Stadtteil im  Ortsamt Prohlis. Bildet den "statistischen Stadtteil" 76 Strehlen, der insgesamt etwa identisch mit der Gemarkung Strehlen ist. Zum "statistischen Stadtteil" zählt auch ein kleiner Anteil der Gemarkung Reick, anderseits gehört eine Eigenheimsiedlung im Südwesten zum "statistischen Stadtteil" 83 Räcknitz/Zschertnitz. Strehlen gehört seit 1892 zu Dresden.

Geschichte
Strehlen wird bereits 1288 als Strowela (ein slawischer Familienname) erwähnt. 1307 wird der Ort vom Kloster Zella erworben und bis zu seiner Eingemeindung vom Leubnitzer Amt verwaltet. Der Ort lag am Kaitzbach unterhalb des alten Frankenberges, auf dem heute die 1903 von Schilling und Gräbner entworfene Christuskirche steht. Ursrpünglich gehörte auch der Große Garten zur Strehlener Flur, von der Kurfürst Johann Georg III. 1564 Land zur Errichtung eben dieses Gartens erwarb.

Lage und günstige Verkehrsanbindung (1884 Pferde-, 1900 elektrische Straßenbahn) machten Strehlen für die Oberschicht attraktiv. Es entstand zwischen dem alten Ort und dem Garten ein ausgedehntes Villenviertel mit markanten Bauwerken wie dem Königshof (Theater, Hotel, in DDR-Zeiten: "Strehlener Hof", heute wieder ein vorbildlich saniertes Hotel mit anschließendem Neubau), der Königlichen Villa und einer Schule von Thormeyer. 1892 wurde Strehlen nach Dresden eingemeindet.

Südlich des Dorfes entstanden nach 1900 bis in die 1930er Jahre zunächst geschlossene Wohnsiedlungen, die je jünger desto offener im Stile des genossenschaftlichen Wohnungsbaus errichtet wurden. An der Reicker Streße entstand um 1980 ein Plattenwohngebiet, welches landläufig vielfach bereits Reick zugeordnet wird. Trotz des jüngst dort entstandenen Einkaufszentrum ODC entwickelt sich dieses noch unsanierte und teils bereits abgerissene Gebiet zum Problemviertel.

ÖPNV einst & jetzt
Strehlen ist durch die Straßenbahn traditionell mit dem Hauptbahnhof und mit dem Szeneviertel Neustadt verbunden. In den letzten Jahren bog die Straßenbahn ab Hbf. direkt in die Innenstadt ein. Strehlen wird außerdem durch mehrere wichtige Buslinien erschlossen, darunter die "Nachfolgelinie" 61 des O-Busses, der rund 25 Jahre am Wasaplatz die Straßenbahn kreuzte.

Bebauung & Wohnen
Strehlen besteht heute aus den Resten des Dorfkernes, nördlich anschließend einem der sehenswertesten Villenviertel Dresdens sowie südlich geschlossene Bebauung, die landwärts in Genossenschaftswohnungsbau übergeht. Südlich der Dohnaer Straße liegen einige ältere und auch jüngste Eigenheimsiedlungen. Die Plattensiedlung an der Reicker Straße ist im Gegensatz zu den meisten anderen noch nicht saniert.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften
In Strehlen befindet sich mit der Christuskirrche die bekannteste Jugendstilkirche der Stadt.

Kultur & Freizeit
Strehlen zeichnet sich durch die Nähe zum Großen Garten und zum Zoologischen Garten aus, auch ein Spaziergang durch den Dorfkern entlang des Kaitzbaches hat durchaus seinen Reiz. Am Rande des Ortkernes hat die Kleinkunstbühne "Die Raspel" ihre Heimat.

Einkaufen & Einkehren
Es gibt mehrere Supermärkte um das alte Ortszentrum herum, welches sich an der Lockwitzer Straße zu einem belebten Einkaufsviertel entwickelt hat. Ursache ist hierfür vorallem der Knotenpunkt des ÖPNV, die Nähe von TU und Studentenheimen sowie ein wohl doch etwas gehobeneres Einkommensniveau.

An der Reicker Straße entstand 2000 das Einkaufszentrum O.D.C. ("Otto-Dix-Center") mit Supermarkt und Dutzenden Spezialgeschäften.

Um den Wasaplatz befinden sich Hotels, Pensionen und einige interessante Gaststätten aller Art (u.a. asiatisch, griechisch, Sportkneipe), allerdings ist die Beständigkeit in vielen Fällen nicht zu groß (es gibt Ausnahmen!).

Lernen & Bilden

Grund- und Oberschule befinden sich in Strehlen selbst, das Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium als nächstgelegenes Gymnasium in Prohlis.

Arbeiten
Im Stadtteil gibt es vorrangig Kleingewerbe sowie das
Bundeswehrverwaltungszentrum, in Nachbarschaft die TU.


Internet