Stadtteil im  Ortsamt Blasewitz. Für Verwaltungszwecke wurde der "statistische Stadtteil" 56 Seidnitz/Dobritz gebildet, in dem die größeren Anteile (jeweils mit dem Dorfkern) der Gemarkung Seidnitz und der Gemarkung Dobritz zusammengefasst sind. Der kleinere nördliche Teil der Gemarkung Seidnitz zählt zum "statististischen Stadtteil" 55 Tolkewitz/Seidnitz-Nord, Dobritz-Süd zu zum 61 Leuben. Seidnitz gehört seit 1902 zu Dresden.

Geschichte
Seidnitz ist ab 1378 als Syticz (Name slawischen Ursprungs) nachgewiesen. Es ist aus einem slawischen Platzdorf zwischen zwei Elbarmen hervorgegangen. Um den Ort befanden sich zahlreiche Seen und Feuchtwiesen, die nach dem Bau des Wasserwerkes Tolkewitz durch die Grundwasserabsenkung austrockneten. 1891 wurde die noch heute existierende Pferderennbahn angelegt. 1902 erfolgte die Eingemeindung. In den 1920er Jahren entstanden südlich des alten Dorfes Wohnungsiedlungen im Genossenschaftsstil, nach 1970 das Wohngebiet Seidnitz-Nord, in den 1980er Jahren zwei größere WBS-70-Plattenbausiedlungen. Die anliegenden Hauptstraßen gaben diesen Wohnvierteln ihren Namen: Bodenbacher und Marienberger Straße.

ÖPNV einst & jetzt
Seidnitz wird seit der Jahrhundertwende von einer Ost-West-Trasse der Straßenbahn durchfahren, die schrittweise aus dem Zentrum über Gruna und Seidnitz bis nach Leuben verlängerte wurde. Dort fand sie Anschluss an das ehemalige Schmalspurbahnnetz Laubegast - Niedersedlitz - Kreischa. Neben dieser Strecke existiert heute eine querende Buslinie, so dass Seidnitz Anschluss in alle 4 Richtungen hat.

Bebauung & Wohnen
Um den teilweise erhaltenen Dorfkern liegen typische Dresdner Vorstadthäuser, südlich und östlich befindet sich vorbildlich sanierter Genossenschaftswohnungsbau d. Zwischenkriegszeit: im Osten das Quartier Marienberger Straße, westlich, eher mit Gruna verwachsen, das Quartier Bodenbacher Straße. Alle Wohngebiete aus DDR-Zeiten wurden inzwischen ansprechend saniert. Zwischen dem Hauptteil von Seidnitz und dem Wohngebiet Bodenbacher Straße liegt ein größeres Gewerbegebiet.

Um 2010 entstand um die neu angelegte Friederike-Serre-Straße im Grenzbereich zur Gemarkung Reick eine moderne Eigenheimsiedlung mit sehr unterschiedlichen Gebäudetpyen.

Gesundheitswesen & Seniorenheime

Kirchen & Religionsgemeinschaften

Kultur & Freizeit
Neben der Pferderennbahn ist noch eine Jugenddiskothek im Seidnitz-Center erwähnenswert.

Einkaufen & Einkehren
Am Rande des alten Dorfkernes liegt das Seidnitz-Center (), eines der größeren neuen Einkaufszentren Dresdens. Es entstand auf einer ehemaligen Gewerbebrache. Es gibt weiter mehrere Supermärkte und einige kleinere Geschäfte und Gaststätten im Kernbereich des Stadtteiles.

Lernen & Bilden

Im Stadtteil gibt es 2 Grundschulen, die nächste reguläre Oberschule ist in Striesen. Gymnasien existieren u.a. im benachbarten Gruna und in Blasewitz.

Arbeiten
Im Gewerbegebiet Bodenbacher/Enderstraße befinden sich einige größere Arbeitsstätten: auf dem ehemaligen Robotrongelände, gegenüber das neue Werk der Linde KCA.


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