Stadtteil im  Ortsamt Altstadt, gehört zur Gemarkung Altstadt I und ist identisch mit dem gleichnamigen "statistischen Stadtteil" 02 Pirnaische Vorstadt.

Geschichte
Die Pirnaische Vorstadt entstand 1835 aus den schon seit dem Mittelalter bestehenden Vorstadtsiedlungen Bornergase Gemeinde und Teilen der Pirnaischen und Rampischen Gemeinde. Zusammenhängend bebaut wurde das Gebiet erst nach 1860 in überwiegend geschlossener Blockrandbebauung, dabei entstanden auch repräsentative Platzanlagen wie der heute vollkommen überbaute Holbeinplatz.

Entlang der Hauptstraßen wie der 1875 angelegten Grunaer Straße oder an der Striesener Straße siedelten sich Geschäfte an. 1878 wurde die Johanniskirche fertiggestellt, 1888 das Amtsgericht nahe der 1875 erbauten Albertbrücke errichtet. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebiet total zerstört und ab 1951 als Wohngebiet neu bebaut. Die für ihre Zeit relativ anspruchsvollen Wohnblocks entlang der Grunaer Straße waren der Neubeginn des Wiederaufbaus in Dresden. Zwischen dieser Straße und der Elbe wurden in den 1950/60er Jahren einfachere Blocks in offener Zeilenbebauung errichtet. Einziger architektonischer Höhepunkt neben dem Gericht ist das in den 1990er Jahrern errichtete St.-Benno-Gymnasium.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

ÖPNV einst & jetzt
Vor dem Krieg wurde die Pirnaische Vorstadt von mehreren Straßenbahnlinien um- und durchfahren, heute wird sie außer an der Elbseite an allen drei anderen Kanten von Straßenbahnlinien tangiert und im Norden von einer Buslinie erschlossen.

Bebauung & Wohnen
Der Stadtteil ist heute ein fast reines Wohngebiet überwiegend mit Blocks im "AWG-Scheunenstil", am Westrand wird die Vorstadt von Wohnzeilen mit Fliesenverkleidung (eine derzeit in Sanierung ohne diese Fliesen!), im Süden durch die oben erwähnte Bebauung Grunaer Straße Nordseite sowie 5 Wohnhochhäuser auf der Südseite begrenzt.

Einkaufen & Einkehren
Es existieren nur wenige Läden von lokaler Bedeutung an der Grunaer und an der Striesener Straße, daneben ein Supermarkt und ein Hotel mit einigen Spezialgeschäften. Gastronomisch ist der Stadtteil "unterentwickelt".

Lernen

Es gibt eine Grundschule in freier Trägerschaft, das Marie-Curie-Gymnasium und das katholische St.-Benno-Gymnasium, die nächste Oberschule ist in der benachbarten Johannstadt.

Arbeiten
Einziger nennenswerterr Arbeitgeber ist das im Stadtteil gelegene Sächsische Serumwerk.


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