Ausgewählte Radwege und Tipps für geruhsames Radeln

Dresden hat auch für Radfahrer einiges zu bieten. Neben dem bekannten Elberadweg () gibt es im nahen Umland 2 Trassen auf abgebauten Kleinbahnstrecken, auf denen man bei teils hervorragender Sicht aufs Elbtal ebenso bequem radeln kann, sind doch derartige Bahnen zwar kurvenreich, aber nur mit geringen Steigungen angelegt wurden.

Elberadweg
der Hauptweg führt im Stadtgebiet linkselbig bis zur flussabwärtigen Stadtgrenze und wechselt dort über die Niederwarthaer Elbrücke auf das rechte Elbufer. Er ist fast durchgehend gut bis sehr gut ausgebaut, alle Sehenswürdigkeiten der Altstädter Seite wie Brühlsche Terrasse, Frauenkirche und Zwinger befinden sich nur wenige Meter vom Radweg entfernt.

Schloss Pillnitz auf der rechten Elbseite ist per Fähre gut erreichbar, dort sind am Fuße der Weinberge kleinere bequeme Rundfahrten möglich. Die Verbindung Pillnitz - Loschwitz verläuft teils auf der Straße und ist eher weniger geeignet, geeignet zur Radtour bei überwiegend gutem Ausbau ist aber der Abschnitt Loschwitz - Innere Neustadt.

Die Fortsetzung nach Kaditz ist im Ausbau bzw. geplant, von dort zum "Weindorf" Altkötzschenbroda und weiter zur Niederwarthaer Elbbrücke ist wieder sehr gut ausgebaut und landschaftlich besonders reizvoll. Ab dort führt auch der Hauptradweg rechtselbig weiter nach Meißen, Diera-Zehren und Diesbar-Seußlitz.

Vier innerstädtische Elbbrücken verbinden die Alt- und die Neustadt, so dass man die einzelnen Abschnitte relativ beliebig auch zur Rundfahrten kombinieren kann.

Trasse der Windbergbahn
fährt man mit der Straßenbahn (Linie 3) oder dem Bus (Linie 72) bis Coschütz und von dort mit der Linie 71 weiter Richtung Kleinnaundorf (Hst. Hopfenblüte), erreicht man den nahen Bahndamm des abgebauten, oberen Teils der Windbergbahn. Auf überweigend gut geschlemmten Belag kann man bis Bannewitz, nach kurzer Unterbrechung bis Possendorf und zurück radeln. Am Rande laden Zeugnisse der Bergbaugeschichte zum Besichtigen und zahlreiche Bänke zum Blick auf Dresden ein.

zur Sondertafel "Radeln auf der Trasse der Windbergbahn"

Rabenauer Grund
Eine romantische Tour findet der Radler durch den Rabenauer Grund. Es ist ein "natürlicher" Weg, den er sich mit den Wanderfreunden ganz legal teilen muss. Die Tour beginnt in Freital-Coßmannsdorf am Sportpark "Hains" (Parkmöglichkeiten) und führt entlang der Roten Weißeritz und der durch die Flut 2002 zerstörten und immer inzwischen wieder aufgebauten Weißeritztalbahn zur Rabenauer Mühle (u.a. Selbstbedienungs-Biergarten) weiter nach Malter.

Edgar-Rudolph-Radweg
In Freital gibt es einen weiteren interessanten Radweg Richtung Kesselsdorf, wiederum auf einer stillgelegten Kleinbahntrasse. Er beginnt in Potschappel an der Dresdner Porzellanmanufaktur und verläuft zunächst auf der Trasse der 1856 eröffneten Niederhermsdorfer Kohlenbahn, die 30 Jahre später mittels Dreischienengleis von der Schmalspurbahn nach Wilsdruff mitgenutzt wurde. In sanfter Steigung verläuft der nach dem Heimatforscher Edgar Rudolph benannte Rad- und Wanderweg anfangs neben dem Wiederitzbach.

Der Schmalspurtrasse folgt man bis fast an die ehemalige Wurgwitzer Brücke. An dieser Stelle muss man die Trasse kurz verlassen und die Straße nach Kesselsdorf queren, wo man über einige Nebenstraßen bald wieder auf die Bahntrasse gelangt. Hier beginnt der schönste Teil der Strecke. In gleichmäßiger Steigung schlängelt sich die Trasse hinauf nach Kesselsdorf.

Kleinbahntrasse Weißig - Dürrröhrsdorf-Dittersbach
zu ihr gelangt man mit der Straßenbahnline (Linie 11) bis Bühlau, dort umsteigen in Bus 61 Richtung Weißig (Hst. Am Steinkreuz). Durch eine ruhige neue Siedlung in Nähe des ehemaligen Bahnhofs von Weißig gelangt man nach kurzer Fahrt auf den bis zum Ortsteil Schönfeld asphaltierten Bahndamm. Der Abschnitt Schönfeld - Schullwitz wird derzeit ausgebaut, kann aber außerhalb der Bauzeiten bedingt befahren werden, ansonsten steht eine mäßig befahrene Landstraße zur Verfügung. Von Schullwitz nach Eschdorf (Museum auf dem Heuboden, sehenswerte Dorfkirche) und weiter Richtung Dürrröhrsdorf-Dittersbach ist der Radweg wieder hervorragend ausgebaut.

Zille-Radweg
ein relativ junger Radweg, die Beschilderung wurde erst Anfang April 2007 aufgestellt, ist der Zille-Radweg. Zusammen mit einem Teilstück des Elbradweges ergibt er eine Rundstrecke um Moritzburg von ca. 55 km. Ausgangspunkt ist beispielsweise der Elberadweg beim Abzweig Borngasse nach Brockwitz, die Tour führt, entgegen des Uhrzeigersinnes hoch auf die Lößnitz, um die Moritzburger Teichlandschaft nach Zilles Geburtsstadt Radeburg und von dort über Bärwalde durch die Moritzburger Wälder zurück Richtung Elbe, wo man bei Sörnewitz wieder auf den Elbradweg trifft.

Man kann die Tour aber auch nur im oberen Teil "drehen" und z.B. in Bärnsdorf beginnen. Dieser Teil wird im folgenden etwas näher beschrieben: auf gut asphaltiertem straßenbegeleitenden Radweg gelangt man nach Berbisdorf, weiter über ebenfalls gut zu radelnde Siedlungsstraßen in Berbisdorf und Neuer Anbau nach Radeberg, wo man u.a. den Markt und das Zillehaus besichtigen kann. Bei der Ausfahrt Richtung Bärwalde nicht die Beschilderung verpassen (bei Verfahren diese am besten vom Endbahnhof der Lößnitztalbahn neu suchen), bei der offiziellen Variante der Ortsausfahrt ist auch eine "mittlere Steigung" dabei. Dann geht es über recht unbefestigte Wege, einen ehemaligen Bahndamm der Anschlussbahn zu Schamottewerk und von dort über eine kaum befahrene Landstraße nach Bärwalde. Im Ort an der Kirche vorbei Richtung Süden abzweigen, nach Querung der Straße nach Moritzburg brauchbare Waldwege durch herrliche Wald- und Seenlandschaft. Am Unteren Altenteich verlässt man für die kleine Runde den Zille-Radweg und fährt entsprechend der Beschilderung Richtung Schloss Moritzburg, nördlich des Schlossteiches durch den Park, dann südöstlich Richtung Waldschänke und Fasanenschlößchen. Über einen Damm geht es zur Siedlung Cunnertswalde und auf einer schmalen asphaltierten Verbindungstraße zurück zum Ausgangspunk in Bärnsdorf.


Auto- und damit stressfreies radeln ist auch im Großen Garten, in der Dresdner Heide und auf zahlreichen Nebenstraßen in den schönen Villenvierteln im Dresdner Osten (Striesen, Blasewitz u.a.) möglich.
Entlang wichtiger Ausfallsstraßen wie der B 170 Richtung Süden und TU (Steigung!) und der B 172 Richtung Südosten sowie der Südwesttangente verlaufen separate Radwege.

Die Stadt Dresden bietet einen Stadtplan für Radfahrer, der das detaillierte Netz günstig befahrbarer Routen in Dresden und naher Umgebung beinhaltet.