Stadtteil im  Ortsamt Leuben. Kleinzschachwitz gehört zum "statistischen Stadtteil" 63 Kleinzschachwitz, zu dem neben der Gemarkung Kleinzschachwitz auch die Gemarkungen Zschieren und Meußlitz gehören. Das Gebiet südlich der Kyawstraße mit dem Kurhaus Kleinzschachwitz, welches landläufig diesem Stadtteil zugerechnet wird, gehört zur Gemarkung Zschieren. Kleinzschachwitz gehört seit 1921 zu Dresden.

Geschichte
Kleinzschachwitz wird 1310 als Schyzeycz (slaw.), später als Zscheisewitz erwähnt. Der Ort unterstand dem Klosterhof in Leubnitz, war aber im 15. bis Ende des 17. Jh. wüst. Erst danach begann der Wiederaufbau durch Handarbeiter. 1727 wurde die Fährverbindung nach Pillnitz eingerichtet, die aber bis 1849 nur dem Hof vorbehalten war. 1797 siedelte hier der russische Fürst Putjatin, ein Sonderling, aber auch ein Gönner des Ortes. 1825 übergab er der Gemeinde eine in typisch russischer Bauweise errichte Schule, heute ist das Putjatinhaus ein kultureller Treffpunkt des Ortes. 1886 wurde eine Dampfschiffstation errichtet, und bald darauf säumten eine Vielzahl von Villen das Elbufer von Laubegast bis Zschieren, landeinwärts entstanden dann später einfachere Eigenheimsiedlungen. 1921 wurde Kleinzschachwitz nach Dresden eingemeindet.

ÖPNV einst & jetzt
In der Frühzeit der Straßenbahn war Kleinzschchwitz über die Kurhaus- und Bahnhofstraße mit Niedersedlitz und von dort mit Leuben, Laubegast und Kreischa durch Überlandschmalspurbahnen verbunden. Nach Umspurung fuhr die Kleinzschachwitzer Straßenbahn über die heutige Berthold-Haupt-Straße. Darüber hinaus hat der Stadtteil Bus- und Fähranschluss.

Bebauung & Wohnen
Der heutige Stadtteil besteht elbnah aus repräsentativen Villen (z.B. Therese-Malten-Villa), landeinwärts aus Eigenheim- und Reihenhäusern. Große Teile der Villenviertel liegen in waldartigen Vorgärten, mittendrin der öffentliche Kurpark.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit
Auf dem anderen Elbufer liegt das Schloss Pillnitz. Auch der Elbradweg (gleichfalls ein beliebter Wander- und Spazierweg) führt hier vorbei. Im Ortskern befindet sich das Stadtteilzentrum Putjatinhaus.

Einkaufen & Einkehren
Es existieren kaum nennenswerte Einkaufsmöglichkeiten, sieht man von wenigen Nachwendeläden an der Meußlitzer Straße ab. Eine traditionelle Einkehrstätte ist das originalgetreu sanierte
Kurhaus, welches exakt bereits auf Zschierener Flur liegt. Darüberhinaus gibt es weitere Gaststätten und Kneipen.

Lernen & Bilden

Je eine Grundschule liegt in den Ortsteilen Kleinzschachwitz und Meußlitz, die nächste Oberschule befindet sich in Leuben, ein Gymnasium in Großzschachwitz.

Arbeiten
Es existieren kaum nennenswerte Arbeitsstätten.


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