handelsorganisation (HO), ist das Haus von 1956-90 im Besitz der Stadt.
1997/99 wurde das Gebäude vollständig saniert, wobei in das Gebäude 15 Eigentumswohnungen eingebaut wurden. 1999 erfolgte die Wiedereröffnung des seit 1992 vom kurzzeitigen Besitzer geschlossenen Restaurants.

Zur Jahresmitte 2015 wurde der Luisenhof wegen Differenzen zur Pachterhöhung erneut geschlossen.

Vom Luisenhof, der auch den Beinamen Balkon Dresdens trägt, hat man einen hervorragenden Blick ins gesamte Elbtal und insbesondere in Richtung Innenstadt.

Lukas-Areal,  moderner Wohnkomplex in der Südvorstadt-Ost zur Revitalisierung einer zentrumsnahen Brachfläche. Der aus aus 39 Reihenhäusern in parkähnlicher Anlage sowie 4 Stadthäusern mit Läden im Erdgeschoss bestehende Komplex wurde von den Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann entworfen und 2001/04 errichtet. Das Lukasareal zeichnet sich durch eine friedliche Wohnidylle in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt aus.
Lukaskirche,  1899-1903 von Georg Weidenbach für die seit 1889 selbstständige Lukasgemeinde im Stil der deutschen
(Neo-)Renaissance erbaut. Die kriegsbeschädigte Kirche wurde in den 1960er Jahren vereinfacht aufgebaut, die seit 1945 fehlende Turmspitze soll ggf. wiedererrichtet werden.

Der Innenraum der Kirche ist in modernem Stil gestaltet. 1964-1972 erfolgte der Umbau der Kirche zum Tonstudio. Die spezielle Wandverkleidung erzeugt eine herausragende Akkustik, weshalb viele berühmte Schallplatten in dieser Kirche aufgenommen wurden (u.a. Trompetenkonzerte von Güttler).

Lustgarten1. Bezeichnung für den von Berg-, Neues und Wasserpalais umfassten Innenhof des Schlosses Pillnitz. Mittelpunkt der 2013/14 sanierten barocken Hofanlage ist eine 15 m hohe Fontäne.

2. unter diesem Namen belebten vorübergehend auch ein Labyrinth-Kräutergarten, ein Biergarten, zwei Freiluft-Schachspiele und etliche spaßige Bänke (leider nur) den nördlichen Teil der Brachfläche zwischen Schreiber- und Pfarrgasse am Altmarktes.

Sommer 2011 wurde die 2 500 m² große verbliebene Brachfläche hinter dem NH-Hotel nach Nutzung als Baustelleneinrichtung erneut in eine grüne Oase verwandelt. Angelegt wurden Bänke (sogar mit Lehnen!) zum Ausruhen, eine Liegewiese und Blumenrabatten, die Eröffnung erfolgte am 10.09.2011.

Nach Ende der Bauarbeiten entstand auf der Fläche unter Einbeziehung von Resten des Lustgartens eine einfache Grünfläche.

Lutherdenkmal,  das 1885 für den Reformator Martin Luther am Neumarkt vor der Frauenkirche aufgestellte Denkmal stammt von Ernst Rietschel und Adolf von Donndorf. 1945 umgestürzt und bald danach wieder aufgestellt, hat es die Zeiten des Trümmermahnmals und des Baubetriebes nach 1990 (hinterm Bauzaun gut bewacht!) unbeschadet überstanden.

Am 01.09.2004 wurde das Denkmal Martin Luthers frisch saniert an historischer Stelle vor der nunmehr fertiggestellten Frauenkirche wieder aufgestellt.