Stadtteil im Ortsamt Altstadt, identisch mit dem "statistischen Stadtteil" 01 Innere Altstadt und Teil der Gemarkung Altstadt I, umfasst das gesamte linkselbige Gebiet der Stadt Dresden in ihrer Ausdehnung bis etwa 1800.


Geschichte
Die Innere Altstadt ist der älteste Stadtteil der Stadt Dresden. Sie umfasst in etwa die Fläche der mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen Stadt bis etwa 1800 und umschließt damit sowohl die erstmals 1206 erwähnte deutsche Stadtgründung südwestlich der Linie Schloßplatz - Gewandhaus wie auch das slawische Dorf um die Frauenkirche. Diese Siedlung lag bis zum Neubau der Festungswerke (1519-1529) noch außerhalb der Stadtmauer.

Die weitere Geschichte der Inneren Altstadt ist -zusammen mit jener der Inneren Neustadt- die Geschichte der Stadt Dresden bis etwa 1815. Canalettoblick

Bei der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 war die Innere Altstadt mit ihren vielen Kulturbauten der am schwersten betroffene Stadtteil.

Ab 1953 erfolgte der Wiederaufbau, zunächst am Altmarkt in neobarocken Formen, später am Ring und an der damaligen Ernst-Thälmann-Straße zunehmend mit schlichter werdender Fassadengestaltung. Nach langer Wiederaufbaupause wurde das Quartier in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre um Seestraße und Webergasse städtebaulich vedichtet und zum Einkaufsschwerpunkt aufgewertet.

Seit 2003 konzentriert sich das Baugeschehen um den Neumarkt, 2006 wurden die ersten Quartiere fertiggestellt (Q1 und Q2 sowie das Hotel de Saxe im Q4), das Q3 folgte 2007 im Rohbau.

ÖPNV einst & jetzt
Von den in Vorkriegsjahren äußerst dichtem Straßenbahn- und Busnetz der innersten Stadt sind "nur" 2 Straßenbahntrassen übriggeblieben: der den Verlauf der ehemaligen Stadtmauern begleitenden Ring (außer der Elbseite) und die Durchmesserlinie über die Wilsdruffer Straße. Vor 1945 gab es Gleise auf dem Altmarkt, parallele Trassen im Verlauf des Ringes, eine Strecke Schloßplatz - Neumarkt - Lingnerallee und bereits eher aufgelassen eine Route auf dem Terrassenufer. Daneben tangieren den
Postplatz im Westen und den Pirnaischen Platz im Osten mehrere Buslinien, früher gab es eine Busdurchmesserlinie im Verlauf der See- und Schloßstraße. Dennoch kann die Erschließung der Innenstadt als ausreichend betrachtet werden.

Bebauung & Wohnen
Von der mittelalterlichen und bürgerlichen Stadt mit ihren Renaissance-, Barock- und Gründerzeitgebäuden existiert aufgrund der totalen Zerstörung 1945 praktisch nichts mehr. Heute besteht die Innere Altstadt baulich aus 3 Zeitschichten: den sakralen und profanen Kulturbauten im nördlichen Bereich, der Wohn- und Geschäftsbebauung der 1950/60er Jahre im südlichen Bereich ("Stalin-Barock") und die diese verdichtenden Bauten der Nachwendezeit (Südseite Altmarkt, Altmarkt-Galerie).


Kommentar: die vierte Zeitschicht

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften
In der Inneren Altstadt befinden sich die drei wichtigsten Kirchen Dresdens: Frauenkirche, Kreuzkirche und die (ehem.) Hofkirche.

Kultur & Freizeit
Im Stadtteil liegen weiterhin die bedeutensten Museen und Theater der Stadt, darunter Gemäldegalerie und Semperoper.

Einkaufen & Einkehren
Die Innere Altstadt ist (wieder) eines der wichtigsten
Einkaufsviertel Dresdens, wenn nicht gar nach Eröffnung der Altmarkt-Galerie und der Geschäfte auf der Seestraße das Shopping-Viertel. Auch um den Altmarkt und an der Wilsdruffer Straße befinden sich eine Vielzahl von Geschäften, die zum großen Teil in den vergangenen Jahren saniert wurden.

Im östlichen Teil um die Weiße Gasse entstand 2002/2004 ein neues Kneipenviertel, eine weitere bei Touristen sehr beliebte Kneipenmeile befindet sich in der Münzgasse zwischen Brühlscher Terrasse und Frauenkirche. In jüngster Zeit entstanden um den Neumarkt neue attraktive Restaurants, weitere werden in den nächsten Jahren folgen.
Daneben gibt es in der Inneren Altstadt berühmte Einzelobjekte wie z.B. das Italiensche Dörfchen.

Lernen
Im Stadtteil gibt es keine Schulen, die nächsten Schulen liegen in den benachbarten Stadtteilen
Wilsdruffer und Pirnaische Vorstadt.

Arbeiten
In der Innere Altstadt dominieren Arbeitsplätze in den Branchen Handel, Gastronomie, Kultur und Verwaltung. So liegen hier das
Rathaus mit einem Großteil der Stadtverwaltung, aber auch kirchliche Verwaltungen und viele Büros.


Internet