Stadtteil im  Ortsamt Prohlis. Der "statistische Stadtteil" 73 Niedersedlitz ist insgesamt etwa identisch mit der Gemarkung Niedersedlitz, auf deren Flur auch das landläufig oft zum benachbartem Prohlis gerechnete Sternenstädtchen liegt. Der nördlich der Bahnlinie liegende Anteil der Gemarkung Niedersedlitz gehört heute zum "statistischen Stadtteil" 61 Leuben. Niedersedlitz gehört seit 1950 zu Dresden.

Geschichte
Niedersedlitz wurde 1350 als Sedelicz (altsorbisch: sedlica = Siedlung) erwähnt und gehörte anfangs den Dohner Burggrafen. Seit 1402 stand der Ort unter der Lehnshoheit der Markgrafen und wurde später unter verschiedene Besitzer aufgeteilt. Im 30-jährigem Krieg brannte der Ort vollkommen nieder, 1813 brachte der Krieg große Not in der Schlacht um Dresden. Der arme Ort gehörte kirchen- und schulmäßig zu Leuben, erst 1876 erhielt er eine eigene Schule. Der Aufschwung kam (wenn auch zunächst langsam) mit der 1848 errichteten Bahnlinie, dem Bahnhof und dem Güterbahnhof von 1871 sowie mit einer Vielzahl von Fabriken entlang des Bahnstrecke. Aus dem in Niedersedlitz gegründeten Elektromotorenwerk O.L.Kummer entstand später das weltbekannte Sachsenwerk Niedersedlitz. 1922 wurde das vereinigte Luga eingemeindet, die so vergrößerte Gemeinde selbst 1950 nach Dresden.

ÖPNV einst & jetzt
Bereits 1899 wurde die schmalspurige Vorortstraßenbahn nach Leuben und Laubegast eröffnet, 1906 die ebenfalls schmalspurige Lockwitztalbahn nach Kreischa. Erstere wurde später umgespurt und existiert heute noch als Verbindung nach Laubegast, Blasewitz und weiter in die Neustadt und nach Gorbitz. Die jahrzehntelang bestehende direkte Verbindung ins Zentrum existiert nicht mehr, in Leuben muss umgestiegen werden. Statt der Lockwitztalbahn verkehrt seit 1977 ein Bus, dafür wird Niedersedlitz heute von weiteren Buslinien erschlossen bzw. tangiert.

Bebauung & Wohnen
Niedersedlitz hat seinen vorstädtisch-kleinstädtischen Charakter bewahrt, es besteht überwiegend aus offener Bebauung kleinerer Stadtvillen, lediglich an der Bahnhofstraße und am nach der Wende errichteten Niedersedlitzer Platz findet man eine gewisse Verdichtung mit Zeilen- oder Blockrandbebauung.

Streng genommen gehörte auch das Sternenstädtchen zu Niedersedlitz, eine Wohnanlage aus 10-geschossigen Gebäuden des Typs IW 67 am Rande der Großwohnsiedlung [Prohlis], die aus der Luft gesehen sternförmig angeordnet waren. Die Sternhäuser wurden bis 2011 "zurückgebaut". Ein daran angrenzendes Wohngebiet mit 6-geschossigen WBS-70-Blöcken wurde bereits vorher abgerissen. Nördlich dieser abgerissenen Quartiere liegt eine größere Eigenheimsiedlung.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit

Einkaufen & Einkehren
Es existieren kleinere Einkaufsviertel in der Bahnhofstraße und am Niedersedlitzer Platz, an der Grenze zu Leuben und Prohlis befinden sich Supermärkte.

Lernen & Bilden

Die nächsten Oberschulen befinden sich in Leuben und Prohlis, das nächste Gymnasium ebenfalls in Prohlis.

Arbeiten
Es existieren keine nennenswerten Arbeitsstätten, sieht man von diverser Büronutzung in den ehemaligen Gebäuden des Sachsenwerkes ab.


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