Stadtteil im  Ortsamt Cotta. Dölzschen gehört zum "statistischen Stadtteil" 94 Naußlitz, zu dem neben der Gemarkung Dölzschen auch Gemarkungen Naußlitz, Wölfnitz und Roßthal sowie aus der Gemarkung Gorbitz der Ortsteil Niedergorbitz gehören. Dölzschen gehört seit 1945 zu Dresden.

Geschichte
Dölzschen wird erstmalig bereits 1144 als Dêlcâne (slawisch: Bergbewohner) erwähnt. Der Ort entwickelte sich aus einen Rundweiler zum Rundplatzdorf. Gutsherr Carl Siegmund von Nimptsch ließ 1742 einen Aussichtspunkt über dem Plauenschen Grund errichten, an dessen Stelle 1852-54 der Dölzschener Gutsherr Beger ein Gebäude im neoromanischen Stil errichte, welches heute als Begerburg das Wahrzeichen des Grundes ist. Ein anderer Gutsherr, Karl Albrecht von Nimptsch, ließ ein Weinbergschlösschen nahe der Pesterwitzer Grenze errichten, welches heute unter dem Namen Jochhöh bekannt ist und ein Altersheim beherbergt. Im Plauenschen Grund (und damit auch auf Dölzschener Flur) breitete sich in der Zeit des Kaiserreiches Industrie aus, so u.a. das Dölzschener Eisenhammerwerk.

1923 wurde Roßthal-Neunimptsch nach Dölzschen, der so vergrößerte Ort 1945 nach Dresden eingemeindet.

ÖPNV einst & jetzt
Dölzschen war und ist einer der straßenbahnlosen Stadtteile Dresden, sieht man von der seit 1902 jahrzehntelang im Plauenschen Grund betriebenen Linie nach Freital bzw. Hainsberg ab. Heute ist der Ort mit einer Buslinie über das Stadtteilzentrum
Plauen direkt mit dem Stadtzentrum und dem Uniklinikum in Johannstadt verbunden. Durch günstige Umsteigebedingungen kann man auch das Stadtteilzentrum Löbtau gut erreichen, dort besteht Anschluss an verschiedene Bus- und Straßenbahnlinien.

Bebauung & Wohnen
Außer dem alten Dorfkern besteht Dölzschen fast ausschließlich aus Eigenheimsiedlungen, darunter auch einige der Nachwendezeit.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit
Freibad Dölzschen, als Ausflugsgarten um 1885 angelegt, nach 1920 Freibad, ist es heute eines der wenigen FKK-Bäder der Stadt.
In Dölzschen befindet sich das frühere Wohnhaus der Familie
Victor Klemperers (), auf dem Dölzschener Friedhof auch seine Grabstätte.

Einkaufen & Einkehren
Es existieren kaum nennenswerte Einkaufs- und Einkehrstätten.

Lernen & Bilden
Eine Grundschule befindet sich in Dölzschen selbst, die nächste Oberschule in
Löbtau. Gymnasien gibt es in Plauen und Cotta.

Arbeiten
Es existieren kaum nennenswerte Arbeitsstätten.


Internet