Stadtteil im  Ortsamt Blasewitz, im wesentlichen identisch mit der Gemarkung Striesen. Für statistische Zwecke ist Striesen in die "statistischen Stadtteile" 52 Striesen-Ost, 53 Striesen-West, 54 Striesen-Süd eingeteilt. Striesen gehört seit 1892 zu Dresden.

Geschichte
Stiesen geht wie andere Dresdner Stadtteile auch auf eine slawische Siedlung zurück. Erwähnt wurde der Ort bereits 1350 als Stresen. Nach der Eingemeindung 1892 erfolgte eine großstädtische Bebauung mit Stadtvillen (sog. Würfelhäuser) und teilweise im Quartier um die Borsbergstraße als repräsentative geschlossene Blockrandbebauung mit den hier typischen Sandsteinfassaden. In dieser Zeit enstanden auch die Herz-Jesu-Kirche und Versöhnungskirche.

Der geschlossene Charakter ging durch die Zerstörungen im 2. Weltkrieg verloren, im mittleren Teil erfolgte ein fast flächendeckender Neubau. Dabei ist die Bebauung der Borsbergstraße mit ihrer geschlossenen Ladenfront eines der wenigen positiven Beispiele für anspruchsvollen Städtebau in der DDR. Dieses Quartier ist inzwischen, wie auch die meisten Striesener Villen, liebevoll saniert wurden.

ÖPNV einst & jetzt
Vor dem Krieg wurde Striesen durch ein dichtes Netz an Staßenbahnlinien durchzogen, heute ist kaum vorstellbar, dass sich am Barbarossaplatz mehrere Linien begegneten.

Striesen wird gegenwärtig durch eine bedeutende Ost-West-Straßenbahntrasse entlang der Schandauer und Borsbergstraße sowie durch tangentiale Linien von Bus und Bahn an allen "Rändern" erschlossen.

Bebauung & Wohnen
Baulich besteht Striesen aus recht unterschiedlichen Teilen: im Westen, teils historisch und gemarkungsseitig zur Altstadt II (Johannstadt) gehörig, dominieren prachtvolle Stadtvillen, teils im Jugendstil oder in historisierenden Stilen, anschließend stehen Reste der bereits oben erwähnten geschlossenen Bebauung, östlich anschließend um die Borsbergstraße Neubauten der 1960/70er Jahre. Durch die umfassende Sanierung dieses Quartiers einschließlich der Gehwegbereiche bekam das Einkaufszentrum seine einstmalige Bedeutung zurück.

In Striesen-Ost wiederum dominieren Stadtvillen, darunter einige Viertel mit herrlichen Würfelhäusern im Jugendstil, andere Viertel in schlichterer Ausführung. Im Südosten liegen meist ehemalige Gewerbeflächen (z.B. die ehemaligen Kamarawerke und die noch aktiven Zigarettenfabriken), aber auch bedeutsame Genossenschaftssiedlungen.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit
Die ehemaligen Kamerawerke beherbergen heute die Technischen Sammlungen der Stadt Dresden, im Stadtteil liegt auch das traditionelle Programmkino Ost.

Einkaufen & Einkehren
Neben der Einkaufsmeile Borsbergstraße, an der auch ein Kaufland-Einkaufszentrum liegt, ist auch die Schandauer Straße von regionaler Bedeutung. Daneben gibt es mehrere kleinere Einkaufsmöglichkeiten sowie besonders im östlichen Stadtvillenquartier etliche Weinlokale, Pubs und andere Kneipen.

Lernen & Bilden

Im Stadtteil liegen das Evangelische Kreuzgymnasium, hervor-gegangen aus der berühmten Kreuzschule sowie das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium an seinem neuen Standort.

Arbeiten
Arbeitsstätten existieren im Handel, in einigen Bürokomplexen, aber auch in Werkstätten aller Art. An der Junghansstraße befinden sich einige Ämter der Stadtverwaltung.


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