Stadtteil im  Ortsamt Plauen, Teil des "statisischen Stadtteiles" 83 Räcknitz/Zschertnitz, ist praktisch identisch mit der Gemarkung Räcknitz, gehört seit 1902 zu Dresden.

Geschichte
Räcknitz wurde 1305 erstmalig als Herrensitz, später als Vorwerk erwähnt, der Name leitet sich vermutlich vom altsorbischen "Rakonic" ab, wobei rak Krebs bedeutet. Das Vorwerk war geteilt und hatte 2 Besitzer, beide Teile wurden 1465/67 vom Rat zu Dresden erworben. Zur Abgrenzung der gerichtlichen Zuständigkeit der Stadt wurden Weichbildsteine aufgestellt, von denen einige noch heute existieren (sollen). Die Napoleonischen Krieg tobten auch in Räcknitz, auf der südlich des Ortes wurde der auf Seite der verbündeten kämpfende französiche General Moreau tödlich verwundet. An dieser Stelle befindet sich heute unter großen alten Bäumen ein Denkmal zu seinen Ehren.
1902 wurde Räcknitz nach Dresden eingemeindet.

ÖPNV einst & jetzt
Bis in die 1930er Jahre hatte Räcknitz einen Straßenbahnanschluss, der über die Bergstraße westlich des Hauptbahnhofes ins Zentrum führte, seitdem verkehren auf der Bergstraße Busse zum Hauptbahnhof, vor 1945 weiter Richtung Zentrum, danach Richtung Strehlen und Prohlis. Seit vielen Jahren sind es die Linien 72 ud 76.

Bebauung & Wohnen
Nördlich des erhaltenen alten Dorfkernes befnden sich vorwiegend Reihenhäuser (Genossenschaftsstil der 1920er Jahre), westlich der Bergstraße stattliche Villenbebauung um 1910 sowie einige Mehrfamilienvillen um 1930. Die nach 1980 errichtete Plattenbausiedlung auf der Südhöhe liegt teilweise auf Räcknitzer Flur, was ihr auch in DDR-Zeiten den Namen Räcknitzhöhe einbrachte (die gleichnamige Straße befindet sich allerdings nicht dort, sondern schließt den Dorfkern an dessen Südrand ab).

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit
Wenige Meter südlich des Moreaudenkmals steht die heute leider nicht mehr begehbare Bismarcksäule. Vom Sockel hat man dennoch eine gute Aussicht ins Elbtal.

Einkaufen & Einkehren
Es existieren keine nenneswerten Einkaufsmöglichkeiten, allerdings befinden sich mehrere Supermärkte an der Südhöhe und im nahen Zschertnitz. Die Gastronomie ist im Stadtteil eher unterentwickelt (eine Studentenkneipe ist die Ausnahme).

Lernen & Bilden falsch: Vizthum-Gymnasium
Im benachbartem Stadtteil
Zschertnitz befindet sich das Vitzthum-Gymnasium, welches 2009/10 vollkommen neu erbaut wurde. Die nächsten Grundschulen befinden sich in den benachbarten Stadtteilen Kleinpestitz und Kaitz, die nächste Oberschule in der Südvorstadt.

Arbeiten & Forschen
Zum Stadtteil gehört ein Teil des Campusgeländes der TU mit der SLUB, am Südrand befinden sich mehrere Forschungs-institute, andere nennswerte Arbeitgeber gibt es nicht.


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