Stadtteil im  Ortsamt Cotta. Zu statistischen Zwecken wird Gorbitz in die "statistischen Stadtteile" 95 Gorbitz-Süd, 96 Gorbitz-Ost und 97 Gorbitz-Nord/Neu-Omsewitz eingeteilt. Die drei "statistischen Stadtteile" gehören überwiegend zur Gemarkung Gorbitz, der Stadtteil 97 liegt allerdings, wie der Doppelname bereits aussagt, teilweise auf dem Gebiet der Gemarkung Omsewitz. Anderseits gehören die beiden alten Dorfkerne Obergorbitz teilweise und Niedergorbitz vollständig zum "statistischen Stadtteil" 94 Naußlitz. Gorbitz wurde 1921 nach Dresden eingemeindet.

Geschichte
Gorbitz wird 1206 erstmalig unter dem Namen Gurbewiz (altsorbisch: kleiner Hügel oder Anhöhe) indirekt in einer Urkunde erwähnt, der Ort selbst 1412. Die Gutssiedlung Niedergorbitz gliederte sich in 4 Viertel: das Straßenviertel an der heutigen Uthmannstraße, das Dammviertel, das Grabenviertel am Geyersgraben und das Gassenviertel. Gorbitz zählte zu den bevölkerungsreichsten Dörfern um Dresden. Neben dem älteren Niedergorbitz entwickelten sich das Kurfürstliche Kammergut Gorbitz aus einem Vorwerk sowie das Platzdorf Obergorbitz an der oberen Uthmann- und der Hirtenstraße als Bauerndorf.

Durch die Flur des Kammergutes blieb Gorbitz weitgehend von städtischer Bebauung wie in Cotta und Löbtau verschont. Lediglich an der Grenze zu Altfranken und um die Hirtenstraße entstanden in den 1920/30er Jahren Einfamilien- bzw. Reihenhaussiedlungen.

Erst nach 1980 wurde die freie Feldflur, die gleichzeitig eine Frischluftschneise für die im Elbtal gelegene Stadt darstellte, mit einer Plattenbaugroßsiedlung bebaut. Mit diesem Wohngebiet verbindet sich heute überwiegend der Stadtteilname Gorbitz. Nach der Wende wurden große Teile der WBS-70-Bebauung saniert und teilweise noch verdichtet bzw. aufgestockt, der zunehmende Leerstand von Wohnungen ab der 2. Hälfte der 1990er Jahre zwingt nun zu umgekehrten Maßnahmen: Plattenzeilen werden in der Höhe reduziert und durch Abriss ganzer Hauseingänge aufgelockert. Musterbeispiel hierfür ist die sog. "Kräutersiedlung" an der Forsythienstraße. Gleichzeitig wird damit ein harmonischer Übergang zum Stadtrand und zur ansonsten voll von 6-Geschossern eingeschlossenen bereits erwähnten Reihenhaussiedlung erreicht.

ÖPNV einst & jetzt
Bis zum Bau der Großsiedlung Gorbitz wurde der Ort nur am Rande der Flur durch die Straßenbahnendpunkte Wölfnitz und Cotta berührt. Zwischen beiden Endpunkten wurde in den 1980er Jahren eine Querverbindung und von dieser abgehend eine Schnellstraßenbahntrasse auf der sog.
Höhenpromenade bis an das obere Ende der Wohngebiete gelegt. Nach der Wende entstand am damaligen Endpunkt Dresdens modernstes und größtes Straßenbahndepot. 2008 wurde die Trasse über Altfranken nach Gompitz verlängert, eine weitere Verlängerung nach Kesselsdorf ist angedacht.

Auf der Kesselsdorfer Straße verkehrt außerdem eine Buslinie zwischen dem Straßenbahndreieck an der Querverbindung und Gompitz

Bebauung & Wohnen
Südliche der Kesselsdorfer Straße befinden sich aneinandergereiht die alten Dorfkerne von Wölfnitz, Niedergorbitz und Obergorbitz, welche teilweise bereits saniert sind. Ergänzt wird dieser Bereich durch meist einzeln stehende Stadthäuser. Außer den Dorfkernen und den oben erwähnten Stadtrandsiedlungen der Zwischenkriegszeit besteht Gorbitz heute überwiegend aus WBS-70-Blöcken und einer 17-geschossigen Hochhausgruppe. Mitten in Gorbitz steht auch ein größeres und inzwischen saniertes Pflegeheim.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit
Nenneswert sind das Erlebnisbad Elbamare, der Club Passage sowie ein neu angelegter Stadtpark.

Einkaufen & Einkehren
Es existieren etliche Supermärkte und vier größere Einkaufszentren mit Mall-Charakter. Aufgereit an der Straßenbahntrasse sind dies landwärts gesehen: Kess-Center, Gorbitz-Hof, Sachsen-Forum und Gorbitz-Center. Die beiden letzten haben auch eine gewisse gesamtstädtische Bedeutung. An der Kesselsdorfer Straße gibt es mehrere Baumärkte und größere Autohäuser.
Gastronomie gibt es außerhalb der Einkaufszentren nur in den alten Dorfkernen und entlang der Kesselsdorfer Straße. Dort finden sich auch einzelne Pensionen.

Lernen & Bilden

Das nächste reguläre Gymnasium befindet sich in Cotta.

Arbeiten
Größere Arbeitsstätten finden sich im Handel, im Straßenbahndepot und bei der Eisenbahnerwohnungsgenossenschaft


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