Das Städtische Krankenhaus Dresden-Neustadt (Industriestraße) wurde nach der Zerstörung der Dresdner Innenstadt im Sommer 1945 als Seuchenkrankenhaus in den Pavillonbauten des Trachauer "Güntzheimes" (1927/28 von Paul Wolf entworfenes und seinerzeit vorbildliches Altenheim) und in einem Reservelazarett der Wehrmacht in der Wurzener Straße (Schulhaus der 26. Volksschule) eingerichtet.

Durch Angliederung weiterer Gesundheitseinrichtungen der Stadt Dresden (u.a. in Radebeul-Oberlößnitz) entwickelte es sich innerhalb von rund zehn Jahren zur wichtigsten medizinischen Einrichtung für das rechtselbische Dresden und dessen Umland mit zeitweise 1700 Krankenhausbetten. Besondere Anerkennung gewinnt das Krankenhaus bei der Bekämpfung der Kinderlähmung. 1956 eröffnet and der Industriestraße eine Kinderklinik.

1972 erfolgte die Angliederung des 1953/54 errichteten Nachtsanatoriums der SDAG Wismut als Klinikbereich Weißer Hirsch und der Gebäude des ehemaligen Privatsanatoriums Dr. Möller in Oberloschwitz als selbständige Fachabteilung Psychotherapie (1993/94 wieder abgegeben).

1990 beginnt mit umfangreicher staatlicher Hilfe eine völlige Rekonstruktion und der weitere Ausbau der Klinikbereiche. Zu den langjährigen Erfahrungen in der interdisziplinären Intensivmedizin, treten nunmehr die Schwerpunkte neurologische Chirurgie und Unfallmedizin (Klinikum Trachau), Dialysezentrum, Psychotherapie (Klinikum Weißer Hirsch) und geriatrische Rehabilitation (Dresden-Löbtau). Trotz schwerer Schäden in Folge des Elbehochwassers 2002 im Klinikum Trachau kann dort im Jahre 2004 ein Klinikneubau (Architekten Monnerjan, Kast, Walter) für die Einrichtungen der Neurologischen Klinik aus dem aufgegebenen Standort Radebeul-Oberlößnitz und eine hochmoderne Interdisziplinäre Notaufnahme eröffnet werden.

Zum Krankenhaus Dresden-Neustadt (Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden) gehören heute die Klinikbereiche Trachau und Weißer Hirsch sowie die Geriatrische Rehabilitationsklinik Löbtau.

Quellen: Horst R. Rein (Trachau), Homepage des Krankenhauses


Bürgerentscheid Krankenhäuser
2012 fand ein Bürgerentscheid über die Zukunft der beiden städtischen Krankenhäuser statt, da Stadtverwaltung, CDU, FDP und Bürgerfraktion eine Umwandlung der beiden Eigenbetriebe in eine gemeinsame GmbH anstrebten.

Die Fragestellung lautete:
Sind Sie dafür, dass die Krankenhäuser Dresden-Friedrichstadt und Dresden-Neustadt Eigenbetriebe der Stadt Dresden bleiben?