Käbschütztal,
Kahleberg,  905 m ü. NN, höchste Erhebung im sächsischen Teil des Osterzgebirges.
Kamenz,
Karl-Marx-Stadt,  Name der Stadt Chemnitz, des Kreises und des Bezirkes Chemnitz von 1953 bis 1990.
Karl-Marx-Universität,  Name der Universität Leipzig 1953-1991.
Ketzerbachtal,
Kipsdorf,  Ortsteil von Altenberg im Osterzgebirge. Der Kurort Kipsdorf ist seit 1996 Ortsteil der Bergstadt, er verfügt über eine beachtenswerte ev.-luth. Bergkirche sowie mehrere Pensionen und Gaststätten. Kipsdorf wurde 1510 von Siedlern, welche im Dienste der Herren von Bärenstein standen, gegründet. Der Ortsteil zählt heute reichlich 300 Ew.

Seit 1883 war der Ort über die Weißeritztalbahn mit Hainsberg, heute Stadtteil von Freital, verbunden. 2002 zerstörte ein Hochwasser die Bahnanlagen, der Wiederaufbau des Abschnittes Kipsdorf - Dippoldiswalde ist bisher noch nicht erfolgt.

Kirchberg,
Kirchen,  Religionsgemeinschaften siehe Religionen

Kirchen als Bauwerke, Sachsen ist reich an Kirchgebäuden fast aller Stilepochen. Es finden sich weltbekannte Stadtkirchen ebenso wie bemerkenswerte Dorfkirchen.

In diesem Lexikon werden Kirchen in der Regel unter dem Ort beschrieben oder aufgeführt, wo sie sich befinden. Besonders erwähnenswerte Bauwerke haben oder bekommen einen eigenen Artikel.

Dresden:
Frauenkirche
Kreuzkirche
Hofkirche
Christuskirche und weitere siehe unter Dresdner Kirchen

Leipzig
Thomaskirche
St. Nikolaikirche

Kirnitzschtal, 1.

2. Tal in der Sächsischen Schweiz, siehe Kirnitzschtalbahn

Kirnitzschtalbahn,  kleinster Straßenbahnbetrieb Deutschlands, verkehrt im lieblichen Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz. Auf der rund 8 km langen Strecke verkehrt seit 1898 eine meterspurige Straßenbahnlinie von Bad Schandau durch das Tal zum Lichtenhainer Wasserfall. Von den Stationen führen Wanderwege zu den herrlichen Aussichtspunkten am Großen Winterberg, an den Schrammsteinen, den Affensteinen und am Kuhstall. Im Tal laden etliche Ausflugsgaststätten ein.
Kirschau,
Kitzen,
Kitzscher,
Klingenthal,
Klipphausen,

zur Sondertafel Klipphausen

Klitten,
Kloster Nimbschen,  um 1275 gegründetetes ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in der Nähe von Grimma, früher auch Kloster Marienthron genannt. Es wurde bekannt durch Katharina von Bora, die spätere Ehefrau von Martin Luther, die hier 1514-23 lebte. 1529 wurde im Kloster die Reformation eingeführt, das Kloster selbst 1536 aufgelöst, heute Ruine.
Kodersdorf,
Kohren-Sahlis,
Königreich Sachsen,  Bezeichnung für Sachsen zwischen 1806 und 1918. Als sich die Wettiner mit ihrem Kurfüstentum dem Rheinbund und damit Napoléon anschlossen, wurden sie mit dessen Wohlwollen wie andere deutsche Fürsten mit der Königswürde belohnt. Bereits 1815 verlor das junge Königreich rund 3/5 seines Territoriums1) an Preußen.

1) einige dieser Gebiete gehören seit 1945 bzw. 1990 wieder dem heutigen
    Freistaat Sachsen an.

1918 dankte der letzte König Friedrich August III. ab, Sachsen wurde Freistaat.

Königsbrück,
Königsfeld,
Königshain,
Königshain-Wiederau,
Königstein/Sächs. Schw.,
Königswalde,
Königswartha,
Kötzschenbroda,  Stadtteil von Radebeul. Der frühere Dorfanger von Kötzschenbroda (heute die Straße Altkötzschenbroda) ist einer der am besten sanierten und gleichzeitig sicher einer der belebtesten historischen Dorfkerne in Sachsen.

Auf dem Anger findet heute städtisches Leben in dörflicher Athmosphäre statt, ist er doch von einer Vielzahl gastronomischer Einrichtunge allen Coleurs und etlichen alternativen Lädchen und Einrichtungen geprägt.

siehe auch Sondertafel Kötzschenbroda

Krauschwitz,
Kreba-Neudorf,
Kreis (1),  Bezeichnung für die mittlere Verwaltungsebene in Sachsen zwischen 1938 und 1952, in der DDR zwischen 1952 und 1990 und im heutigen Freistaat. Die Kreise entstanden 1938 aus den bisherigen Amtshauptmannschaften.
1952 wurden zusammen mit der Auflösung der Länder und der Bildung der Bezirke völlig neue, kleinere Kreise gebildet. In zwei Kreisgebietsreformen 1994 und 2008 fusionierten diese "DDR-Kreise" zu jeweils größeren Einheiten. Man unterscheidet zwischen Stadtkreisen (heute kreisfreie Städte) und Landkreisen.

Direktionsbezirke, kreisfreie Städte und Landkreise:


Kreis (2) war bis 1816 auch die Bezeichnung für die oberste Verwaltungsebene im Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen.

Diese Verwaltungseinheiten sind aber von der Bedeutung, der Fläche und der Geschichte eher mit den heutigen Regierungs- bzw. Direktionsbezirken vergleichbar. Diese wurden bis 1938 Kreishauptmannschaften genannt und gingen 1815/35/74 aus eben diesen kursächsischen Kreisen hervor.

Bis 1815 exisitierten folgende kursächsischen Kreise:

Kreise, sonstige GebieteHerkunft (vereinfacht)Verbleib (vereinfacht)
KurkreisHerzogtum Sachsen-Wittenberg und Grafschaft Brehna 1815 an Preußen, Provinz Sachsen (heute meist zu Sachsen-Anhalt)
Thüringer Kreisseit 1547 im Besitz der Albertiner1815 an Preußen, Provinz Sachsen (heute Thüringen)
Meißnischer KreisMark Meißen1816 Meißner Kreishauptmannschaft
Leipziger KreisOsterland1816 Leipziger Kreishauptmannschaft
Erzgebirgischer KreisBgft. Meißen und Mark Meißen1816 Erzgebirgische Kreishauptmannschaft
Vogtländischer Kreis1656/57-1718 zum Herzogtum Sachsen-Zeitz1816 Vogtländische Kreishauptmannschaft
Neustädter Kreis1656/57-1718 zum Herzogtum Sachsen-Zeitz1815 an Preußen, Provinz Sachsen (heute Thüringen)
Marggft. Niederlausitz1635 kursächsisch1815 an Preußen, Provinz Brandenburg
Marggft. Oberlausitz1635 kursächsischNO-Teil 1815 an Preußen, Provinz Schlesien, SW-Teil 1816 Oberamtsregierung zu Budissin/Bautzen

Kurios ist, das der heutige Vogtlandkreis nach Zusammenlegung aller bisherigen vogtländischen Landkreise und der Stadt Plauen praktisch dem historischen Vogtländische Kreis entspricht, während die anderen historischen Kreise eher mit einem heutigen Direktionsbezirk vergleichbar sind.

Kreisfreie Stadt,  eine nicht zu einem Landkreis gehörige Stadt, ugs. und während der DDR auch offiziell Stadtkreis genannt.

Analog zu den bis 1938 Amtshauptmannschaften genannten Landkreisen nannte man entsprechende Städte bezirksfrei.

Heute verfügen in Sachsen nur noch die 3 Städte mit Sitz einer Landesdirektion den Status einer kreisfreien Stadt:

Bis 2008 waren zudem

Görlitz (seit 1873) (bis 1945 innerhalb Preußens)
Hoyerswerda (seit 1996)
Plauen (seit 1907) und
Zwickau (seit 1907) kreisfreie Städte.

In der DDR waren zudem Johanngeorgenstadt (1952-57) sowie Schneeberg (1952-58) kurzzeitig kreisfrei.


Vor 1945, max. bis zur Gebietsreform 1952 waren außerdem kreisfrei:

seit 1922 Bautzen, Freiberg, Meißen und Zittau
seit 1924 Döbeln, Freital, Mittweida, Pirna, Riesa u.a.
seit 1935 Radebeul

Kreisgebietsreformen,  siehe Verwaltungsreformen
Kreischa,

zur Sondertafel Kreischa

Kreishauptmannschaft,  Bezeichnung für die oberste Verwaltungsebene des Königreiches bzw. (ersten) Freistaates Sachsen. Es gab zunächst 5 Kreishauptmannschaften:
Bautzen, Dresden, Leipzig, Chemnitz und Zwickau. 1932 wurden die Kreishauptmannschaften Bautzen und Dresden zur Kreishauptmannschaft Dresden-Bautzen vereinigt.

1938 wurden die Kreishauptmannschaften durch gleichnamige Regierungsbezirke ersetzt.

Im heutigen Freistaat entspricht die Funktion einer Kreishauptmannschaft etwa der eines Direktionsbezirks (bis 2008 wiederum Regierungsbezirk).

Kriebstein,
Krostitz,
Kubschütz,
Kuhstall,  Felshöhle und Aussichtspunkt im Nationalparkgebiet der Sächsischen Schweiz nahe des Kirnitzschtales.
Kurfürstentum Sachsen, Kursachsen,  zunächst Bezeichnung für das historische Herzogtum Sachsen-Wittenberg, welches 1356 durch die Goldene Bulle die Kurwürde erhielt. Als das Herzogtum 1423 an die Wettiner fiel, ging der Name schrittweise auf deren gesamten Besitz über und wurde nach Übertragung der Kurwürde an die Albertiner für deren Länder (ab 1635 inklusive der Markgrafschaften Nieder- und Oberlausitz) gebräuchlich.

Aus dem ursprünglichen Kurfürstentum wurde ca. 1550 der Kurkreis gebildet,
aus dem vergrößerten Kurfürstentum entstand 1806 bei gleichem Umfang das Königreich Sachsen.

Kurkreis,  historischer Kreis von ca. 1550 bis 1816 im Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen. Er entstand aus aus dem historischen Herzogtum Sachsen-Wittenberg (ab 1356 Kurfüstentum, ab 1423 Wettiner als Herrscher) und der von diesem Hzm. bereits 1290 erworbenen Grafschaft Brehna. Nach der Wittenberger Kapitulation 1547 kam das Gebiet an die wettinischen Albertiner, die daraus den Kurkreis bildeten.

Der Kurkreis fiel infolge des Wiener Kongresses 1815 an Preußen und wurde der preußischen Provinz Sachsen zugeschlagen. Kleinere Teile gehören heute zu Brandenburg und wieder zu Sachsen, der überwiegende Teil zu Sachsen-Anhalt, worin 1947 die Prov. Sachsen aufging.


Quelle Gemeindeflächen und Einwohner: SLA Sachsen