Stadtteil im  Ortsamt Loschwitz. Für statistische Zwecke werden Loschwitz (ohne den nördlichen Teil um den Luisenhof) und Wachwitz zum "statistischen Stadtteil" 41 Loschwitz/Wachwitz zusammengefasst.

Die Gemarkung Loschwitz hingegen umfasst auch diesen zum "statistischen Stadtteil" 42 Bühlau/Weißer Hirsch gehörigen nördlichen Teil, der gemeinhin ohnehin dem Weißen Hirsch zugerechnet wird. Dieses Viertel, aber auch die Anhöhe auf der anderen Seite der Grundstraße werden umgangssprachlich oft als Oberloschwitz bezeichnet wird. Loschwitz gehört seit 1921 zu Dresden.

Geschichte
Der Ortsteil wurde 1315 erstmalig als Loscuicz urkundlich erwähnt. Der Name geht auf einen slawischen Sippenführer Lozek zurück, nach dem der Ort Loscuice genannt wurde. Oberhalb des heutigen Körnerplatzes bauten die Slawen zu ihrem Schutz eine Burganlage, später entwickelte sich der Ort entlang des Loschwitzgrundes Richtung Bühlau und entlang der Elbhänge. Neben Fischfang war Weinbau eine der Haupterwerbs-quellen. Ab dem 17. Jh. errichteten viele Dresdner Künstler und andere Bürger ihren Sommersitz in den Weinbergen. Der Weinbau allerdings wurde 1890 durch die Reblaus endgültig vernichtet. Noch heute kann man Zeugnisse dieser Zeit wie eine Winzersäule am Veilchenweg entdecken.

1705 bis 1708 baute Ratszimmermeister George Bähr die erste Loschwitzer Kirche, die 1945 zerstört und ab 1991 wiederaufgebaut, heute in altem Glanz erstrahlt.

Die sich verändernden wirtschaftlichen Verhältnisse erforderten neue Verkehrserschließungen. 1891/93 wurde Loschwitz mit dem gegenüberliegenden Blasewitz durch eine Stahlfachwerkbrücke verbunden, über die jahrzehntelang die Straßenbahn vom Zentrum nach Pillnitz fuhr. Dieses später vom Volksmund "Blaues Wunder" getaufte Bauwerk ist heute eine der Sehenswürdigkeiten Dresdens. Daneben wurde 1895 die Standseilbahn zum Luisenhof und 1901 die Schwebebahn zur "Schönen Aussicht" eröffnet. Ein Teil des alten Dorfkernes wurde abgerissen und durch eine großstädtische Bebauung ersetzt. Diese und die restliche Dorfbebauung geben dem jetzigen Stadtteilzentrum heute ein eignes, sehr spezifisches Gepräge. 1921 wurde der Ort eingemeindet.

Seit der Wende wurde ein Großteil des alten Dorfkernes liebevoll saniert, leider war das alte Hotel Demnitz bis Ende 2005 dem Verfall preisgegeben. Nach jüngsten Meldungen gibt es aber durch einen neuen Investor Hoffnung auf ein Ende des Verfalls, Abbrucharbeiten nicht zu rettender Bauteile haben bereits begonnen.
Mai 2007 ist der Rohbau im wesentlichen fertig. Seither "ruhen" die Arbeiten wieder einmal.

ÖPNV einst & jetzt
Loschwitz hat heute keine Straßenbahnanbindung mehr, nachdem das "Blaue Wunder" 1985 aus Gründen der Belastung für Straßenbahnen gesperrt werden musste. Der Körnerplatz ist heute Knotenpunkt für mehrere Buslinien in 3 Richtungen
(Bühlau, Pillnitz und mit Umsteigen z.B. am Schillerplatz in die Innenstadt)

Bebauung & Wohnen
Loschwitz besteht baulich aus einem kompakten Stadtteilzentrum und offener Villenbebauung entlang der Elbe und der Elbhänge. Das Ortszentrum wiederum besteht im südöstlichen Bereich aus Resten des alten Dorfes, der nordwestliche, am Brückenkopf gelegene, hingegen aus geschlossener Klinkerbebauung der Gründerzeit. Die Villen an den Hängen, letztlich liegen auch die 3 Albrechtsschlösser auf Loschwitzer Flur, entstanden im wesentlichen vor 1945, einige in sich geschlossene Stadtvillensiedlungen in Elbnähe östlich des Ortszentrums hingegen erst in den 1990er Jahren.

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kultur
An der Grundstraße nahe des Körnerplatzes liegt das
Leonhardi-Museum (Galerie für zeitgenössische Kunst, ),
die Loschwitzer Kirche wird für Konzerte genutzt.

Im Ortskern befinden sich auch mehrere kleine Galerien sowie die kulturell genutzte "Alte Feuerwache", am Rande der Loschwitzer Friedhof mit interessanten Grabstellen.

Einkaufen & Einkehren
Sowohl um den traditionsreichen Körnerplatz wie auch in den "Loschwitzer Arkaden" gibt es etliche Läden von meist nur örtlicher Bedeutung, ebenso mehrere Gaststätten, u.a. den stadtbekannten Körnergarten.

Lernen & Bilden
Eine sehr moderne Grundschule und eine Oberschule in einem Gebäude der Reformbaukunst befinden sich im Stadtteil.

Das nächsten Gymnasien befinden sich in Blasewitz.

Arbeiten
Keine größeren Arbeitgeber oder Konzentration auf besondere Branchen.


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