Stadtteil im  Ortsamt Altstadt, für statistische Zwecke in die beiden "statistischen Stadtteile" 06 Johannstadt-Nord und 07 Johannstadt-Süd geteilt. Gemarkungsmäßig gehört die Johannstadt (zusammen mit der Südvorstadt) zur Altstadt II.

Geschichte
Auf dem Gebiet der heutigen Johannstadt existierten das 1310 erwähnte Dorf Ranvoltitz, später verschiedene städtische Vorwerke wie Tatzberg und Lämmchen. Das zum Teil schon seit Jahrhunderten städtische Gebiet wurde nach 1858 parzelliert und als reines Wohngebiet ausgewiesen. Um die 1875/77 errichtete
Albertbrücke entstanden repräsentative Wohnbauten, aber auch Kasernen und großzügige städtische Platzanlagen wie der Dürerplatz (im Krieg zerstört und danach überbaut), der Fürstenplatz (heute Fetscherplatz) und der Böhnischplatz.

In späteren Jahren entwickelte sich in den Hintergebäuden ein vielfältiges Kleingewerbe. Am Rande der Johannstadt entstand 1878 das Carolahaus als Vorläufer von späterer Medizinischer Akademie und heutigem Universitätsklinikum. Beachtenswert ist auch die Ruine der 1891-94 errichteten Trinitatiskirche.

ÖPNV einst & jetzt
Mehrere Trassen der Straßenbahn tangieren den Stadtteil und schaffen gute Anbindungen nach der Alt- und der Neustadt sowie u.a. nach Blasewitz. Eine Trasse auf der Gerokstraße trennt Johannstadt-Nord von -Süd. Daneben verkehren zwei Buslinien. Vorm Krieg gab es weitere Straßenbahnstrecken im Zuge der Striesener und der Pfotenhauer Straße.

Bebauung & Wohnen

Von der historisch gewachsenen Bebauung blieben nur 3 kleine aber bemerkenswerte Gebiete im letzten Krieg verschont: die Jugendstilbebauung am Böhnischplatz, am Fetscherplatz Reste der einstmals geschlossenen Bebauung an dessen Westrand und einige Stadtvillen am Ostrand (heute eher zu Striesen gerechnet) sowie ein geschlossenes Gründerzeitviertel im Nordosten der Johannstadt.

Den größeren Teil der Johannstadt nehmen heute die beiden Plattensiedlungen der 1960/70er Jahre ein, die in ihrer Entstehungszeit als Wohngebiete Johannstadt-Nord und Johannstadt-Süd bezeichnet wurden. Diese Namen fanden bei der neuen Einteilung Dresdens zu statistischen Zwecken erneut Verwendung, hierbei allerdings einschließlich der Altbaugebiete.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit

Einkaufen & Einkehren
Es existieren mehrere größere Supermärkte sowie lokale Einkaufszentren am Fetscher-, am Stepanien- und am Böhnischplatz. Gaststätten sind nur vereinzelt anzutreffen.

Lernen & Bilden

Arbeiten
Größere Arbeitgeber sind die beiden
Krankenhäuser und die Stadtreinigung, daneben kleinere Bürokomplexe wie ADAC, Einrichtungen der TU und Kleingewerbe.
Um das Universitätsklinikum ist in jüngster Zeit eine Konzentration von Biotechnologieunternehmen und -forschungseinrichtungen entstanden.


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