Stadtteil im  Ortsamt Cotta. Der "statistische Stadtteil" 91 Cotta ist in etwa identisch mit der Gemarkung Cotta, er umfasst außerdem einen kleinen überwiegend unbewohnten Anteil der Gemarkung Friedrichstadt. Cotta gehört seit 1903 zu Dresden.

Geschichte
Cotta wurde 1328 erstmalig urkundlich erwähnt, der Ortsname des ursprünglichen Gassendorfes leitet sich vom slawischen Personennamen Kottowe ab. Größere bauliche Veränderungen gab es erst nach dem Bau der Eisenbahnstrecke Dresden-Berlin über Cossebaude, ein Zeugnis dieser Zeit ist der beanachbarte Güterbahnhof Friedrichstadt. 1893 wurde die Weißeritz an den Rand des Ortes verlegt, der erst seit dieser Zeit an diesem Fluss liegt.

Cotta entwickelte sich weniger durch eigene industrielle Entwicklung, vielmehr durch die Industrialisierung von Löbtau und der Friedrichstadt zu einem Arbeitervorort der Stadt Dresden.

1899/1900 entstand das Rathaus der Gemeinde, welches heute das Ortsamt Cotta beherbergt. 1903 erfolgte die Eingemeindung. Kirchlich gehörte Cotta bis 1897 zu Briesnitz, 1927 wurde die neue Heilandskirche anstelle einer Interimskirche erbaut. Cotta wurde im 2. Weltkrieg vergleichsweise nur wenig zerstört, so dass der Charakter eines "einfachen Kaffeemühlenhausviertels"
(offene Mietshausbebauung) fast vollständig erhalten blieb. Die Sanierung ist seit der Wende noch nicht so weit fortgeschrittten wie beispielsweie im "nobleren Kaffeemühlenhausviertel" Striesen.

ÖPNV einst & jetzt
Zwei Straßenbahntrassen kreuzen sich traditionell am Übergang des Stadtteiles zu Löbtau, an der sog. Schanze, wobei die tangentiale Nord-Südverbindung immer wieder mal von Stilllegungsplänen bedroht ist. Die Ost-West-Trasse verbindet Cotta Richtung Westen mit der Großsiedlung Gorbitz, Richtung Osten mit der Innenstadt und dem Szeneviertel Neustadt. Am Nordrand verkehrt eine zweite Straßenbahnlinie Richtung Innenstadt, in diese mündet am Hp. Cotta die Nord-Süd-Linie, die gemeinsame Strecke führt über die Warthaer Straße zum Endpunkt Leutewitz. Darüber hinaus fahren mehrere Buslinien durch oder am Rande von Cotta.

Bebauung & Wohnen
Reste des Dorfkernes findet man nur wenige, auch die alte Traditionsgaststätte "Frosch" ist nicht original, da 2001 in Anlehnung an dörfliche Bebauung neu errichtet. Die überwiegende Bebauung sind
Würfelhäuser der Gründerzeit, aber auch ergänzende genossenschaftliche Wohnbauten der 1920/30er Jahre, vereinzelt auch der 1960er. Nach 1990 enstand z.B. in kleines Quartier geschlossener Wohnbebauung um eine neue Hotelanlage.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit
An der Grenze zu Briesnitz befindet sich das Theater Junge Generation.

Einkaufen & Einkehren Hotel Altdresden
Traditionelle Einkaufsstraße ist die Warthaer Straße. Daneben gibt es kleinere Einkaufsviertel um Altcotta und an der Pennricher Straßen. In Cotta findet man Kultgaststätten (wie die "Oma") genauso wie typische Arbeitervorstadtkneipen. Um das neue "Ringhotel Residenz Alt Dresden" entstand nach der Wende Wohnbebauung mit einer Ladenstraße.

Lernen & Bilden

Grundschule sowie das Gymnasium Cotta befinden sich mitten im Stadtteil, die nächsten Oberschulen in Cossebaude und Gorbitz.

Arbeiten
Keine größeren Arbeitgeber, Handwerksbetriebe und Kleingewerbe, in der Nähe der Güterbahnhof.


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