Stadtteil im  Ortsamt Blasewitz. Zu statistischen Zwecken wird Gruna mit einem kleinen Anteil von Strehlen zum "statistischen Stadtteil" 57 Gruna zusammengefasst. Der Stadtteil ist in etwa identisch mit der Gemarkung Gruna. Gruna gehört seit 1901 zu Dresden.

Geschichte
Das kleine slawische Platzdorf Gruna wurde 1370 als Grunow (slawisch: Ort in dergrünen Aue) erwähnt. Es lag zwischen zwei alten Elbarmen, auf die heute noch Namen wie "Alte Elbe" hinweisen. Im nördlichen Elbarm entstand 1928 eine Musterkleingartenanlage. Deutsche Siedler legten bereits 1309 einen für den Osten Dresdens typischen Landgraben an. Gruna unterstand im Mittelalter dem Meißner Hochstift, nach der Reformation dem kurfürstlichem Amt. 1678 musste Gruna einen Teil seiner Feldflur an den Hof für die Anlage des Großen Gartens abtreten. 1813 brannte der Ort ab, die Bauern durften die Steine der abgebrochenen Mauer um den Großen Garten für den Wiederaufbau verwenden. Im 19. Jh. war Gruna ein beliebtes Ausflugsziel der Dresdner. 1892 wurde an der Bodenbacher Straße die Thomaskirche eingeweiht.

Erst nach dem 1. Weltkrieg verlor Gruna seinen ländlichen Charakter, als eine rege genossenschaftliche Bautätigkeit einsetzte. darunter zwei bemerkenswerte Siedlungen nach Plänen von Paul Beck. 1920-24 errichtete er an der Gartenheimallee eine Siedlung für den Bauverein Gartenheim, anschließend 1924-28 eine weitere für den Dresdner Spar- und Bauverein. Beide gehören seit 1976 zur heutigen Wohnungs-genossenschaft Aufbau und wurden zwischen 1996 und 2004 vorbildlich saniert.

Die Reste des alten Dorfkernes wurden um 1975 weggerissen, um Platz für einen größeren Wohnkomplex zu machen.

ÖPNV einst & jetzt
Gruna ist traditionell Schnittpunkt einer Ost-West-Straßenbahntrasse (Direktverbindung zum
Stadtzentrum), der heutigen "Pilotlinie 2", und einer wichtigen tangentialen Busverbindung u.a. nach Blasewitz und ins TU-Viertel.

Bebauung & Wohnen
Gruna hat keine Bebauung mehr aus dörflichen Zeiten. Der Norden ist überwiegend mit geschlossenen Wohnblöcken, der Nordosten meist offen mit Reihenhäusern (Gartenheimsiedlung, siehe Geschichte) bebaut. Südwestlich des Stadtteilzentrums bis hin zum Großen Garten befindet sich eine Villenbebauung aus dem ersten Drittel des 20. Jh. mit zum Teil größeren und nobel gehaltenen Mehrfamilienhäusern (Würfelhäuser), hier und im Nordwesten Grunas gibt es aber auch Ein- und Zweifamilienvillen. Einige Kriegslücken in den Villenvierteln wurden mit hierher eher unpassenden Wohnblöcken geschlossen. Südlich der Bodenbacher Straße entstand in den 1990er Jahren ein weiteres neues Wohnviertel.

Interessant ist die geschlossene Wohnbebauung um den Hepkeplatz, die mit ihren Flachdächern an Bauhaustraditionen anknüpft und spätere Entwicklungen der Plattenbauten vorwegnimmt. Die nach 1933 errichteten Blöcke mussten nach den Vorgaben der NS-Führung allerdings wieder mit Walmdächern ausgeführt werden.

Das 1975 anstelle des Dorfkernes erbaute Wohngebiet wurde seinerzeit, im Gegensatz zu den meisten anderen, mit Läden und Gaststätten ausgestattet. Zusammen mit den in den 1990er Jahren entstandenen Wohn-und Geschäftshäusern an der Zwinglistraße und der gleichnamigen neuen Zentralhaltestelle ist hier ein insgesamt recht belebtes Stadtteilzentrum entstanden.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit
Das Naherholungsgebiet des Großen Gartens grenzt unmittelbar an die Villenbebauung im Südwesten Grunas.

Einkaufen & Einkehren
Um die Zwiglistraße ist in den letzten 20 Jahren ein zusammenhängendes neues Stadtteilzentrum mit Supermärkten, Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistern und etlichen Gaststätten bzw. Cafés entstanden.

Lernen & Bilden

Die nächsten regulären Oberschulen befindet sich in Striesen-Süd und Tolkewitz.

Arbeiten
An der Winterbergstraße sind einige
Forschungsinstitute und diverse Firmen wie der Busbahnhof der Verkehrsbetriebe, ansonsten keine größeren Arbeitgeber.


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