Zaschendorf siehe Sondertafel Zaschendorf
Zechsches Haus,  adliges Wohnhaus vom Ende des 16. Jhs. an der Ecke Schössergasse/ Kanzleigäßchen. Es besaß ursprünglich manieristische Giebel, im Inneren befanden sich qualitätsvolle Stuckdecken vom Ende des 17. Jhs. Das Haus war eines von mehreren Adelshäusern in der Umgebung des Residenzschlosses. Benannt war es nach dem Wirklich Geheimen Rat Bernhard von Zech, der es 1702 erwarb. 1737 wurde es kurfürstliches Verwaltungsgebäude, im 20. Jh. nutzte es die Galerie Arnold für Ausstellungszwecke.

Das 1945 zerstörte und später abgerissene Haus wurde nicht rekonstruiert. An seiner Stelle wurde ein in den Proportionen angepasster Neubau mit einer der derzeit aktuellen Strichcode-Fensterfassaden errichtet.

Zehmsches Haus,  um 1620 errichtetes Bürgerhaus. Das Gebäude an der Schloßstraße stellte mit seinem dreigeschossigen Giebel das qualitätsvollste Beispiel eines manieristischen Hauses dar. Der Giebel wurde durch Pilasterstellungen, verkröpfte Gesimse und Voluten gegliedert.

Der dreigeschossige dopppelfenstrige Erker mit Pilastern und zierlichen Kapitellen befindet sich in der Mittelachse, während die Seiten durch Eckrustizierugnen begrenzt werden. Das Haus war Wohnsitz verschiedener Adelsfamilien, so u.a. ab 1697 der von Kammer- und Bergrat Johann George von Zehmen.

Das 1945 zerstörte Haus wurde später abgetragen und erst 2010/11 auf der bislang freien Fläche als Teil des Schlosshotels neu errichtet. Dabei wurde u.a. der hölzerne Erker - auch bezüglich der Materialität - originalgetreu nachgebaut.

Zeitenströmung,  das Areal der heutigen ZEITENSTRÖMUNG wurde1875 gegründet. Bis 1918 war es Teil des Arsenals des königlich-sächsischen Militärs, dessen Hauptgebäude heute das Militärhistorisches Museum der Bundeswehr beherbergt. Nach 1919 begann die zivile Geschichte, zunächst als Werksgelände einer Turbinenfabrik.

In der DDR befand sich hier der VEB Strömungsmaschinen, der unter anderem die Strahlturbinen für Verkehrsflugzeuge entwickelte und später vorrangig Getriebe für Diesellokomotiven lieferte. Bemerkenswert ist das 1957/58 von Axel Magdeburg errichtete Verwaltungsgebäude.

2004 erwarben die heutigen Eigentümer das Gelände und entwickelten das Konzept ZEITENSTRÖMUNG. Sie stellen sich dabei eine offene Nutzung vor und verbinden auch beim weiteren Ausbau die Tradition des Geländes mit moderner Architektur.

Zeitreise DDR [Stadt Radebeul], ehemaliges Museum
zur Lebensart der DDR 1949-1989, ursprünglich in der Neustädter Markthalle gegründet und beheimatet.

Der erste Ausstellungsabschnitt "Mobile Ost" wurde am 07.10.2005 eröffnet, weitere Ausstellungsteile (Wohnen Ost, Freizeit Ost, ...) folgten ab 04/2006.

Nach Insolvenz des Museums im Sommer 2016 wurde die Sammlung vom Einzelhändler Peter Simmel gekauft. Das Museum wird in neuer Form im Komplex des Hochhauses am Albertplatz wiedereröffnet. Damit kommt die Sammlung ganz in die Nähe ihres Gründungsorteszurück nach Dresden zurück. Zum Jahreswechsel 2016/17 ist der Umzug in vollem Gange, der Eröffnungstermin ist noch nicht bekannt.

Zellescher Weg, vierspuriger Verkehrszug, Teil des Stadtaußenringes, an der Südseite Erweiterungen der TU aus der Nachkriegszeit (Willersbau) und die neue Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek, an der Nordseite ebenfalls Institute, Studentenhochhäuser und die Gebäude der früheren "Arbeiter- und Bauernfakultät" (ABF).

Der ursprünglich dem Kloster Altzella gehörende Transportweg wurde seit dem 13. Jh. als Verbindung zwischen dem Klosterhof von Leubnitz und dem von Altzella genutzt.

Zentral-Theater, siehe Central-Theater
Zentralgasthof Weinböhla [Gemeinde Weinböhla], 1899/1900 durch einen Herrn Förster erbaut, entwickelte sich er sich zu einer überregional bekannten und beliebten gastronomischen Einrichtung. 1954 wurde das Grudstück volkseigen und von der Handelsorganisation Gaststätten (HOG) genutzt.
Nach der 1982 erfolgten Schließung setzte der langsame Verfall des Gebäudes ein.

1996 kaufte die Gemeinde Weinböhla das Haus, 1997-99 erfolgte die umfangreiche Restaurierung und Sanierung. Seither ist der in neuem Licht erstrahlende Zentralgasthof wieder für die Öffentlichkeit zugängig und hat sich einen festen Platz unter den regionalen Kulturstätten erworben. Der historische Ballsaal des Zentralgasthof zählt mit zu den schönsten Jugendstilbauten im Raum Dresden.

Zentrenkonzept,  Konzept der Landeshauptstadt bezüglich der Konzentration von Handel, Dienstleistungen, Kultur- und Sozialeinrichtungen. Neben dem Stadtzentrum, 11 Ortsteil-zentren (OTZ) und 24 Wohnnahen Zentren (WZ) werden zurzeit 10 Komplexe Einzelhandelsstandorte (KES) meist auf der sogenannten "grünen Wiese" verzeichnet.

Zerstörung 1945, siehe Sondertafel zum 13./14. Februar 1945
Zionskirche, 1. profanierte1) Kirchruine der 1908/12 von
Rudolf Schilling und Julius Gräbner im Jugendstil errichteten Zionskirche in der Südvorstadt. Bis zum Dach in Sandstein ausgeführt, trug ein Eisengerüst den zentral angeordneten 50 m hohen und mit Kupfer gedeckten Turm. Die 1945 ausgebrannte Kirche gehört seit 1984 der Stadt Dresden und wird von dieser als Lapidarium2) genutzt.

2. neues Gemeindezentrum der Zionskirchgemeinde, wurde 1981/82 von Gemeindemitgliedern unter schwedischer Bauleitung unweit von 1. errichtet.
Auf dem 2-geschossigen Ständerbau mit Klinkerverblendungen ruht eine Leimholzkonstruktion, im Untergeschoss befindet sich der Gemeindesaal.

3. ev.-meth. Kirche in Striesen. Die nach Plänen von Karl August Alicke errichtete schlichte Kirche mit Dachreiter wurde 1950 geweiht.

Zirkus,
Zirkus Sarrasani, 1912 von Heilmann und Littmann errichteter Rundbau für das 1901 in Radebeul von Hans Stosch-Sarrasani gegründete gleichnamige Zirkusunternehmen. An die mit einer Flachkuppel geschlossene Arena fügten sich vier das Bauwerk auflockernde Treppenhäuser an, den Eingangsbereich betonte ein großer Dreiecksgiebel. Der 1945 ausgebrannte Bau wurde später abgerissen.

Am alten Standort erinnern eine Gedenktafel sowie der Sarrasanibrunnen mit seiner Elefantengruppe an den Zirkus.

2005 erweckte André Sarrasani das Variete in Dresden zu neuem Leben: "TROCADERO Sarrasani Theater Dresden" hieß das Projekt in einem eigens dafür konstruierten Holzbau zwischen Hotel Westin Bellevue und dem Blockhaus, mit dem Sarrasani nach Dresden heimkehrte.

Sarrasani war seither regelmäßig über den Jahreswechsel in Dresden, hatte aber sein Quartier am Straßburger Platz aufschlagen. Künftig wird es vermutlich einen neuen Standort oder ggf. einen in ein an diesem Platz geplantes Einkaufszentrum integrierten Neubau geben.

Zitronenpresse,  volkstümliche Bezeichnung für die von einer Fama-Figur bekrönte Glaskuppel der Kunstakademie. Unter der Kuppel, die wegen ihres gefalteten Glasdaches an eine Zitronenpresse erinnert, befindet sich ein Ausstellungsraum.
Zoologischer Garten Dresden, 1861 eröffnet als einer der ältesten Zoos in Deutschland, 1945 fast völlig zerstört, 1946 zunächst bescheiden wiedereröffnet und danach schrittweise wiederaufgebaut. Der Zoo umfasst eine Fläche von 13 ha und beherbergt etwa 3000 Tiere in fast 400 Arten. 1997-99 erfolgten größere Investitionen, darunter der "Zoo unter der Erde", das Afrikahaus und die Tundraanlage.

2008 folgte das neugebautes Giraffenhaus, in das zwei Bullen dieser Art einzogen. Damit sind nach 24 Jahren Unterbrechung wieder Giraffen im Dresdner Zoo zu sehen ().

2010 wurde mit dem Prof. Brandes-Haus ein weites neues Tierhaus übergeben. Mit dem Neubau wurden vor allem größere und modernere Unterkünfte für die Primaten geschaffen, zum anderen können in großen Schaugehegen nun auch neue Arten gezeigt werden.

Seit dem 18.11.2013 besitzt der Zoologische Garten Dresden zwei Koalas, die bisher im Duisburger Zoo lebten.

Zöllmen,  siehe Sondertafel Ortschaft Gompitz
Zschertnitz siehe Sondertafel Zschertnitz
Zschieren siehe Sondertafel Zschieren
Zschonergrund, Ausflugstal im Dresdner Westen, mehrere Gaststätten, darunter die beliebte Zschonermühle.
Zschonermühle, traditionsreiche Ausflugsgaststätte im Zschonergrund, 1570 erstmalig aktenkundig erwähnt. 1917 erfolgte die Einstellung des Mahlbetriebes, um 1950 Schließung der Gastwirtschaft. 1985 begann die Sanierung und der schrittweise Ausbau zur heutigen Mühlengaststätte und zum Kulturzentrum.
Zum Schwan, An der Frauenkirche 13,  etwa 1746/47 durch Gottfried Findeisen für den Hufschmied Johann Samuel Michael errichtet. Benannt ist es nach der Plastik eines Schwanes am Schlussstein des Eingangsportals. Sie wird bis heute im Dresdner Lapidarium aufbewahrt.

Das Haus besticht weniger durch reiche Verzierungen wie z.B. sein Nachbar Zur Glocke, sondern durch seine Höhe, gleichauf mit der des nebenstehenden Coselpalais. 1945 zerstört und um 1950 abgerissen, wurde es 2004/06 im Rahmen des heute Carree an der Frauenkirche genannten Quartiers neu errichtet.

Zur Glocke, An der Frauenkirche 14, 1707/08 für den Glocken-gießer Christian Copinus erbaut. Bis zur Zerstörung 1945 befand sich eine kleine Glocke über dem Eingangsportal.

1945 zerstört und um 1950 abgerissen, wurde es 2004/06 im Rahmen des heute Carree an der Frauenkirche genannten Quartiers neu errichtet. Der Neubau wurde gegenüber dem Original um ein Stockwerk erhöht, um so einen harmonischeren Übergang zum Nachbarhaus Zum Schwan, aber auch zur Rampischen Straße 1 zu erreichen. Vor 1945 war "Die Glocke" das niedrigste der Häuser, zum "Schwan" hin trat dessen Brandmauer zu dominant hervor.

Zwergenschatzbrunnen,  1998 erschaffener Brunnen mit Plastik von Marion Kahnemann im Garten des Senioren-Wohnparkes Elsa-Fenske.
Zwillingsbrunnen, die beiden Brunnen standen von 1957 bis 2000 vor dem Ring-Café (heute Maredo) am Dr.-Külz-Ring und mussten wegen des Baus der Altmarkt-Galerie weichen. Warum sie nach den Baumaßnahmen nicht wieder im Stadtzentrum aufgestellt wurden, bleibt das Geheimnis der Stadtverwaltung. Nach 6 Jahren Einlagerung im Lapidarium bekamen sie 2006 in Johannstadt durch Zusammenarbeit der gleichnamigen Wohnungsgenossenschaft und der Stadt einen neuen Standort, dabei wurden die Mosaiken auf der Grundlage alter Fotos neu gestaltet.

Die Bezeichnung Zwillingsbrunnen wird gelegentlich auch für die beiden Brunnen am Albertplatz verwendet.

Zwinger, 1709-28 von Daniel Pöppelmann, eines der Wahrzeichen der Stadt Dresden (neben der wiedererstandenen Frauenkirche). Er besteht aus den Bauteilen Kronentor mit der Langgalerie, dem Wallpavillion und dem Glockenspielpavillion sowie den verbindenden Bauteilen. Eine Besonderheit ist das sogenannte Nymphenbad, "ein Festsaal unter freiem Himmel". Die bildhauerischen Arbeiten stammen von Balthasar Permoser bzw. unter seiner Leitung von weiteren namhaften Künstlern.
Die die Nordseite des Zwingerhofes abschließende neuere Gemäldegalerie von Semper gehört im engeren Sinne nicht zum Zwinger.

Dresdner Zwinger [Quelle: Openstreetmap] - Größere Karte anzeigen

1924-36 wurde der Zwinger unter Hubert Ermisch saniert, dabei wurde u.a. am Eingangspavillon ein Glockenspiel aus Meissner Porzellan angebracht. Das im Innenhof des Zwingers 1843 aufgestellte Denkmal König Friedrich August I. musste der Neugestaltung weichen. Ermisch leitete auch den Wiederaufbau nach 1945.

Übersichtsplan Zwinger

Zwingergaststätte, ehemalige Großgaststätte der DDR-Ära, umgangssprachlich oft als Freßwürfel bezeichnet.

Der am Postplatz gelegene Gaststättenkomplex "Am Zwinger" wurde 1965 bis 1967 nach Plänen der Architekten Gerhard Müller und Günther Gruner errichtet und umfasste den "Radeberger Keller", eine Tanzgaststätte, ein Weinrestaurant, das "Festival-Café" auf der Dachterrasse, das Schnellrestaurant "Gastronom" und eine Eisbar. Das 1967 eröffnete Haus wurde aus "hygienischen Gründen" geschlossen.

Durch Streitigkeiten der derzeitigen Grundstücksbesitzer verzögerte sich immer wieder der vorgesehene Abriss, nur der zum Adventa-Grundstück gehörige Teil, etwa ein Drittel, wurde wegen der nötigen Baufreiheit für den sog. "Riegel" zunächst abgerissen. Im desolatem Restgebäude tummelten sich billige "Ramschanbieter" und beeinträchtigten das Stadtzentrum in Sichtweite des Zwingers nicht gerade positiv.

Der Abriss des restlichen Gebäudeteiles erfolgte bis Sommer 2007, die Fertigstellung des auf diesem Grundstück errichteten Wilsdruffer Kubus im Sommer 2008.

Zwingerteich, Teich in der 6,5 ha großen Parkanlage westlich des Zwingers, umgestalteter Rest des alten Festungsgraben, der vor dem Kronentor noch als solcher zu erkennen ist.