Stadtteil in der Gemarkung und im  Ortsamt Neustadt, ist identisch mit dem "statistischen Stadtteil" 13 Innere Neustadt. Das Viertel ist neben der Inneren Altstadt die zweite Keimzelle Dresdens und nach der heutigen städtebaulichen Bedeutung der nach ihr wohl nächstwichtigste Stadtteil.

Zum "statistische Stadtteil" Innere Neustadt gehört heute noch ein mit vorstädtischen und Gründerzeithäusern bebauter "Keil" zwischen Elbe und Bautzner Straße, der geschichtlich gesehen eigentlich der Äußeren Neustadt (also dem außerhalb der Stadtmauer gelegenen jüngeren Teil der Neustadt) zuzurechnen ist.

Geschichte
Auf dem Gebiet der heutigen Inneren Neustadt befand sich ursprünglich ein slawisches Fischerdorf, welches sich allmählich in eine deutsche Ackerbürgersiedlung wandelte. 1350 wurde der Ort erstmalig als Altendresden (Antiqua Dressdin) urkundlich erwähnt. Die sich zunächst als selbstständige Gemeinde entwickelnde Siedlung erhielt 1403 Stadtrecht, 1549 erfolgte die Vereinigung mit der Residenzstadt Dresden auf der anderen Elbseite. 1685 vernichtete ein Großbrand fast das gesamte Altendresden, welches im 18. Jahrhundert nach Plänen von W.C. Klengel als Neue Königsstadt mit barocken Prachtstraßen und Gebäuden neu errichtet wurde.

Nach Abriss der Festungsmauern ab 1809 entstand ein den barocken Kern umgebender Grüngürtel mit klassizistischen Villen, der auch heute noch sehr gut erhalten ist.

Von der barocken Bebauung blieb 1945 der westlich der Hauptstraße gelegene Teil (ausgenommen das Rathaus und die Große Meißner Straße) überwiegend verschont, während der östliche Teil total zerstört wurde.

ÖPNV einst & jetzt
Die Innere Neustadt war und ist immer noch gut mit Linien des ÖPNV erschlossen, allerdings existiert seit Ende der 1970er Jahre keine Straßenbahnlinie mehr auf der Hauptstraße nebst Abzeig durch die Heinrichstraße. Der Boulevard und das Barockviertel sind jedoch vom Albertplatz und vom Neustädter Markt bzw. Palaisplatz gut erreichbar. Begrenzt wird das Stadtviertel vom sogenannten 26er-Ring mit mehreren Straßenbahnlinien, eine ursprünglich namensgebene Nr. 26 existiert allerdings nicht mehr.

Bebauung und Wohnen
In der Inneren Altstadt ist die bauliche Stadtentwicklung im Gegensatz zur Altstadt noch gut ablesbar. An den erhaltenen westlichen und inzwischen liebevoll sanierten Teil der barocken Stadt schließen sich geschlossene Wohnzeilen aus der Biedermeierzeit und klassizistische Villen an, während im östlichen, kriegszerstörten Teil zunächst ein (von den Ladenvorbauten auf der
Hauptstraße abgesehen) tristes Plattenquartier entstand, welches allerdings seit der Wende zum Teil "preisverdächtig" saniert wird. Hier sollte sich auch der avantgardistische aber umstrittene "Libeskindbau" einfügen. Östlich dieser Zeugnisses "realsozialistischen" Städtebaus liegt das Regierungsviertel mit den markanten Ministerialgebäuden an der Elbe. Noch weiter östlich in dem oben erwähnten "Keil" stehen auf engstem Raum verzahnt vorstädtische und Gründerzeithäuser sowie kriegsbedingte Lückenschließungen der 1960er ("AWG-Wohnscheunen") und 1990er Jahre (Büro- und Geschäftshäuser). Hier befinden sich auch der Rosengarten und das Diakonissenkrankenhaus.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften
In der Inneren Neustadt befindet sich die historisch wie zeitgeschichtlich bedeutsame Dreikönigskirche.

Kultur & Freizeit
Im Stadtteil befinden sich das Societätstheater und die auch für Veranstaltungen genutzte Dreikönigskirche. Der Freizeitwert des Viertels resultiert daneben aus der Nähe zur Elbe mit ihren Wiesen und angrenzenden Parkanlagen, aber auch aus der reichlich vorhandenen Gastronomie.

Einkaufen & Einkehren
Haupteinkaufsmeile ist die
Hauptstraße, wo sich u.a. die sehenswerte Neustädter Markthalle befindet. Schräg gegenüber, in den barocken Häusern Nr. 9 bis 19, befinden sich die im September 2002 eröffneten Kunsthandwerkerpassagen. Um Königstraße, Rähnitzgasse sowie die umliegenden kleinen Gassen und Passagen (z.B. Prisco-Passage) liegen eine Vielzahl gastronomischer Einrichtungen und nobler Spezialgeschäfte, auch manche Kanzlei, Stiftung (so die Friedrich-Ebert-Stiftung) oder Medieneinrichtung (wie das ZDF) hat hier ihre "feine Adresse".

Die Innere Neustadt ist einer der Stadtteile mit der höchsten Gastronomiedichte in Dresden. So findet der Besucher hier neben nobleren Gaststätten wie z.B. dem "Caroussel" etliche Nationalitätenrestaurants (tschechisch, russisch, französisch, italienisch, bulgarisch, japanisch) auch rustikale Kneipen, Weinstuben und Pubs.

Lernen
Im historischen westlichen Teil der Inneren Neustadt gibt es keine Schulen, im östlichen Teil hingegen eine Grundschule sowie das Romain-Rolland-Gymnasium. Die nächste Oberschule befindet sich in der
Äußeren Neustadt.

Arbeiten
Größter Arbeitgeber sind die
Ministerien des Freistaates Sachsen sowie die unzähligen Handels- und Gastronomiebetriebe. Daneben haben sich hier viele Kanzleien, Praxen, Vertretungen und andere Büros angesiedelt.


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